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Überlandverkehr im Land Oldenburg - Busverkehr im Oldenburger Land -Welt der Briefmarken - Oldenburger Marken - 


Von der Postkutsche zum Kraftomnibus - Omnibusverkehr im Oldenburger Land

Postkutschenzeit

Da im Oldenburger Land das Eisenbahnzeitalter erst recht spät begann herrschte um 1850 hier noch Postkutschenzeit, aber die Fahrpost gehörte zu einer der schnellsten in Europa. Die zuletzt vierspännig gezogenen und neun sitzigen Kutschen, die dreimal täglich zwischen Oldenburg und Bremen verkehrten brauchten rund vier Stunden. So war es möglich morgens um fünf Uhr früh mit der ersten Fahrpost in die Hansestadt zu reisen um dort Geschäfte zu erledigen und spätabends wieder in Oldenburg zu sein. Auf der Bremer Route vertrauten sich im Jahr bis zu 18.000 Passagiere der Fahrpost an, bis zu 68.000 Personen waren es insgesamt auf den Strecken, die das Großherzogtum erschlossen. (Quelle: Von der Postkutsche zum Intercity 1985).


Bis die Postkutschen aber diesen Standard erreicht hatten, war es ein langer Weg gewesen. Während bereits seit 1656 eine reitende Briefpost von Oldenburg über Osternburg nach Bremen bestand, führte 1660 ein Jahr lang die Fahrpost der Postroute Amsterdam-Hamburg über Groningen-Leer-Oldenburg-Bremen. Später führte diese Kaiserliche Reichspostlinie der Fürsten Thurn und Taxis aber über Elsfleth – Rastede – Wiefelstede nach Emden, also nördlich an der Stadt Oldenburg vorbei. Auch die alte Flämische Handelsstraße von Bremen über Deventer nach Amsterdam über die die Börsenpost Hamburg-Amsterdam - eine Reitpost hanseatischer Kaufleute - lief, lag weit südlich von Oldenburg, und berührte nur Delmenhorst, Wildeshausen. Die 1656 vom Grafen Anton Günther gegründete oldenburgische Landespost, die dem Postmeister Magnus von Höfften übertragen wurde, beförderte hauptsächlich amtliche Post. Der Personen- und Güterverkehr lag weiterhin in den Händen privater Fuhrunternehmer. Ein großer Teil des Güterverkehrs lief damals über die Wasserwege, denn die Landwege waren noch in einem schlechten Zustand. Zur Dänenzeit wurde 1694 eine neue Postordnung erlassen, nach der durfte kein fremdes Unternehmen mehr Sendungen auf den königlichen Postrouten befördern. Im Gegensatz zur Reichspost der Fürsten von Thurn und Taxis, konnte die Börsenpost aber bis 1808 weiterhin das Oldenburger Land durchqueren. Eine neue fahrende Post zwischen Oldenburg nach Bremen wurde erst 1734 eingerichtet. Der Postweg führte im Winter von Oldenburg über Osternburg, Bümmerstede, Sandkrug, Munderloh, Dingstede, Falkenburg und Delmenhorst nach Bremen. Heute erinnern noch im Oldenburger Stadtteil Kreyenbrück und in Munderloh (Gemeinde Hatten) der Straßenname „Alter Postweg“ an ihren Verlauf. Die zweite kürzere Postroute nach Bremen, die von Oldenburg über Iprump - Wüsting – Lintel - Sandersfeld - Falkenburg - Delmenhorst führte, konnte nur im Sommer benutzt werden, da die Hunte noch nicht eingedeicht war und die schlechten Wegverhältnisse das Befahren bei schlechter Witterung nicht zuließen.

Der neu eingerichtete Postweg war Teil der neuen Postroute von Bremen über Delmenhorst – Oldenburg – Apen – Leer nach Neuschanz. Ab 1734 verkehrten die Postwagen zwischen Oldenburg und Leer zunächst über Metjendorf, wo heute noch die Straße Alter Postweg an den Verlauf erinnert über Neuenkruge, Blexhaus (Landgut bei Helle), Mansie, Apen, Detern und Stickhausen nach Leer. Nachdem der Postmeister Schweers dann auf seine Kosten einen 3 km langen Damm zwischen Großsander und Moorburg anlegen ließ, war es ihm möglich, die Postroute nach Oldenburg über Hesel, Remels und Großsander zu verlegen, von dort ging es über Moorburg, Burgforde, Hüllstede und Blexhaus wieder in Richtung Neuenkruge nach Oldenburg. Die Aper Bürger waren über die Verlegung allerdings nicht sehr begeistert und überlegten 1738 sogar den neuen Damm zu demolieren und unbrauchbar zu machen. Die Entfernungen beider Routen auf Oldenburger Gebiet betrugen zwischen Moorburg – Oldenburg und zwischen Apen – Oldenburg jeweils 4 Meilen. Auch die Postroute Oldenburg über Sandkrug, Dingstede nach Delmenhorst betrug 4 Meilen. Bei schlechten Wetter rechnete man mit einer Fahrzeit von 6 ½ Stunden, bei guten Wetter konnten 4 Meilen in 5 ½  Stunden bewältigt werden. (Anm.: 1 oldenburgische Meile = 7.423,63 Meter / Geografische Meile = 7.421,60 m / Landmeile (preuss.) = 7.532 m /1 metrische Meile = 7,5 km = 7.500 Meter.)

Da der Oldenburger Postmeister Caspar von Höfften von der neuen Fahrpost  keinen Profit erwartete, hatte er deren Übernahme abgelehnt, so dass die dänische Regierung die Fahrpost für 30 Jahre an drei wohlhabende Beamte verpachtete. Nach Ablauf der Konzession, wurde diese für die gleiche Zeit dem dänischen Generalkriegskommissar Johann Georg von Hendorff erteilt. Nach dessen Tod ging sie an seinen Sohn Georg von Hendorff. Dieser hatte bereits 1774, die 1707 eingerichtete Landbotenpost, die anfangs nur von Ovelgönne und Abbehausen nach Oldenburg führte, später aber die Hälfte des Herzogtums Oldenburg umfasste, übernommen. 1777 war von Hendorff auch Postmeister der reitenden Post geworden, damit waren alle Bereiche der Post im seit 1773 wieder selbständigen Oldenburg in einer Hand. Im Jahre 1800 wurde die oldenburgische Post verstaatlicht. Für die Reit- und Fahrpost erfolgte eine öffentliche Ausschreibung, die Vergabe erfolgte an den günstigsten Anbieter. Der Unternehmer musste Pferde und Postillione stellen und für deren Unterhalt bzw. Lohn und Montur sorgen. Die Staatspost stellte die Wagen und Postschilder und –wappen als staatliche Hoheitszeichen. (Quelle: Nordwest-Heimat)  

Die wichtigste Fernverbindung der Postkutschenzeit für die Stadt Oldenburg blieb aber die Route nach Bremen, die oldenburgische Fahrpost ging um 1840 bereits täglich dorthin. Inzwischen war aber eine neue Poststraße von Oldenburg in Richtung Bremen, im Verlauf der heutigen Bremer Heerstraße/ Bremer Straße entstanden. Bereits am 15.05.1821 war diese neue Strecke dem Verkehr übergeben worden, aber erst von 1826 bis 1830 erfolgte der Ausbau zur gepflasterten Chaussee. Die Chaussee zwischen Oldenburg und Sandersfeld war die erste Kunststraße im Oldenburger Land. Nachdem auch eine neue Straßenverbindung von Oldenburg nach Zwischenahn entstand, wurde die alte Poststation Blexhaus in Norden des Zwischenahner Meeres aufgegeben. Der Ausbau der Strecke von Oldenburg über Zwischenahn nach Westerstede zur Chaussee erfolgte zwischen 1837 – 1843.

Die Fahrpost von Oldenburg über Rastede nach Jever, die laut dem Postanzeiger 1821 im Winter über Varel, Bockhorn und Neuenburg ins ostfriesische Friedeburg führte , von wo aus über Wittmund dann Jever erreicht wurde. Über Friedeburg lief die ostfriesische Fahrpost von Aurich nach Jever. In den Sommermonaten ging es dagegen über Varel, Steinhausersiel, Ellenserdamm und Sande nach Jever. Auch diese Route profitierte später von der "Chaussierung" des Landwegs von Oldenburg über Rastede (bis 1835) nach Varel (bis 1839) und Jever (bis 1846).

Laut dem Fahrplan 1824 gab es wöchentlich jeweils nur zwei Touren der Fahrpost von Oldenburg aus in Richtung Bremen, Jever und Westerstede und zurück. Wer zu anderen Zeiten oder in Orte abseits der Fahrpostrouten reisen wollte, konnte das aber mit den Extraposten, die der Postdirektion unterstellt waren und bei Bedarf die Personenbeförderung im Herzogtum Oldenburg sicherstellte.

Aus dem aufgrund der Verordnung vom 20.10.1821 erstellten Meilenanzeiger sind die Entfernungen von 17 Orten (Poststationen) zu von Extraposten angefahrenen Orten zu entnehmen. So werden z. B. dort die Entfernungen von Oldenburg aus nach Ahlhorn (3 ¾ Meilen), Berne (2 ¾), Brake 4 ½), Elsfleth (3), Ovelgönne (4), Rastede (1 ¾) , Sandersfeld (2), Varel 4 ¼), Wardenburg 1 ¼), Zwischenahn (2 ¼) und über Conneforde nach Bockhorn (4 ½) und Neuenburg (5) genannt. Neben anderen werden die Entfernungen von Ahlhorn nach Cloppenburg (2 Meilen), Friesoythe (4), Oldenburg (3 ¾), Vechta (2 ¾) und Wildeshausen (2) oder von Apen nach Bockhorn (3 ¾ Meilen), Cloppenburg (6 ¾), Friesoythe (3 ½), Hesel (3 ½) Leer (3 ¾), Moorburg (1 ¾), Neuenburg (3 ¼), Stickhausen (1 ¾), Varel (4 ½), Westerstede (1 ¼) oder Zwischenahn (2 ½) dort aufgeführt. Die Strecke von Delmenhorst nach Syke betrug 3 ½, nach Bassum 3 ¾, nach Bremen oder Sandersfeld 2 , nach Berne 3 und nach Elsfleth 4 Meilen.

Gegenüber den sogenannten Ordonnanzfuhren sorgte die Extrapost für eine individuelle Betreuung an den Poststationen, abseits der Fahrplan-regelung. Die Verordnung schrieb auch vor wieviel Pferde die einzelnen Poststationen für die Extraposten bereit zu halten hatten. Im Laufe der Zeit verbesserte sich aber auch das Angebot  der Fahrpost.

Auf der Postroute von Moorburg über Oldenburg nach Bremen gab es um 1845 bereits tägliche Fahrten. Aber auch die Landwege in Richtung Südoldenburg über Wardenburg, Ahlhorn nach Vechta (bis 1837) und Cloppenburg wurden ausgebaut.  Diese Straßenbaumaßnahmen führten auch zu einer deutlichen Verbesserung des Personen- und Güterverkehrs. Um 1836 wurde z.B. die Fahrpost von Oldenburg über Vechta nach Bohmte eingerichtet. Dem Posthandbuch Berlin von 1837 entnimmt man, dass es neben der bereits erwähnten Schnellpost Oldenburg-Bremen, auf der Route auch eine normale Fahrpost gab, die für die gleiche Strecke (6 Meilen) fünfeinhalb Stunden benötigte. 13 einhalb Stunden benötigte danach die Fahrpost Oldenburg-Bohmte, während die Postwagen Oldenburg-Aurich 15 Stunden und Oldenburg-Syke 13 Stunden unterwegs waren. Im Jahre 1840 fuhr von Oldenburg aus zweimal in der Woche, die Postkutschen in 10 Stunden nach Jever (Sommer) bzw. Friedeburg (Winter), nach Aurich (14,5 Std.), nach Bohmte, über Syke nach Hannover (17 Std.), nach Leer (12,5 Std.) und nach Quakenbrück (9,5 Std.). Täglich ging es nach Bremen, mittwochs und sonnabends mit der Postkutsche (5 Std.), an den anderen Tagen mit der Schnellpost (4 Std.). Neben den Begriffen Reit-, Boten- und Fahrpost tauchte im Postanzeiger zusätzlich der Begriff Personenpost auf. Für die Kutschen wurde auch der lateinische Begriff Omnibus verwandt, was übersetzt „für alle“ heißt. Um 1845 ging es bereits das ganze Jahr lang über Varel, Steinhausen, Ellenserdamm Sande nach Jever. Die Personenpost von Neuenburg über Bockhorn nach Varel hatte aber noch einen direkten Anschluss nach Oldenburg. Von Oldenburg aus gab es nun auch eine über Cloppenburg, Löningen, Herzlake, Haselünne, Lingen nach Holland führende Personenpost. Übrigens bestimmte die damals geltende Oldenburger Omnibus-Verordnung das Reisende, die das Oldenburger Land durchreisten, sich mindestens 24 Stunden lang im Herzogtum aufhalten mussten.

Im Jahre 1845 wurde als Alternative zur Postkutsche die regelmäßige Verbindung Oldenburg - Bremen mit dem Raddampfer eröffnet. So konnte nachdem 1847 Bremen Anschluss an das deutsche Eisenbahnnetz erhielt, von dort aus die Stadt Oldenburg entweder mit der Postkutsche über den Landweg oder zu Wasser mit dem Dampfschiff über die Hunte erreicht werden. Die Raddampferlinie wurde übrigens noch bis Ende 1872 betrieben.

Der steigende Bedarf führte dazu, dass einige Routen der Personenpost auch mehrmals täglich befahren wurden. Im Großherzogtum Oldenburg wurden in Laufe der Zeit aber noch diverse Inlandstrecken der fahrenden Post eingerichtet wie z.B. Oldenburg-Rodenkirchen-Burhave oder Varel-Brake-Berne-Delmenhorst.

Bereits nach der Inbetriebnahme der hannoverschen Westbahn von Osnabrück über Rheine, Lingen nach Leer 1856 kam der Transitverkehr durch Oldenburg fast zum Erliegen. Mit der Aufnahme des Eisenbahnverkehrs im Oldenburger Land ab 1867 verloren die Postkutschen nach und nach auch hier an Bedeutung und waren zuletzt nur noch Zubringer zu Orten mit Eisenbahnanschluss. Mit der Eröffnung jeder weiteren Bahnstrecke endete auf der Route immer auch die Zeit der sogenannten "Pferdeomnibusse", denn auch die übrigen Posttransporte wurden auf die Schiene verlagert. So fuhr die seit 1861 verkehrende Postkutsche von Friesoythe nach Cloppenburg am 30.09.1906 zum letzten Mal auf der Strecke, denn am 01.10.1906 dampfte der erste Zug zwischen den beiden Orten. Bereits zu dieser Zeit hatte die Postkutsche aber eine weitere Konkurenz bekommen, den motorenbetriebenen Kraftomnibus. 

Kraftomnibuszeit - Überlandstrecken im Oldenburger Land

1895 - 1914

Am 18. März 1895 nahm die erste Kraftomnibus-Linie der Welt ihren Betrieb auf, sie bediente mit einem Benz-Hotelwagen, die 15 Kilometer lange Strecke zwischen Netphen und Siegen. Fast hätte der motorisierte Busverkehr aber im Oldenburger Land begonnen. Laut eines Berichtes der NWZ nahm am 15.04.1895 eine Kraftbuslinie die von Nordenham Bahnhof über Atens, Ellwürden, Abbehausen, Stollhamm, Iffens und Eckwarden nach Eckwarderhörne führte, wo die Fähre nach Wilhelmshaven ablegte, den Betrieb auf. Dieser Kraftbusverkehr wurde aber aufgrund von Protesten der ansässigen Landwirte bereits am 08.03.1896 vom Amt Butjadingen wieder verboten. Bis die Butjadinger Bahn ihren Verkehr aufnahm verkehrten auf der Strecke nur noch Pferdebuslinien.

Erwähnt werden soll an dieser Stelle auch die 1907 eingerichtete Kraftbusverbindung von Blexen über Waddens nach Burhave, ursprünglich hatte es Pläne für den Bau einer Küsteneisenbahn von Blexen nach Eckwaren gegeben, die aber nicht verwirklicht werden konnte. Die stattdessen von 1907 bis 1909 vom Amtsverband Butjadingen selbst gebaute Butjadinger Bahn führte von Eckwarderhörn über Burhave nach Nordenham, ein wirtschaftlicher Fehler für diese Privatbahn, da somit nicht die Fähranbindung über die Weser ab Blexen genutzt werden konnte. Die 1907 stattdessen eingerichtete Busverbindung von Burhave nach Blexen scheint übrigens auch noch um 1927 betrieben worden zu sein, denn im Reichkursbuch tauchten Blexen und Burhave noch als Kraftbusstationen auf. In der NWZ vom 28.02.2005 heißt es dazu: "Anfangs mit Pferdewagen, später mit einem Bus beförderte Taxi Vosteen die Fahrgäste im Linienverkehr von Burhave über Waddens bis Nordenham und später bis Blexen." Mangels Rentabilität ist die Buslinie später aber eingestellt worden.

Die erste Kraftpostbuslinie in Deutschland wurde ab dem 01.06.1905 zwischen Bad Tölz und Lenggries von der Postverwaltung des Königreichs Bayern eingerichtet. Im alten Reichspostgebiet wurde am 16.06.1906 die erste Überlandlinie zwischen Friedberg und Ranstedt in Hessen eingerichtet. Aber bereits am 05.06.1904 hatte Heinrich Büssing eine Omnibuslinie zwischen Wendeburg und Braunschweig eingerichtet, die einige Monate später die Oberpostdirektion Braunschweig veranlasste einen Vertrag über die Beförderung von Postsachen abzuschließen, so dass die Omnibuslinie Wendeburg – Braunschweig auch den Anspruch erhob, als erste erfolgreiche Kraftpost-Omnibuslinie der Welt zu gelten, obwohl es eigentlich eine private Autobuslinie war. Die von der Kraftpost eingesetzten Personenbusse hatten Briefkästen an Bord, in die Post eingeworfen werden konnte. Ihre Blüte erlebte die Kraftpost in den 20er und 30er Jahren als der ländliche Raum erschlossen wurde. Allerdings entwickelte sich der Kraftpostverkehr wegen des im norddeutschen Flachland vorhandenen dichten Eisenbahnnetzes nicht so schnell wie im Süden.

In Wardenburg hatte der Wirt Johannes Lüschen in seiner Gastwirtschaft eine Postagentur eingerichtet. Von dort aus fuhr der Postillion Diedrich Wegener seit 1895 mit der Fahrpostkutsche, in der zwei bis drei Personen mitfahren konnten, täglich eine Tour nach Oldenburg und zurück. Die Tatsache das sich Wardenburg bei der Planung der Eisenbahnstrecke Oldenburg - Osnabrück gegen einen Bahnhof auf Gemeindegebiet ausgesprochen hatte, was wohl auch an dem erforderlichen Kostenbeitrag von 12.000 DM gelegen hatte, wirkte sich in der Folgezeit negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde aus. Daher ist es nicht verwunderlich, dass eine der ersten Busverbindungen im Großherzogtum von der „Wardenburger Automobil-Gesellschaft“ betrieben wurde. Diese Genossenschaft wurde von 150 Bürgern gegründet, die jeweils mit 500 Mark hafteten. Von diesem Kapital konnten zwei Omnibusse der Firma Benz in Gaggenau (Baden) gekauft werden. Eingesetzt wurden sie auf der Strecke:
 
Wardenburg - Tungeln - Kreyenbrück - Osternburg - Oldenburg.

Erstmals 1907 wurden regelmäßige Fahrten mit Autobussen durchgeführt. Aus einem NWZ-Artikel erfährt man, dass jährlich etwa 25.000 Fahrgäste das Angebot nutzten, da dies für einen wirtschaftlichen Betrieb nicht ausreichte, waren Zuschüsse der Kommunen erforderlich.

Nachdem 1902 der Oldenburger Posthalter Giese am Waffenplatz die Personenpost in Richtung Moorriem eingestellt hatte, übernahm um 1908 eine Automobilgenossenschaft auf der Strecke Moorriem-Oldenburg den Personennahverkehr. Dreimal täglich befuhren die Omnibusse die Strecke, die von

Eckfleth über Ohmstede und Donnerschwee nach Oldenburg

führte. Genossen dieser Moorriemer Automobilgesellschaft (MAG) waren Bauern und Geschäftsleute und der Ohmsteder Brauereibesitzer Haslinde. Haslinde stellte in Oldenburg eine Garage auf dem Grundstück des ihm gehörenden Kaiserhofs zur Verfügung. Obwohl es offizielle Haltestellen gab nahmen die beiden Daimler-Busse aber auch an der Straße wartende Fahrgäste mit.

Ein Bus der MAG aus Richtung Eckfleth nach Oldenburg fahrend. Foto: Private Post-kartensammlung

Die Fahrzeuge der beiden vorgenannten Gesellschaften kamen auch am 14.07.1912 zum Einsatz, als das Zeppelin-Luftschiff „Victoria Luise“ eine Fahrt von Hamburg aus nach Oldenburg unternahm und auf dem Rennplatz in Ohmstede landete. In der Zeitung las man: „Über die Nadorster und Donnerschweer Straße bewegen sich die Massen unaufhaltsam fort. Automobile, darunter die der Wardenburger und Moorriemer Automobilgesellschaft, sausen in großer Zahl nach dem Rennplatze.“ (Quelle: Oldenburg, Eine feine Stadt am Wasser Hunte, Heinz Holzberg Verlag, Oldenburg). Die beiden Autobuslinien können somit als Vorläufer der späteren Kraftpostlinien nach Wardenburg und Barghorn angesehen werden.

Auch in Edewecht tauchte 1907 der Plan auf, eine Autoverbindung nach Oldenburg zu schaffen, aber trotz erfolgreicher Probefahrt, bevorzugte die Mehrheit des Gemeinderats doch lieber eine Eisenbahnverbindung. Aber erst 1910 konnte mit dem Bau einer gemeindeeigenen Bahnstrecke nach Zwischenahn begonnen werden. Im Jahre 1912 fuhren die ersten Züge auf der Strecke und am 01.11.1920 konnte auch die Verlängerung nach Edewechterdamm fertiggestellt werden. [Anmerkung: "Der Personenverkehr wurde am 15.05.1950 aufgegeben und von Kraftpostbussen übernommen. Der Güterverkehr wurde aber noch jahrelang erfolgreich weitergeführt, bis am 30.09.1991 die endgültige Stilllegung der Strecke erfolgte."]

Beginn der Kraftpostzeit im Oldenburger Land 1925 - 1945

Nachdem mit Beginn des 1. Weltkrieges ab 1914 fast alle Omnibusse für das Heer beschlagnahmt worden waren, kam der Omnibusverkehr erst mal wieder zum erliegen. Da auch die Busse der Automobilgenossenschaften den ersten Weltkrieg nicht überstanden, sollte es nach Kriegsende eine Weile dauern, bis es im Oldenburger Land wieder Omnibuslinien gab. Ab 1924 erfolgte im Reichsgebiet von der Deutschen Reichspost ein flächendeckender Ausbau der Kraftpost, was auch daran lag, dass ab 1925 die ersten luftbereiften Dreiachser eingesetzt werden konnten. Die Firma Büssing, die seit 1924 den luftbereiften dreiachsigen Sechsradwagen erstmals in Serie baute, lieferte ab 1925 Omnibusse, die auf Basis des Sechsradwagens entstanden, u. a. auch an die Reichspost.

Markttag auf dem Oldenburger Marktplatz noch ungestört vom Busbetrieb, erst ab 1925 mussten sich die Marktbeschicker den Platz mit Bussen teilen.

Neben den Bussen der Vorortbahnen (links), waren seit 1925 auch Busse der Kraftpost (rechts Postbus am Schloss in Richtung Damm fahrend) in Oldenburg unterwegs. (Bilder Privatarchiv)

Auch im Oldenburger Land begann 1925 der Aufbau eines Kraftpostnetzes. Bereits am 02.02.1925 wurde eine Kraftpostlinie von Osnabrück ins südoldenburgische Damme eingerichtet. Der erste Postbus in Oldenburg wurde von der Reichspostdirektion Oldenburg im Frühjahr 1925 der Öffentlichkeit auf dem Marktplatz vorgestellt. Auf dem Dach der Busse befanden sich Gepäckträger für den Transport von Postsachen. Da die Busse neben Personen, auch die Beförderung von Postsachen übernahmen, konnte der Überlandverkehr auch wirtschaftlich erfolgreich betrieben werden. Bereits ab 01.05.1925 fuhren auch von der Stadt Oldenburg aus Kraftpostomnibusse ins Umland. Sogar im innerstädtischen Verkehr wurden damals Kraftpostbusse für Sonderfahrten eingesetzt. Der Friedensplatz in Oldenburg diente 1926 als Haltepunkt von Postbussen, wie man einer am 28.04.1926 erschienenen Zeitungsanzeige entnehmen kann. Während eines Radrennens wurden Sonderfahrten im 10 Minutentakt mit Postbussen vom Friedensplatz zum Bloherfelder Hof angeboten.

Der Dorfchronik von Jeddeloh  ist zu entnehmen, dass 1925 die Kraftpostverbindung Oldenburg - Jeddeloh I – Edewecht – Friesoythe eingerichtet wurde. Da der Bus aber morgens so spät fuhr, das Schüler, die in Oldenburg eine Schule besuchten, diese Linie nicht nutzen konnten, befuhr Carl Hoffbuhr aus Westerscheps mit seinem Omnibus in den Jahren 1931 – 1934 (?) die Strecke Westerscheps – Edewecht – Oldenburg, damit Schüler zu Schulbeginn pünktlich in Oldenburg waren. Die Reichspost hatte ihm jedoch untersagt, ab Bahnhof Osterscheps andere Fahrgäste als Schüler auf der weiteren Strecke nach Oldenburg mitzunehmen. Die Einhaltung der Regelung wurde von Postbediensteten überwacht, die zur Kontrolle mit einem PKW dem Bus folgten. Einmal in der Woche wurde an dem Bus von Hoffbuhr auch ein Anhänger gespannt, um Ferkel zum Oldenburger Ferkelmarkt zu transportieren. Auf der Kraftpostlinie Oldenburg – Friesoythe verkehrten laut „Lührs gelber Reise- und Städteführer“ Ausgabe 1939, die Omnibusse der Reichspost zweimal täglich.

Auch zwischen Oldenburg und Wardenburg fuhren seit Mitte der 20er Jahre wieder Autobusse, die Gemeinde Wardenburg bewarb bereits in den 30er Jahren in Anzeigen die gute Postauto-Verbindung mit der Stadt Oldenburg. Seit 1925 gab es auch eine Postautoverbindung zwischen  Altmoorhausen und Oldenburg, aber nur zweimal wöchentlich.

Aber auch andere Unternehmen bemühten sich um die Einrichtung von Fernbuslinien. So planten zum Beispiel auch die Bremer Vorortbahnen Ende Januar 1926 die Einrichtung von Fernlinien von Oldenburg aus nach Rastede und Bad Zwischenahn, wie man einem Artikel der Nachrichten für Stadt und Land entnehmen kann, aber wohl ohne Erfolg, denn über eine Verwirklichung ist mir nichts bekannt.

Das Reichskursbuch, das vom Reichpostministerium herausgegeben wurde, enthielt die Eisenbahn-, Kraftwagen-, Luftverkehr- und Dampfschifffahrts-verbindungen in Deutschland. Leider beschränkt sich der Nachdruck des Kursbuches von 1927 auf den Eisenbahnverkehr, während man auf einen Nachdruck der Kraftwagenverbindungen verzichtete. Aber in den Fahrplänen sind die Bahnstationen, die auch in den Kraftwagen-Fahrplänen auftauchten besonders gekennzeichnet. Daraus ersieht man, dass neben Oldenburg, Rüstringen und Wilhelmshaven, im Jahre 1927 auch Ahlhorn, Blexen, Burhave, Cappeln, Cloppenburg, Damme, Dinklage, Dötlingen, Edewecht, Einswarden, Emstek, Friesoythe, Goldenstedt, Jever, Lohne, Ohmstede, Schwei, Schneiderkrug, Stollhamm und Wildeshausen schon von KOM-Linien bedient wurden. Da einige von diesen Orten mehr als 2 Km von der Bahnstation entfernt lagen, bot sich hierwohl auch die Einrichtung einer KOM-Linie an. Zum Beispiel wurde 1885 zwischen den Orten Emstek und Visbek die Bahnstation Schneiderkrug eingerichtet, diese Station lag immerhin 5 Km von Visbek entfernt. Der alte Ort Ahlhorn lag ca. 1 Km östlich vom Bahnhof und Dötlingen und Goldenstedt lagen sogar weit mehr als 2 Km von der gleichnamigen Bahnstation entfernt, so dass sich die Einrichtung einer Busverbindung zwischen Ortskern und Bahnhof anbot.

Aber vor allen die Orte ohne eigenen Eisenbahnanschluss, wie Wardenburg sollten von den neuen Kraftomnibusverbindungen profitieren. Aber nicht alle Busverbindungen sollten sich als rentabel erweisen und wurden daher bereits nach einiger Zeit wieder eingestellt. So war es wohl auch bei der Kraftpostlinie Essen (Oldb) – Bevern – Addrup – Lüsche, die  am 14.04.1925 (siehe Link) eingerichtet worden sein soll, denn bei der Station Essen (Oldb) findet sich im Kursbuch vom 01.07.1927 kein Hinweis auf eine Kraftfahrlinie und in der Karte von 1931 ist sie auch nicht mehr verzeichnet.

Karte von 1931

Aus einer von der Reichsbahnzentrale herausgegebenen Karte von 1931 sind folgende Kraftpostlinien, die Gebiete des Oldenburger Land berührten ersichtlich:

Wilhelmshaven – Hooksiel –Horumersiel;
JeverHooksiel;
Stollhamm – Schwei – Strückhausen;
DedesdorfWesermünde (Geestemünde);
Bahnhof GoldenstedtGoldenstedt;
Lohne – Dinklage –Badbergen - Quakenbrück;
Damme – Wallenhorst – Osnabrück;
Cloppenburg- Molbergen - Werlte -Lorup - Esterwegen - Sögel.

Von der Hauptpost in der Stadt Oldenburg verkehrten folgende Kraftpost-Linien, die 1938 in einem Stadtführer sogar mit Kilometerangaben aufgeführt wurden: 

1. OldenburgKirchhatten (19 Km),

2. Oldenburg – Edewecht – Friesoythe (32 Km),

3. OldenburgBardenfleth (20 Km), (1932 bis Nordermoor)

4. Oldenburg – Wardenburg -Oberlethe (11 Km),

5. Oldenburg – Metjendorf – Wiefelstede (15 Km).

Aber auch Privatunternehmer richteten seit den zwanziger Jahren im Oldenburger Land Buslinien ein, in Friesland hatte Theodor Pekol im Jahre 1925 einen 14-sitzigen Ford-Omnibus für Vereins- und Gesellschaftfahrten in Betrieb genommen. Nachdem er 1926 ein zweites gleiches Fahrzeug und einen 12-plätzigen Hansa-Omnibus beschafft hatte, konnte er den Linienbetrieb Friedeburg - Wittmund - Carolinensiel aufnehmen. Es folgten weitere Linien im Jeverland, z. B. seit 01.12.1927 von Jever (Wald) über Heidmühle und Accum nach Rüstringen. Ab Januar 1933 betrieb Pekol auch den Linienverkehr in der Stadt Oldenburg mehr dazu unter Trollibus. Für die Einrichtung einer Schnelllinie von Wilhelmshaven nach Emden bekam Pekol jedoch 1931 keine Konzession, da die Reichsbahn die Zustimmung verweigerte. Erst im Sommer 1935 wurde die Reichspost dann mit der Inbetriebnahme der Strecke Emden – Aurich – Wittmund – Jever - Wilhelmshaven beauftragt. Am 21.05.1935 wurde die von Reichspost und Kreisbahn Leer-Aurich-Wittmund gemeinsam betriebene Schnellverkehrslinie eröffnet. Weitere Omnibuslinien verkehrten im Kreis Friesland von Wilhelmshaven aus nach Rüstersiel bzw. Himmelreich, und über Sande und Aurich nach Leer oder von Rüstringen nach Schaar.

Im Jahre 1935 hat sich auch ein roter Bus zwischen den Pekolbussen gemischt. (Foto Privatarchiv) 

Die Kraftpost, dessen Busse von 1934 bis 1945 übrigens rot lackiert waren, entwickelte sich in den 30er Jahren zum größten Omnibusunternehmen Europas. Seit 1931 schützte eine Verordnung Reichsbahn und Reichspost vor unliebsamer Konkurrenz.

Außer im Oldenburger Land, gab es im Weser-Ems-Gebiet noch weitere Reichspoststrecken im Raum Osnabrück, im Emsland und in Ostfriesland. Dort wurden u.a. 1925 die Kraftpoststrecken Leerort – Leer – Loga – Logabirum und Ditzum – Weener – Diele eröffnet. Der Abschnitt Weener - Diele wurde aber schon bald wieder eingestellt. Im Jahre 1930 wurde die Linie Leer - Ditzum eingerichtet. Von Emden aus fuhr die Kraftpost laut einer Karte von 1932 nach Pewsum, sowie über Wirdum - Norden - Norddeich nach Dornumersiel. Von Ostrhauderfehn kommend, fuhr auch ein Postomnibus, über Westrhauderfehn- Holte - Potshausen nach Stickhausen-Velde zum Bahnhof an der Strecke von Oldenburg nach Leer wie man diesem Link entnehmen kann.

Im Bremer Umland verkehrten die Kraftpostlinien Huchting – Bremen und Leeste – Brinkum – (Arsten) - Bremen wurden im Jahre 1937 von Pappelstraße bzw. Arsterdamm zum HBF Bremen verlängert. 1932 führte eine weitere Linie von Grohn-Vegesack über Blumenthal nach Meyerburg. Auch die Strecke Harpstedt -Bassum - Vilsen - Blender - Verden und Thedinghausen - Blender - Verden sollen an dieser Stelle noch erwähnt werden.

Aber bleiben wir im Oldenburger Land, erwähnt werden soll hier noch die Busstrecke Delmenhorst - Falkenburg - Kirchkimmen, die bereits in einem Reiseführer aus dem Jahr 1939 auftaucht und laut dem Oldenburger Wanderbuch von 1951 von dem Busunternehmer Hinrich Hutfilter betrieben wurde. In einem im Delmenhorster Kreisblatt erschienenen Artikel über die Firma Hinrich Hutfilter war u.a. folgendes zu lesen: „Als 1927 die Reichspost, die unrentable Linie Delmenhorst – Falkenburg einstellte, kaufte Hinrich Hutfilter den kleinen Ford-Omnibus von der Post und betrieb die Linie vom 19. April 1927 an selbst, verlängert bis Kirchkimmen. Er selbst war vorher bereits als Busfahrer der Post auf Strecken in Ostfriesland gefahren.“ Da die Bremer Vorortbahnen, die am 22.05.1925 in Delmenhorst einen Busbetrieb eröffnet hatten, diesen bereits zum 31.03.1927 wegen Unrentabilität wieder einstellte, liegt hier die Vermutung nahe, dass auch dieses Unternehmen und nicht die Reichspost die Strecke Delmenhorst – Falkenburg vorher betrieben haben könnte.

Bereits im April 1926 weist eine Anzeige auf einen Postauto-verkehr in Oldenburg hin. Auch Wardenburg wirbt in den 30ern mit der Postauto-verbindung.

In der Stadt Delmenhorst betrieb übrigens nach der Bremer Vorortbahn zunächst die „Allgemeine Kraftfahrzeug-Betriebs-GmbH“, den Stadtomnibus-Betrieb, noch 1931 wird sie im "Delmenhorster Heimat-Jahrbuch 1932" erwähnt. Später in den 30ern trugen die Busse die Firmenbezeichnung "Stadt-Omnibus Delmenhorst Sager & Klobke". 

In den Reiseführern der 30er Jahre findet man auch Hinweise auf regelmäßige Bussonderfahrten von Oldenburg nach Gut Moorbeck (Dötlingen) oder Wildeshausen. Das Hauptverkehrsmittel des Personennahverkehrs im Land Oldenburg blieb bis 1945 aber weiterhin die Eisenbahn.

Aber auch die Deutsche Reichsbahn setzte bereits seit 1928 Kraftomnibusse ein, beschränkte sich dabei, zunächst aber auf die Ballungsgebiete und den Schnellbusverkehr auf den neuen Autobahnen. Auf Übersichtskarten zu den Kursbüchern vor 1945 ist im Oldenburger Land aber noch keine Bahnbusstrecke verzeichnet. Um 1942 ist aber bereits die Kraftomnibusstrecke Bremen - Hamburg - Lübeck zu finden.

Mit Ausbruch des zweiten Weltkrieges wurden zunächst Busse von  Privatunternehmern für die Wehrmacht requiriert, aber auch der Postbusverkehr sah sich trotz eines höheren Verkehrsaufkommens immer größeren Belastungen ausgesetzt. Ab 1941 war außerdem ein Teil des Busbestandes zwecks Truppentransports der Wehrmacht unterstellt worden, zahlreiche Busse wurden in Folge der Kriegshandlungen zerstört. Die Knappheit an Treibstoffen führte zu einer weitgehenden Umrüstung der Busse auf "Holzvergaser". Trotz aller dieser Einschränkungen, die auch zu zeitweiligen Streckenstillegungen im Sommer 1944 führte, wurde aber erst am 11.04.1945 in Oldenburg der Kraftpostverkehr endgültig eingestellt.  

Entwicklung des Omnibusverkehrs nach 1945

Kurz nach Kriegsende musste mit den noch vorhandenen Omnibussen der Personennahverkehr neu aufgebaut werden, da zunächst nur Privatunternehmer von den Besatzungsmächten eine Streckenlizenz erhielten, wurden auch frühere Kraftpoststrecken von privaten Busunternehmen befahren, wie z.B. die Strecke Oldenburg - Wiefelstede, die nun von der Firma Imken betrieben wurde. Da teilweise die Schienenwege kriegsbedingt unterbrochen waren, übernahmen auch dort Omnibusse den Personenverkehr. Mit einem von den Verkehrswerken in Wilhelmshaven geliehenen Omnibus befuhr die Firma Hilgen  die Strecke Westerstede-Oldenburg und um 1946 befuhr die Firma Pekol die Strecke Oldenburg – Vechta.

Erst nachdem die alliierten Besatzungsmächte von ihren Plänen, der Post die Betätigung im Straßenpersonenverkehr zu untersagen Abstand genommen hatten, begann der mühevolle Wiederaufbau, der nunmehr wieder gelben Kraftpost. Im Jahre 1947 soll die Deutsche Post allein in den Westzonen bereits wieder 1.000 Linien betrieben haben. Nach der Währungsreform 1948 baute übrigens auch Theodor Pekol in Oldenburg Busanhänger für die Deutsche Post.

Die Kraftpost verkehrte damals auch wieder durch das Oldenburger Land, aufgrund der 1945 gesprengten Brücken (vor allem am Küstenkanal) und der durch Kriegseinwirkungen beschädigten Straßen, sollte es aber noch bis Ende der 40er Jahre dauern bis alle Orte, die in der Region einst von Kraftpostlinien bedient wurden, wieder von Bussen des Linienverkehrs angefahren wurden. Aber auch in bisher unversorgten Gebieten hielt nun der Omnibusverkehr Einzug, da aber auf Anordnung der Besatzungsmächte, Bahn und Post auf die Beförderungsvorrechte verzichten mussten, wurden viele Strecken im Raum Oldenburg zunächst von privaten Busunternehmern betrieben.

Aber im Oldenburger Land blieb die Kraftpost auch nicht von Unglücken verschont, ein besonders tragischer ereignete sich am Gründonnerstag den 06.04.1950. Laut einer Meldung der Associated Press vom 08.04.1950 stürzte ein vollbesetzter Postomnibus mit Anhänger auf der Fahrt von Harkebrügge nach Oldenburg kurz vor der Stadtgrenze in den Küstenkanal. Dabei wurden elf Personen getötet und sechs (lt. a. Quelle 14) Personen verletzt. Es wurde vermutet, dass der Fahrer einem entgegenkommenden Fahrzeug ausweichen musste und dabei auf die weiche Kanalböschung geriet. Da es dem Fahrer nicht mehr gelang den Bus auf die Straße zurückzubringen, stürzte das Fahrzeug in den Kanal. Der Ort Harkebrügge liegt zwischen Barßel und Kampe, vom Kampe bis Nordmoslesfehn verlief die Busstrecke auf der Bundesstraße 402 direkt entlang des Küstenkanals. Das 1951 diese Linie bereits in Kampe endete, hängt wohl mit dem im März 1950 erfolgten Kauf des Oldenburger Busunternehmens Neubauer durch die Deutsche Bundespost zusammen, denn dadurch konnten auch die Konzessionen für Buslinien nach Friesoythe erworben werden. Harkebrügge wurde 1951 schon von der Linie Friesoythe - Kampe - Barßel erschlossen.

In der Stadt Oldenburg befand sich um 1951 der sogenannte Gummibahnhof, von dem Omnibusse nach Varel, Nordenham, Halsbek, Kampe, Wildeshausen, Hurrel, Zwischenahn, Westerscheps, Westerstede, Cloppenburg und Elsfleth abfuhren bzw. ankamen an der Staulinie. Dieser Haltepunkt wurde auch von Bussen der Deutschen Bundespost genutzt. Im Jahre 1950 nutzten Postbusse aber auch den Omnibusbahnhof am Hauptbahnhof vor dem alten Fürstenbahnhof, wie eine Aufnahme eines Hansa-Lloyd-Postbusses im Buch "Die Eisenbahn in Oldenburg" von Peter Löffler zeigt. 

Die Kraftpost der Deutsche Bundespost fuhr laut dem Oldenburger Wanderbuch 1951 auf folgenden Strecken im Oldenburger Land:

Oldenburg – Westerstede – Halsbek, 41,7 Km, 125 Min. w: 3 x so:1 x

Oldenburg – Munderloh – Sandhatten,  22 Km, 70 Min. w: 2 x so: 2 x

Oldenburg – Hatterwüsting – Sandhatten,  19 Km, 55 Min. w: 3 x

Oldenburg – Wardenburg – Littel,      14,9 Km, 45 Min. w: 6 x

Oldenburg – Wardenburg – Benthullen, 18,7 Km, 50 Min. w:8 x, so: 4 x

Oldenburg – Benthullen – Friesoythe, 35 Km, 85 Min. w: 3 x, so: 1 x

Oldenburg – Friesoythe – Lorup, 64 Km, 170 Min. w: 1 x

Oldenburg – Edewechterdamm – Kampe, 27,6 Km, 66 Min. w: 4 x so: 3 x

Friesoythe – Kampe – Barßel, 20 Km, 36 Min. w: 1 x

Lohne – Dinklage – Quakenbrück, 25 Km, 60 Min. w: 2 x.

Bremen – Oldenburg - Bunder-Neuland, 135 Km, 240 Minuten tägl. 1 x.

Im Abschnitt über Westerstede wird in dem Buch erwähnt, dass von dort Autobuslinien nach Oldenburg, Bremen, Wilhelmshaven, Leer und Neuschanz führten. Die Reisezeit von Westerstede mit der Eisenbahn über Ocholt nach Oldenburg wurde mit 43 Min. (28 Km) angegeben.

HBF Oldenburg um 1950 mit Trollibus und "Überlandbus"

Bereits Ende der vierziger Jahre verkehrten zwischen Bremen und Hamburg wieder Kraftomnibusse der Deutschen Reichs- bzw. Bundesbahn und auch im Oldenburger Land waren sie nun zu finden. Am Hauptbahnhof Oldenburg verkehrte 1951 2 mal täglich der aus Bremen kommende Bahnbus, der über Oldenburg nach Wilhelmshaven fuhr (100 Km, 175 Min.) und werktags 5 x bzw. sonn-u. feiertags 2 x der von Oldenburg über Ahlhorn nach Lohne (58 Km, 87 Min.) fahrende Bus der Deutsche Bundesbahn. Busse der DB fuhren im Oldenburger Land auch noch 4 mal am Tag die 37 Km lange Strecke Quakenbrück - Cloppenburg - Essen (Oldb) - Lewinghausen in 80 Minuten. Die 21 km lange Strecke Essen (Oldb) nach Lewinghausen wurde aber auch noch mit Personenzügen befahren.

In den 50er Jahre hielten die Trollibusse von Pekol links und die DB-Busse rechts von HBF-Eingang Foto: Archiv Stolle


Zu den bedeutenden privaten Busunternehmern im Oldenburger Land gehörten u.a.  A. Lückemeyer aus Nordenham, der sein Unternehmen am 05.08.1945 gegründet hatte, P. Juchim aus Brake und Fr. Wortmann, Wildeshausen, W. Friedt aus Goldenstedt, die 1951 neben anderen Strecken auch Buslinien nach Oldenburg betrieben. Folgende Buslinien nach Oldenburg wurden am 01.01.1951 noch von privaten Busunternehmen gefahren:

Aurich-Westerstede–Oldenburg, 75 Km, 110 Min. w: 3 x;  H.Westermann, Aurich
Portsloge–Edewecht–Oldenburg, 20 Km, 65 Min.w:3 x; Gustav Schröder, Friedrichsfehn                                                                               

Helle-Bad Zwischenahn-Petersfehn-Oldenburg, 27 Km, 55 Min. w. 1 x; W. Klostermann, Zwischenahn.                                                                     Ihausen-Westerstede-Oldenburg, 53 Km, 70 Min. w: 6 x; Emil Hilgen  Friedrichsfehn;                                                                             Wildeshausen-Ganderkesee-Oldenburg, 45 Km, 75 Min. w: 1x und
Wildeshausen-Dötlingen-Oldenburg, 37 Km, 80 Min. w: 1 x Fr. Wortmann, Wildeshausen.
Goldenstedt-Visbek-Oldenburg, 52 Km, 120 Min. Mi 1 x; W.Friedt, Goldenstedt
Cloppenburg-Ahlhorn-Oldenburg, 46 Km, 95 Min. w: 1 x; G.Ahrens, Cloppenburg
Garrel-Littel-Oldenburg, 30 Km, 65 Min. 3 x wöchentl. zu den Markttagen, H.Janßen, Garrel
Elsfleth-Holle-Oldenburg, 32,5 Km, 75 Min. w: 3 x; P.Juchim, Brake
Nordenham-Moorriem-Oldenburg, 55 Km, 130 Min. tägl. 4 x und
Nordenham-Brake-Loy-Oldenburg, 55 Km, 120 Min. w: 6 x so: 1 x; A.Lückemeyer, Nordenham.
Varel-Wiefelstede-Oldenburg, 40 Km, 80 Min. w: 4 x und
Varel-Rastede-Oldenburg, 30 Km, w: 6 x; W.Imken, Wiefelstede

Um 1958 hielten die DB-Busse direkt am Bahn-hofsgebäude, westlich des Haupteinganges, gegenüber an der Grünanlage hält der Pekolbus (Daimler-Benz) der Linie 9.

Während die Linie 9 auch um 1965 noch am selben Punkt hielt, befand sich der Busbahnhof nun auf der östlichen Hälfte des Bahnhofsplatzes. An den Bussteigen sieht man Busse von Bahn und Post. Bilder: Privatarchiv

Genannt werden sollen hier aber auch Busunternehmen aus dem Oldenburger Land, die nicht die Stadt Oldenburg anfuhren, wie Georg Struck, Rastede  der 2 mal wöchentlich die Strecke Rastede - Bad Zwischenahn - Westerstede befuhr. Außerdem H. Sander, Westerstede (Strecken von Westerstede über Augustfehn nach Hollen oder nach Apen), G. Ehlers aus Varel (von Varel aus über Neuenburg nach Friedeburg und über Langendamm nach Bad Dangast) oder A.Bruns aus Zetel, der die Linie Varel - Neuenburg - Zetel befuhr. Im Landkreis Vechta betrieben auch die Firmen G.Wilmering, Vechta und A. Schomaker, Lohne Überlandlinien. Im Landkreis Cloppenburg betrieb die Kreisbahn Cloppenburg die Buslinien von Cloppenburg über Lastrup nach Löningen und über Lindern nach Werlte. Neben der bereits erwähnten Linie Cloppenburg - Oldenburg fuhr G. Ahrens werktags auch dreimal von Cloppenburg über Peheim nach Markhausen und zurück.

Neben dem Oldenburger Nahverkehr, wo er um 1948 auch die über die Oldenburger Stadtgrenze hinaus führende Linie über Ofen nach Wehnen einrichten durfte, betrieb Pekol im Jahre 1951 im Raum Friesland die Autobuslinien Jever-Upjever, Jever-Nebenkrug-Horumersiel, Jever-Sillenstede-Sengwarden und die Obuslinie Jever-Heidmühle-Barkel-Grafschaft-Accum-Langewerth-Wilhelmshaven. Im Jahre 1948 war die Firma Pekol auch noch 2 x täglich von Jever aus über Sanderbusch nach Roffhausen und über Cleverns-Sandel nach Möns gefahren. Die 1951 von S.Willms betriebene Linie Wilhelmshaven-Ostiem- Reepsholt wurde 1957 von Pekol übernommen. Die Linie wurde in Heidmühle gekappt, so dass die Fahrgäste aus WHV in Heidmühle in die neue Pekol Linie Jever-Reepsholt umsteigen mussten. Im Jahre 1961 wurde der Betrieb Willms-Reisen gänzlich übernommen und zur Pekolniederlassung Wilhelmshaven-Rüstersiel. Während 1948 Pekol auch die Strecke von Jever nach Wittmund bediente, verkehrte 1951 bereits E. Passon (Östringsfelde) auf der Strecke Jever – Wiefels – Wittmund. H. Schweer aus Osterforde befuhr 1951 die Linie Osterforde – Neuenburg – Jever und der Verkehrsbetrieb Wilhelmshaven verband die Stadt Wilhelmshaven mit Sanderbusch, Siebethsburg-Südstrand und Neuenburg (über Horsten).

Im Jahre 1951 befuhr die Kleinbahngesellschaft in Aurich 1 x täglich die 83 km lange Strecke Emden – Aurich – Jever – Wilhelmshaven. Für Hin und Rückfahrt benötigten die Busse jeweils 150 Minuten. Die gleiche Zeit benötigte der Busunternehmer H. Mewes aus Hooksiel, der werktags 2 x die 77 km lange Strecke Wilhelmshaven – Westerstede – Leer (Ostfriesland) befuhr. Daneben fuhr er 7 x werktags die heimatliche Strecke Schillig – Hooksiel – Wilhelmshaven.  

Auch die bereits erwähnten Delmenhorster H. Hutfilter (Strecken von Delmenhorst aus über Falkenburg nach Kirchkimmen oder über Hengsterhorst nach Schulenberg) und Alfred Sager  (Strecke Delmenhorst - Adelheide) waren auch nach 1945 als Busunternehmer tätig. (Quelle: Oldenburger Wanderbuch, Stalling-Verlag 1951).

Alfred Sager betrieb übrigens bis 1978 den Stadtomnibusbetrieb in Delmenhorst, noch im Jahre 1968 fuhren seine Busse auf insgesamt 16 Stadtbuslinien. Aus Altersgründen verkaufte Alfred Sager seine Firma an die BSAG, die zusammen mit der Stadt Delmenhorst anschließend die Delbus GmbH gründete, die seit dem 1. Juni 1978 auf den Delmenhorster Straßen unterwegs ist. Zunächst gehörte die Delbus zu 74 Prozent der BSAG und zu 26 Prozent der Stadt Delmenhorst, inzwischen besitzt die Stadt Delmenhorst 49 Prozent der Delbus.

In dem Oldenburger Wanderbuch wird auch die 7 km lange Autobuslinie Edewecht - Ekern - Bad Zwischenahn ohne Angaben des Betreibers genannt, hierbei handelt es sich wohl bereits um den von der Kraftpost übernommenen Personenersatzverkehr für die Kleinbahn Bad Zwischenahn - Edewechterdamm , da die Kleinbahn am 15.05.1950 den Personenverkehr aufgab. Es gab werktags 2 Busfahrten, die Fahrzeit betrug 18 Minuten. Die Kleinbahn war 12,3 Km lang und brauchte mind. eine Fahrzeit von 35 Min. Westerscheps wurde 1951 von der 3 Km langen Autobuslinie Edewecht – Osterscheps – Wittenberge bedient. Werktags 2 x befuhr in 20 Minuten ein Bus der „Kleinbahnen in Oldenburg“ die Strecke.

Die von Gustav Schröder aus Friedrichsfehn gefahrende Strecke Portsloge – Edewecht - Oldenburg und zurück wurde später ebenfalls von der Kraftpost übernommen. Bereits um 1953 verlief die Linie Oldenburg - Edewecht bis nach Westerscheps, während Portsloge nun von der Kraftpostlinie Edewecht - Bad Zwischenahn - Rastede bedient wurde. Von Oldenburg aus gab es nun direkte Kraftpostlinien über Kampe und Harkebrügge nach Barßel und von Oldenburg über Kampe nach Elisabethfehn. Außerdem führte zu dieser Zeit eine Buslinie von Oldenburg über Rastede nach Jade und die Strecke der DB von Oldenburg über Rastede endete nicht mehr in Wilhelmshaven sondern bereits in Varel. Wer von Ihausen nach Oldenburg fahren wollte, musste 1953 in Augustfehn in den Zug umsteigen. Von Augustfehn aus fuhr aber auch ein Bus über Westerstede nach Oldenburg. Nach einer im Buch "Oldenburg um 1950" abgebildeten Übersichtskarte sind dort aber auch Omnibuslinen, die von Oldenburg über Bremen nach Hamburg bzw. Hannover führten ausgewiesen.

Auch eine von Ocholt über Bockhorn und Ellenserdamm nach Sande führende Omnibuslinie ist in dieser Übersicht bereits eingezeichnet, denn 1953 fuhr nur ein Zug von Ocholt (12.23) über Westerstede (13.13) nach Ellenserdamm. Von Ellenserdamm (6.35 / 14.55) aus verkehrten dagegen noch zwei Schienenomnibusse über Westerstede (8.07 / 15.34) nach Ocholt (8.19 / 15.46). Am 23.05.1954 stellte die Deutsche Bundesbahn den Personenverkehr auf der Bahnstrecke Ocholt – Westerstede – Ellenserdamm ein. Unter der Nr. 2221/22 fand man im Omnibuskursbuch die Fahrzeiten der Bahnbusse, die von Oldenburg über Westerstede nach Ocholt oder über Augustfehn nach Leer verkehrten.

Da die Deutsche Bundespost private Busunternehmen aufkaufte und weitere Streckenlizenzen erwarb, war bereits Mitte der 50er Jahre die Kraftpost mit über 4.000 posteigenen Bussen wieder die Nr. 1 in Europa. Doch schon bald setzte die Deutschen Bundesbahn zum Überholmanöver an.

Bereits in den fünfziger Jahren schränkte die Deutsche Bundesbahn den Schienenverkehr auf der Strecke Oldenburg – Brake ein und verlagerte den Personenverkehr zunehmend auf Autobusse. Bereits in einer Werbeanzeige von 1957 wird neben der Eisenbahnstrecke auch die Bahnbuslinie von Oldenburg über Brake und Rodenkirchen nach Nordenham abgebildet. Aber das dem Schülerverkehr dienende Personenzugpaar zwischen Oldenburg und Brake, das beiden Städte jeweils um 13.30 Uhr verließ erfreute sich noch großer Beliebtheit. Erst am 30.09.1961 wurde der Personenzugverkehr dann ganz eingestellt und es verkehrten nur noch Busse der Deutschen Bundesbahn auf der Strecke, die Fahrzeiten wurden unter der Nr. 2221/36 (Nordenham – Brake – Oldenburg) im Amtlichen Omnibus-Kursbuch der Bahnbus- und Postomnibuslinien geführt. Auch der Personennahverkehr zwischen Ocholt und Cloppenburg wurde bereits vor der Einstellung 1968 des Personenzugverkehrs  überwiegend mit Bahnbussen (Nr. 2200/3) durchgeführt, lediglich ein Personenzug fuhr bis zuletzt noch werktäglich von Oldenburg kommend über Friesoythe nach Cloppenburg und zurück.

Im Jahre 1967 wurde unter der Kursbuchnummer 2221/17 noch die Omnibuslinie Bremen – Oldenburg – Leer – (Groningen) geführt, aus der bereits erwähnten Werbeanzeige der DB geht hervor, dass es 1957 neben der  Bahnbusstrecke Oldenburg - Bremen auch eine von Oldenburg über Westerstede nach Leer bzw. Aurich führende Omnibusstrecke gab. Ob die DB ab Leer weiter nach Groningen fuhr oder die Strecke Bremen - Groningen noch von der Kraftpost befahren wurde ist mir nicht bekannt.

Von den noch 1951 von Privatunternehmern betriebenen Buslinien nach Oldenburg verblieb nur die Strecke Varel – Wiefelstede – Oldenburg der Fa. Imken übrig. Die übrigen Überlandstrecken waren von Post und Bahn übernommen oder eingestellt worden. Während sich das Busunternehmen Arthur Lückemeyer auf den Kraftbusverkehr im Landkreis Wesermarsch konzentrierte, fuhren andere Unternehmer wie Hilgen und Wissgott (Wüsting) später im Auftrage von Post und Bahn.

Kraftpostbus mit
Anhänger vor dem
HBF Oldenburg um
1958

Im Jahre 1953 entstand hinter der Hauptpost an der Poststraße ein Kraftpostbahnhof, der als Ein- und Umsteigestelle für Postkraftbusse diente.

Die Garagen für die Postbusse befanden sich in Oldenburg auf dem Grundstück Am Festungsgraben 49. Bereits um 1931 hatten sich hier die Garagen und Werkstätten der Reichspost befunden. Im Jahre 1965 wurde die Kraftpost der Deutschen Bundespost in Postreisedienst umbenannt.

Um 1970 gab es folgende Postomnibusverbindungen:

Oldenburg - Barghorn

Der Postbus von Oldenburg über Bornhorst – Moorhausen – Gellen – Moordorf – Butteldorf – Huntdorf – Burwinkel – Dalsper – Eckfleth – Bardenfleth – Nordmoor – Neuenbrok nach Barghorn fuhr laut Fahrplan in Oldenburg von der Haltestelle Staulinie ab.

Oldenburg - (Edewecht-Westerscheps oder Friesoythe-Harkebrügge) - Barßel

Diese Postlinie von Oldenburg nach Westerscheps führte von Oldenburg über – Wildenloh – Friedrichsfehn – Jeddeloh I – Nordedewecht – nach Edewecht, von dort aus ging es über Südedewecht – Osterscheps – Holtange weiter nach Westerscheps. Im Winter 1970/71 fuhren werktäglich 4 Busse (sonntags 3) nach Westerscheps, während 2 (Sa 1) bereits in Südedewecht endeten. Ein Postbus aus Oldenburg fuhr 1970/71 von Edewecht aus über Süddorf – Edewechterdamm – Altenoythe weiter nach Friesoythe. Die übrigen Postbusse in Richtung Friesoythe – Kampe – Harkebrügge – Lohe – Barßel fuhren dagegen die Route über die Küstenkanalstraße, die von Oldenburg aus über Moslesfehn – Klein-Scharrel – Jeddeloh II – Husbäke - nach Edewechterdamm verlief. Von dort aus ging es über Altenoythe weiter in Richtung Friesoythe.

Oldenburg – Kampe – Elisabethfehn West

Auch die Postbusse nach Elisabethfehn fuhren über die Küstenkanalstraße von Edewechterdamm aus fuhren die Busse weiter über Ahrendsdorf – bis nach Kampe oder weiter über – Kamperfehn – Reekenfeld – Südelisabethfehn nach Elisabethfehn-West. Von Kampe aus fuhr nachmittags einer der aus Oldenburg kommenden Postbusse nach Barßel weiter.

Oldenburg – Achternmeer – Wardenburg - Bösel - Friesoythe

Die Postbusse fuhren von Oldenburg aus über Hundsmühlen – Achternmeer – Habern – Hülsberg – Osterloh – Bösel – nach Friesoythe. Für die Weiterfahrt über Ellerbrok – Neuvrees – Gehlenberg – Neulorup – Hilkenbrook – Esterwegen – Breddenberg nach Lorup, musste nun aber in Friesoythe umgestiegen werden. Eine weitere Postbuslinie führte von Oldenburg über Hundsmühlen – Wardenburg – Oberlethe – Achternholt – BenthullenPetersdorf – Aumühle – Osterloh – Bösel – Westerloh – Schlinghöhe nach Friesoythe.

Oldenburg – Wardenburg – Littel - Garrel

Diese Postbusse nach Wardenburg fuhren von Oldenburg aus über Osternburg – Kreyenbrück - Tungeln oder über Eversten - Hundsmühlen – Tungeln nach Wardenburg Post, teilweise verkehrten die Busse ab Tungeln auch über Achtermeer und Oberlethe nach Wardenburg. Soweit dort nicht Endstelle war, ging es entweder über Astrup und Höven weiter nach Westerburg, oder über Oberlethe und Achternholt weiter nach Benthullen, oder von Wardenburg aus nach Littel Beverbrok – und teilweise über Nikolausdorf sogar bis nach Garrel weiter.

Oldenburg - Kirchhatten - Wildeshausen

Die Postbusstrecke Oldenburg - Osternburg – Tweelbäke-Borchersweg - Tweelbäke-Gebken – Hatterwüsting - Kirchhatten – Sandhatten führte nun weiter über Neerstedt – Dötlingen bis nach Wildeshausen. Im Fahrplan 1970/71 verkehrte diese Linie jedoch nur noch einmal an Werktagen. Zweimal täglich verkehrte der Postbus dagegen auf der Strecke Oldenburg über Osternburg – Tweelbäke-Borchersweg - Tweelbäke-Hemmelsberg – Altmoorhausen – Tiefengrund – Munderloh - Kirchhatten – Sandhatten – Neerstedt – Dötlingen – Wildeshausen. An Werktagen gab es zwischen Oldenburg und Sandhatten noch zwei zusätzliche Fahrten, am Donnerstag fuhr ein Postbus statt ab Sandhatten ab Kirchhatten nach Oldenburg.

Oldenburg - Westerstede

Die Strecke 2171 wurde 1970/71 bereits als Gemeinschaftsverkehr Bahn/Post gefahren, nur noch "einmal" werktags verkehrte ein Postbus von Oldenburg über Ofen – Wehnen - Westerholtsfelde – Aschhauserfeld – Aue – Gristede – Helle – Bad Dreibergen – Elmendorf – Langebrügge – Klein Garnholt -  Gießelhorst – Hüllstede nach – Westerstede. Er fuhr montags bis freitags um 18.05 von Oldenburg aus und erreichte Westerstede um 18.54 Uhr, der aus Richtung Westerstede werktags um 6.35 nach Oldenburg fahrende Bus erreichte sein Ziel um 7.20 Uhr. Im Fahrplan wird aber noch ein weiterer von Oldenburg kommender Bus aufgeführt, der aber über Bad Zwischenahn und Rostrup fuhr, die Zeiten der Weiterfahrt nach Westerstede, waren jedoch nur unter dem Bahnbus-Fahrplan 2170 zu finden. Mittags fuhr noch ein Bus von Elmendorf (14.30) nach Gristede (14.38). Der frühere Streckenabschnitt Westerstede - Burgforde – Linswege – Jührdenerfeld – Eggeloge – Halsbek wurde 1970/71 nicht mehr von den aus Oldenburg kommenden Bussen bedient. Der reduzierte Busbetrieb auf dieser Strecke, erklärt sich damit, dass in Zusammenhang mit der Aufgabe der Eisenbahnverbindung nach Westerstede es inzwischen eine Bundesbahn-Omnibusstrecke, die von Oldenburg aus über Wehnen – Westerholtsfelde – Kayhauen – Bad Zwischenahn – Rostrup – Torsholt – Fickensolterfeld nach Westerstede führte existierte, die teilweise von Westerstede aus über Moorburg – Großsander - Remels – Wiesmoor nach Aurich oder über Westerloy - Espern - Apen nach Augustfehn oder über Mansie - Lindern nach Ocholt weiterführte. Zwei der Fahrten in Richtung Westerstede führten täglich statt über Wehnen über Petersfehn/Kayhauserfeld und eine über Dreibergen. Die Busse von Oldenburg nach Aurich und einer nach Augustfehn hielten übrigens nicht an allen Stationen.

Durch die Umstellung des Personenverkehrs auf vielen Bahnstrecken von Schiene auf Straße und durch Übernahme von Lizenzen privater Unternehmer (z.B. 1972 von Pekol im Jeverland) dehnte sich das Autobusnetz der Deutschen Bundesbahn erheblich aus, so dass es nun auch zu Überschneidungen mit den Buslinien der ebenfalls bundeseigenen Deutschen Bundespost kam.

Bereits 1971 wurden die Busse von Bahn- und Post zu einer Omnibusverkehrs-gemeinschaft Bahn/Post mit der Zentralstelle in Frankfurt/Main zusammenge-führt, diese war aber eine reine Planungsgesellschaft, der Betrieb verblieb bei der Deutschen Bundesbahn und der Deutschen Bundespost. In den siebziger Jahren verkehrten vom Oldenburger Hauptbahnhof folgende Bundesbahn-Autobuslinien:

2741 Oldenburg – Wardenburg - Sage – Ahlhorn (Cloppenburg) – Schneiderkrug – Langförden – Calveslage – Vechta – Marienheim – Lohne – Damme;

2161 Oldenburg  - Neuenwege – Wüsting – Oberhausen – Holle – Bäke – Buttel – Neuenhuntdorf – Huntebrück – Berne – Hurrel – Hude – Oldenburg – Wüsting – Hude;

2162 Oldenburg – Etzhorn – Wahnbek – Neusüdende – Loyerberg – Loyermoor – Großenmeer – Barghorn – Oldenbrok – Petershörne – Logemannsdeich – Brake – Alse – Rodenkirchen – Hartwarden – Esenshamm – Ellwürden – Nordenham (- Blexen 1970//71);

2170 Oldenburg  - (Wehnen – Westerholtsfelde) oder (Petersfehn - Kayhauserfeld) – Kayhausen – Bad Zwischenahn – Rostrup – Torsholt – Fickensolterfeld - Westerstede – (a: Moorburg – Großsander - Remels – (-Wiesmoor) - Aurich, b: Westerloy - Espern - Apen - Augustfehn, c: Mansie - Lindern - Ocholt);

2177  Oldenburg  Ahlhorn – Lethe - Cloppenburg [- Werlte/Löningen];

2199 Oldenburg - Wahnbek – Neusüdende – Rastede – Liethe – Lehmden – Hahn - Beckhausen – Heubült – Jaderberg – Neuenwege – Varel Sande (- Bensersiel).

Büssing-Postbus an der Poststraße beim Hallenbad in den 60ern Foto: A.Stolle

Die Kraftpost-Omnibusse fuhren 1975 ab Oldenburg HBF oder Hauptpost (Hallenbad) folgende Strecken:

2171 Oldenburg HBF – Ofen – Wehnen - Westerholtsfelde – Aschhauserfeld – Aue – Gristede – Helle – Bad Dreibergen – Elmendorf – Langebrügge – Klein Garnholt -  Gieselhorst – Hüllstede – Westerstede;

2176 Oldenburg HBF – Osternburg – Tweelbäke,Borchersweg - [Tweelbäke Hemmelsberg – Altmoorhausen – Tiefengrund – Munderloh /oder/ Tweelbäke Gebken – Hatterwüsting] - KirchhattenSandhatten – Neerstedt – Dötlingen – Wildeshausen;

2181 Oldenburg HBF – Eversten/Hundsmühlen oder Osternburg/Kreyenbrück – Tungeln – Wardenburg-Post/a: - Astrup – Höven – Westerburg (- Sanum) /b: - Oberlethe – Achternholt – Benthullen – Petersdorf – Aumühlen – Osterloh – Bösel – Westerloh – Schlingshöhe – Friesoythe  / c: - Littel – Beverbrok – Nikolausdorf – Garrel;

2182 Oldenburg  HBF– Eversten oder Osternburg/Kreyenbrück  –  Südmoslesfehn – Klein Scharrel – Jeddeloh II – Husbäke oder [ über Edewecht – Süddorf] – Edewechterdamm – Ahrendsdorf – Altenoythe – Friesoythe [- Kampe – HarkebrüggeLohe – Barßel];

2184 Oldenburg HBF – Wildenloh – Friedrichsfehn – Jeddeloh I – Nordedewecht – Edewecht – Südedewecht – Osterscheps – Holtange - Westerscheps;

2185 Oldenburg HBF - Eversten - Moslesfehn – Scharrel – Jeddeloh II – Husbäke – Edewechterdamm – Ahrendsdorf – Altenoythe –  Kampe – Kamperfehn – Reekenfeld – Süd-Elisabethfehn – Elisabethfehn-West – Harkebrügge – Lohe – Barßel;

2173 Oldenburg Hallenbad – Ohmstede – Bornhorst - Moorhausen – Gellen - Moordorf – Butteldorf – Huntorf – Burwinkel – Dalsper – Eckfleth – Bardenfleth – Nordermoor – Neuenbrok – Barghorn.

Im Oldenburger Land verkehrten außerdem noch die Post-Linien 2183 Friesoythe – Ellerbrock – Neuvrees – Gehlenberg – Neulorup – Hilkenbrook – Esterwegen – Breddenberg - Lorup (Werlte) und 2172 Rastede - Leuchtenburg – Nuttel - Wiefelstede – Gristede – Helle – Elmendorf - Rostrup – Bad Zwischenahn - Specken – Ekern – Portslage - Edewecht – Süd Edewecht.

Außerdem fuhr vom Bahnhofsplatz der "Landomnibus" der Firma Imken auf der Strecke:

2198 Oldenburg – Metjendorf – Heidkamp – Neuenkruge – Borbek – Bokel – Nuttel – Wiefelstede – Mollberg – Dringenburg – Spohle – Conneforde – Almsee – Altjührden – Bramloge – Obenstrohe – Varel.

Bis in die 80er Jahre waren die Überlandbusse nicht berechtigt innerhalb des Stadtnetzes der Oldenburger Vorortbahnen Pekol Personen, die nur den innerstädtischen Nahverkehr nutzen wollten, mitzunehmen. Daher dienten viele Kraftpost/Bahnbusstationen nur zum Aus- oder Einstieg. Die Haltestellen der Bussysteme lagen teilweise nicht an der gleichen Stelle. In der Stadt Oldenburg gab es 1975 folgende Postbushaltestellen: Oldenburg -Hauptbahnhof, -Post, -Hallenbad, -Schlosswall, -Pferdemarkt, -Weser-Ems-Halle, -Staatstheater, -Ammerländer Hof, -Universität, -Damm, -Hundsmühlerhöhe, -Bornhorst; Eversten -Hauptstraße, -Zum grünen Jäger, -Zum grünen Kranze, -Wolfsbrücker Weg; Kreyenbrück -Alte Wache, -Klingenbergstr., -Hepp; Nordmoslesfehn -Theilmann, -Brelage; Ohmstede-Brauerei; Osternburg -Wunderburg, -Bahnhof, -Schütte, -Neuer Friedhof; Wildenloh -Osterkampsweg, -Kracke, Tweelbäke -Borchersweg. Sowie folgende Bahnbushaltestellen: Oldenburg -Hauptbahnhof, -Hallenbad, -Hauptzollamt, -Bremer Str., -Etzhorn/Patentkrug, -Nadorst/Willers, -Stubbenweg, -Weißemoorstraße, -Ackerstraße, -Am Stadtmuseum; Bloherfeld -Brüggemann, -Bloherfelder Hof, -Kreuzung; Kreyenbrück-Krankenhaus. Die Busse von Imken hielten in Oldenburg an den Stationen Oldenburg –HBF, -Theater, -Hertie, -Melkbrink. Kurios daran war, das einige Stationen Bezeichnungen trugen, die schon zu der Zeit lange überholt waren.

Im Jahre 1983 wurde im Weser-Ems-Gebiet der Postreisedienst und Busse der Deutschen Bundesbahn zu einem Unternehmen zusammen gefasst. Die gelben Postbusse erhielten zunächst das DB-Emblem und verschwanden nach und nach aus dem Stadtbild. Die Busse erhielten die rote Lackierung der Bahnbusse Im August 1988 erfolgte die Ausgliederung des GBB Weser-Ems aus dem Geschäftsbereich der Bahn und als eines von vier Pilotprojekten der Privatisierung wurde die Weser-Ems-Bus GmbH gegründet, die am 01.10.1988 ihren Betrieb aufnahm.

Zum 01.06.1988 war bereits die Verkehrsgemeinschaft Oldenburg wirksam geworden, VWG (bis 1985 OVB Pekol), WEB und Imken boten nun das Angebot an, das eine Reihe von Gemeinschaftshaltestellen beliebig zum Ein-,Aus- und Umsteigen genutzt werden konnten. Der Fahrschein wurde beim Umsteigen in einem Partnerbus mit einem Rabatt von 1 DM in Zahlung genommen. Im Jahre 1996 wurde der ZVBN Zweckverband Verkehrsverbund Niedersachsen Bremen gegründet, in dessen Bereich die gleichen Fahrscheine gelten und nun auch alle Busse und Nahverkehrszüge des ZVBN genutzt werden können.

Im Jahre 1998 richteten die WEB, die VWG und die Verkehrsbetriebe Wesermarsch GmbH (hervorgegangen aus dem Busbetrieb von Arthur Lückemann.) die Schnellbuslinie Weser Sprinter ein, die Oldenburg mit Bremerhaven verbindet.

Weser-Ems-Bus auf dem Heiligen-geistwall kurz vor der Station Lappan im Mai 2010 ©KD Stolle


Heute verkehren folgende Überlandbuslinien von Weser-Ems-Bus bzw. Imken ab Oldenburg ZOB:

270 "Hunte-Sprinter" Oldenburg - Kirchhatten – Dötlingen – Wildeshausen

      An Sonn- und Feiertagen fahren die Busse der Linie 270 auch über
      Sandhatten, allerdings werden nur drei Fahrten in jeder Richtung
      gefahren. An Werktagen fahren dagegen 15 Busse die Strecke
      Oldenburg - Wildeshausen und zurück, 2 Busse befahren nur den
      Abschnitt Oldenburg - Kirchhatten und zurück (Stand 2011).

280 Oldenburg – Wardenburg – Oberlethe - Benthullen - Bösel – Friesoythe
       
An Sonn- und Feiertagen wird nur der Streckenabschnitt Oldenburg
      bis Wardenburg befahren, unzwar von der Linie 14 Hundsmühlen
      der VWG Oldenburg. Die Linie fährt von ihrem Endpunkt Am Vogelbusch
      
weiter bis Wardenburg, Marktplatz. Lediglich um 23.40 fährt ab
      Wardenburg ein WEB-Bus über Kreyenbrück nach Oldenburg. 

       In Wardenburg Anschluss nach Littel (287) oder weiter nach Garrel (288)

289 Oldenburg  – Achternmeer – Wardenburg (werktags)

330 Oldenburg – Metjendorf - Wiefelstede – Conneforde [Imken]]
      
(nur werktags)

340 Oldenburg – Wahnbek - Neusüdende - Rastede – Hahn - Jaderberg
       
(nur werktags)

350 Oldenburg – Ofen - Bad Zwischenahn – Westerstede (werktags)

380 Oldenburg – Friedrichsfehn - Edewecht – Westerscheps -
      Harkebrügge - Barßel  "Vehne-Sprinter"  (werktags)

     (in Barßel teilw. Direktanschl.nach Cloppenburg   S90, 900)

389 Westerstede – Bad Zwischenahn – Edewecht – Oldenburg und zurück
      Diese Linie fährt nur Sonn- und Feiertags und ersetzt die Linien
      350 und 380, die Strecke wird an diesen Tagen 3 mal befahren.

460 Oldenburg – Eckfleth - Bardenfleth – Barghorn - Großenmeer (werktags)

440 „WeserSprinter“
       Oldenburg – Brake – Rodenkirchen - a) Nordenham – Blexen /
       b) Wesertunnel - Bremerhaven (an allen Tagen)

910 „HanseSprinter“
       Oldenburg – Edewechterdamm – Altenoythe - Friesoythe (werktags)
       (in Süddorf direkt Anschluss Linie 905 Süddorf - Elisabethfehn - Barßel)


S 35 "RhodoSprinter" Schnellbus
        Oldenburg  - Westerstede (werktags)

Außerdem verkehren ab ZOB Oldenburg noch die Nachteulen N21 über Sandkrug - Kirchhatten; N25 über Wardenburg - Großenkneten nach Wildeshausen; N31 über Wiefelstede - Rastede; N32 über Westerstede nach Tange und die N34 über Edewecht nach Tange.

Nur an Schultagen fahren folgende Weser Ems Busse nach Oldenburg und zurück:

266 Huntlosen - Westerburg - Oldenburg (ZOB)

252 Hude - (Wüsting / Vielstedt - Kirchkimmen) – Oldenburg (Graf-Anton-Günther Schule)

256 Delmenhorst - Bookholzberg - Hude - Hurrel – Oldenburg (Waldorfschule)

Übersicht der ZVBN-Strecken

Der nicht zum ZVBN gehörende Public-Express fährt von Bremen über Oldenburg nach Groningen. Der Kopf dieser Busse ist übrigens gelb lackiert, genauso wie die der Busse der VWG.

Aber bereits in den 60er Jahren gab es eine Fernbuslinie, die auch in Oldenburg Station machte, in den Sommermonaten gab es einige Jahre lang die Europabusstrecke Hamburg – Bremen – Oldenburg – Bad Zwischenahn - Leer – Bunderneuland – Groningen – Harlingen – Den Oever – Amsterdam – Noordwijk – Katwijk – Schneveningen. Laut Kursbuch vom Sommer 1967 verkehrten damals in der Zeit vom 27.05. und 03.09. jeden Samstag und zwischen 02.07. und 03.09. auch jeden Sonntag Busse. An den jeweiligen Endpunkten startete der Bus um 7.30 Uhr und sollte planmäßig um 20.10 Uhr sein Ziel erreichen. Auf der 598 km langen Strecke war für die Zeit 13.15/13.20 bis 14.20 eine Rastpause in Groningen vorgesehen. Der Bus aus Hamburg erreichte Oldenburg um 10.05, der Bus nach Hamburg um 17.30 Uhr. Im Winterhalbjahr verkehrte auf dieser Strecke kein Europabus.

Seit 1998 betreibt auch die Wilhelmshavener Firma Fass unter dem Namen  Jadeexpress die  innerdeutsche Fernlinie Wilhelmshaven – Oldenburg – Berlin. Bereits 1993 wurde eine Fernlinie in den Harz eröffnet. Bereits 1993 wurde eine Fernlinie in den Harz eröffnet. In einem Artikel vom 07.08.2010 hatte die NWZ  davon berichtet, dass die Bahn-Tochter BEX bereits eine durchgehende Fernbusverbindung von Stuttgart nach Oldenburg beantragt hat. Im Juni 2011 hat die Deutsche Bahn aber überraschend auf einen weiteren Ausbau des Fernbusverkehrs verzichtet.

Auchim Oldenburger Land gib es heute übrigens auch Bürgerbusse, dies sind Kleinbusse, dievon ehrenamtlichen Mitbürgern gefahren werden, um bestehende Lücken desöffentlichen Personennahverkehrs auszugleichen. Folgende Bürgerbusse findet manim Bereich des VBN.



Im Rahmen der Serie Berliner Verkehrsmittel der Deutschen Bundespost Berlin erschien am 30.04.1973 auch diese 20 Pf-Marke mit einem Oberleitungsbus.

Neues von der Deutschen Post erfährt man hier

Oldenburger Briefmarken

Im Januar 1852 schloss sich das Großherzogtum Oldenburg dem Deutsch-Österreichischen Postverein an. Dies hatte die unverzügliche Einführung eigener Briefmarken zur Folge. In einer Regierungsbekanntmachung vom 18. Dezember 1851 hieß es dazu: "Auf den Frankomarken ist der Wert derselben auf einem Schilde unter dem Oldenburg-Delmenhorster Hauswappen mit einer Krone, in Bruchteilen des Thalers und auf einem Bande an der rechten Seite des Schildes in Silbergroschen, an der linken Seite in Groten angegeben. Unter dem Schilde befindet sich auf einem Bande die Bezeichnung Oldenburg". Im Steindruck-verfahren auf farbigem Papier ging die erste Markenausgabe Oldenburgs bei der Stallingschen Buch- und Steindruckerei zu Oldenburg in Auftrag. Erstausgabetag war der 5. Januar 1852. Allerdings erschien nicht an diesem Tag etwa die Nr. 1, sondern gleich die Nummern 2 und 4. Die Erklärung dafür ist aber ganz einfach: Bei abgeschlossenen Sammelgebieten listet der Michel-Katalog den jeweils kleinsten Nennwert einer Markenserie als Nr. 1, und das ist in diesem Fall eben die am 30. Januar 1855 erschienene 1/3-Silbergroschen-Marke. Oldenburg trat wie die meisten deutschen Staaten 1857 dem Münzvertrag bei, der für die bisherige Einteilung des Thalers in 72 Groten die einheitliche Rechnung nach Groschen einführte. Neben dieser Veränderung wurde auch an der Gestaltung des Postwertes gefeilt: Die Marken zu 1/3, 1, 2 und 3 Groschen unterschieden sich zum einen in der Farbgebung - die Palette reichte von schwarz auf grün, blau, indigo, rosa bis hin zu schwarz auf gelb - und zum anderen in der zentraleren Lage des Wappens, welches, von nun an durch die Symbole der Landesteile Lübeck, Jever und Birkenfeld ergänzt, dem Anspruch eines Staatswappens entsprach. Die aktive Markenzeit Oldenburgs endete, wie in so vielen anderen altdeutschen Ländern, mit dem 1. Januar 1868. Anstelle der Verwendung eigener Briefmarken galten von nun an die Postwertzeichen des Norddeutschen Postbezirks.

Links: gezähnter Block von 1948 mit  Motiven Schloss Jever - Schloss Oldenburg - Linoleumwerk Delmenhorst - Rathaus Wilhelmshaven  Rechts:Marke 1852 - Marke 1928 - Marke 1945

Im Jahre 1928 gab die Deutsche Reichpost im Rahmen der Wappenserie „Nothilfe“ auch eine Marke mit dem Wappen des Freistaates Oldenburg heraus. Eine der letzten Marken die vor Ende des zweiten Weltkrieges erschien, war die am 06. Januar 1945 herausgegebene Marke zum 600 Jubiläum der Stadt Oldenburg. Die 1948 aus 2 Blocks bestehende Ausgabe „ Landeshilfe Oldenburg des Deutschen Roten Kreuzes“ kam leider nicht zur Ausgabe. Es gibt gezähnte und geschnittene Blockpaare.

Links geschn. Block 1948 mit Motiven aus den Kreisen Vechta, Wesermarsch, Cloppenburg und Ammerland - Rechts Marke 1852 - Marke 1859 - Unten Marken 2006 Mailexpress Schloss und Lappan

Die Deutsche Bundespost bzw. Deutsche Post AG gab bisher keine Marken zum Thema Oldenburg heraus. Der im Oldenburger Land tätige Briefverteiler Mailexpress bietet jetzt jedoch eigene Marken mit Oldenburgmotiven (Oldenburg mit Lappan, Schloss Oldenburg, Palais Rastede, Kirche Bad Zwischenahn) an.

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