A. Kraftomnibuszeit - Überlandstrecken im Oldenburger Land


1895 Erster Linienbetrieb mit Motoromnibus in Butjadingen


Am 18. März 1895 nahm die erste Kraftomnibus-Linie der Welt ihren Betrieb auf, sie bediente mit einem Benz-Hotelwagen, die 15 Kilometer lange Strecke zwischen Siegen - Netphen - Deuz. Fast hätte der motorisierte Busverkehr aber im Oldenburger Land begonnen. Die Butjadinger Zeitung berichtete am 18.12.1894 darüber, dass der Fuhrunternehmer Janßen ein 3,50 m langes und 2 m breites Fahrzeug zum Preis von 5.000 Mark bei der Mannheimer Fabrik von Carl Benz bestellt hätte. Obwohl die Bestellung der Netphener Omnibus AG erst am 19.12.1984 erfolgte, war dieses Fahrzeug eher fertig, da die Benz-Arbeiter, die den Bus für Janßen bauten, während einer Grippewelle erkrankten.
Die Bestellung der Motorwagen erfolgte erst nachdem sich die Stadt Wilhelmshaven bereit erklärt hatte die Motorwagenverbindung mit jährlich 350 Mark zu subventionieren. Dafür hatte sich der Unternehmer Janssen bereit erklärt 3 mal täglich zwischen Nordenham und Eckwarderhörne zu verkehren, wo der städtische Dampfer „Eckwarden“ für den Anschluss nach Wilhelmshaven sorgte. Laut Fahrplan vom 14.03.1895 war die Motorwagenverbindung ab 01.04 bis 30.04. mit 2 Fahrten eingeplant. Laut Fahrplan vom 18.04. 1895 wurde die Strecke erst am 21.04.1895 offiziell eröffnet  und fuhr zunächst 2 mal täglich die Strecke Nordenham bis Eckwarderhörne, ab 01.05.1895 gab es täglich 3 Fahrten.


Laut eines Berichtes der NWZ nahm am 15.04.1895 die Kraftbuslinie den Betrieb auf. Die Strecke führte von Nordenham Bahnhof über Atens, Ellwürden, Abbehausen, Stollhamm, Iffens und Eckwarden nach Eckwarderhörne, wo die Fähre nach Wilhelmshaven ablegte. Dieser Kraftbusverkehr wurde aber aufgrund von Protesten der ansässigen Landwirte bereits am 08.03.1896 vom Amt Butjadingen wieder verboten. Zu dieser Zeit war zwischen Siegen und Deuz die Omnibuszeit bereits wieder vorbei, obwohl am 01.07.1895 noch ein zweiter Bus beschafft worden war, musste dieser Betrieb bereits am 20.12.1895 aus ähnlichen Gründen wie in Butjadingen, eingestellt werden. Bis die Butjadinger Bahn 1909 ihren Verkehr aufnahm verkehrten zwischen Nordenham und Eckwarderhörne nur noch Pferdeomnibusse.


Auch in Stedingen wurde im Frühjahr 1895 die Gründung einer Motorwagen Gesellschaft Berne-Lemwerder-Vegesack beschlossen, seit 22.05.1895 gab es bereits zweimal täglich zwischen Berne - Lemwerder und Vegesack regelmäßige Fahrten. Die Fahrten waren so angelegt, das in Berne ein Anschluss an die nach Hude abgehenden Züge bestand. Der Motorwagen fuhr ab 01.06.1895 täglich 3 mal, der Betrieb war befriedigend, allerdings kamen unerhebliche Störungen vor. Der Wagen wurde viel genutzt und man bedauerte das er nicht Platz für mehr Personen hatte. Die angemeldete Firma wurde dann aber als „Transportgesellschaft Berne-Lemwerder-Vegesack“ ins Handelsregister eingetragen. So konnte statt eines Motorwagens auch jedes andere Verkehrsmittel eingesetzt werden. Am 10.12.1895 wurden die Fahrten mit den Motorwagen bereits wieder eingestellt, auch hier hatte es Widerstand in der Landbevölkerung gegeben.  Am 16.01.1896 stimmte die Mehrheit der Aktionäre für die Auflösung der Gesellschaft, der Motorwagen wurde am 07. April zunächst an einem Herrn von auswärts für 1.800 Mark verkauft, aber unter der Bedingung das von der zuständigen Behörde die Genehmigung zum Fahren von Motorwagen erteilt werde. Letztlich wurde der Motorwagen endgültig im Juli 1896 an ein Konsortium nach Lüchow verkauft.

1905 Beginn der Kraftpostzeit in Deutschland

Die erste Kraftpostbuslinie in Deutschland wurde ab dem 01.06.1905 zwischen Bad Tölz und Lenggries von der Postverwaltung des Königreichs Bayern eingerichtet. Im alten Reichspostgebiet wurde am 16.06.1906 die erste Überlandlinie zwischen Friedberg und Ranstedt in Hessen eingerichtet. Aber bereits am 05.06.1904 hatte Heinrich Büssing eine Omnibuslinie zwischen Wendeburg und Braunschweig eingerichtet, die einige Monate später die Oberpostdirektion Braunschweig veranlasste einen Vertrag über die Beförderung von Postsachen abzuschließen, so dass die Omnibuslinie Wendeburg – Braunschweig auch den Anspruch erhob, als erste erfolgreiche Kraftpost-Omnibuslinie der Welt zu gelten, obwohl es eigentlich eine private Autobuslinie war. Die von der Kraftpost eingesetzten Personenbusse hatten Briefkästen an Bord, in die Post eingeworfen werden konnte. Ihre Blüte erlebte die Kraftpost in den 20er und 30er Jahren als der ländliche Raum erschlossen wurde. Allerdings entwickelte sich der Kraftpostverkehr wegen des im norddeutschen Flachland vorhandenen dichten Eisenbahnnetzes nicht so schnell wie im Süden.


1907 - 1914  Erste Kraftomnibusse im Oldenburger Land


Auch im Oldenburger Land setzte man auf die Eisenbahn, es gab nur wenige  Versuche von Privatleuten mit den neuentwickelten Kraftomnibus hier einen Personennahverkehr aufzubauen.


- Wardenburger Automobil-Gesellschaft -


In Wardenburg hatte der Wirt Johannes Lüschen in seiner Gastwirtschaft eine Postagentur eingerichtet. Von dort aus fuhr der Postillion Diedrich Wegener seit 1895 mit der Fahrpost-kutsche, in der zwei bis drei Personen mitfahren konnten, täglich eine Tour nach Oldenburg und zurück. Wer mit dem Zug nach Oldenburg reisen wollte, musste den Bahnhof Sandkrug in der Nachbargemeinde Hatten nutzen. Die Tatsache das sich Wardenburg bei der Planung der Eisenbahnstrecke Oldenburg - Osnabrück gegen einen Bahnhof auf Gemeindegebiet ausgesprochen hatte, was wohl auch an dem erforderlichen Kostenbeitrag von 12.000 DM gelegen hatte, wirkte sich in der Folgezeit negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde aus. Daher ist es nicht verwunderlich, dass eine der ersten Busverbindungen im Großherzogtum von der „Wardenburger Automobil-Gesellschaft“ betrieben wurde. Diese Genossenschaft wurde von 150 Bürgern gegründet, die jeweils mit 500 Mark hafteten. Von diesem Kapital konnten zwei Omnibusse der Firma Benz in Gaggenau (Baden) gekauft werden. Eingesetzt wurden sie auf der Strecke:


Wardenburg - Tungeln - Kreyenbrück - Osternburg - Oldenburg.


Die Strecke führte von Wardenburg über Oberlethe – Tungeln – Kreyenbrück – Osternburg durch die Stadt Oldenburg (Heiligengeiststr., Rosenstr.) zum Bahnhof und zurück. Für Gesellschaftsfahrten standen die Wagen für jede beliebige Strecke zur Verfügung, dafür sollte man mit den Geschäftsführer in Wardenburg oder Herrn Gramberg in Oldenburg am Markt Kontakt aufnehmen. Jährlich nutzten etwa 25.000 Fahrgäste das Angebot, da dies für einen wirtschaftlichen Betrieb nicht ausreichte, waren Zuschüsse der Kommunen erforderlich.
Über diese Busverbindung findet man auch in dem 1970 erschienenen Buch "Im Spiegel der Zeit - 700 Jahre Wardenburg" einen interessanten Beitrag von Carl Popken. Danach kam es auf Betreiben des Gemeindevorstehers Diedrich Dannemann 1907 zur Gründung einer Genossenschaft mit 150 Genossen aus verschiedenen Orten der Gemeinde. Die Ver-handlungen mit der Postdirektion verliefen günstig, so dass die Genossenschaft am 01.04.1907 den Auftrag erhielt die Postsachen zu befördern, was immerhin eine zusätzliche Einnahme von 1.500 Mark pro Jahr bedeutete. Es wurden zwei Busse mit 20 Sitzen bestellt, die in Bremen eintrafen und vom Vorstand und Aufsichtsrat abgeholt wurden. Auch Vertreter der oldenburgischen Behörden und Redakteure der "Nachrichten für Stadt und Land" sollen zu dem Ereignis in Wardenburg erschienen sein, um am Festessen und großen "Kommers", das im Saal des Gastwirtes Lüschen statt fand, teilzunehmen.  Die "Nachrichten" berichteten, das am 07.09.1907 die beiden blitzeblanken mit Blumenschmuck geschmückten rotlackierten Autobusse bei dem noch in baubefindlichen  Grambergschen Gasthaus „Zum deutschen Hause“ am Marktplatz in Oldenburg um 15.00 Uhr vorfuhren. Hier nahmen sie die von der Automobilgesellschaft geladenen Gäste auf, mit denen sie die erste Fahrt auf der neuer Strecke nach Wardenburg unternahmen. Vom Marktplatz ging es durch die engen Straßen zum Bahnhof und statt über den Pferdemarkt, wie der Verlauf der Linie eigentlich vorgesehen war, wegen der unpassierbaren Heiligengeistbrücke  durch die Osterstraße in die Lange Str. bis zum Markt und weiter durch Osternburg in Richtung Wardenburg. Die ersten Fotos wurden vor Lüschens Gasthaus in Wardenburg gemacht, die 50 Zentner schweren Wagen kosteten je 16.000 Mark, wegen der Verzögerung bei der Lieferung um 67 Tage musste die Süddeutsche Automobilfabrik Gaggenau eine Konventionalstrafe von 3.350 Mark zahlen. Der erste Fahrplan sah täglich 3 bis 4malige Personenbeförderung vor, mittwochs, sonnabends, sonntags und an Festtagen gab es ab Wardenburg um 7.00, 10.10, 17.00, 21.00 Uhr und ab Oldenburg um 9.00, 14.30, 18.50, 22.10 Uhr Fahrten. An den anderen Wochentagen fuhren die Busse ab Wardenburg um 7.00, 10.10, 21.00 Uhr und ab Oldenburg um 9.00, 16.10, 22.10 Uhr.
Für die beiden Fahrzeuge gab es eine Garage gegenüber dem damaligen Wardenburger Schützenhof. Nach alten Niederschriften zu urteilen, muss laut Popken, die Benutzung in der ersten Zeit sehr gut gewesen sein, die Busse seien danach immer voll besetzt gewesen.
Da der Posthof in Oldenburg von Ölflecken verunziert wurde und der Benzingeruch störte, kündigte jedoch die Post im November 1909 den Postsachentransportvertrag. Wie Carl Popken weiter ausführt sollen die Busse  damals von Wardenburg über Oberlethe, Tungeler Damm nach Oldenburg gefahren sein. 1910 wurde ein Defizit von 4.000 Mark eingefahren, in den Folgejahren ging es mit den Finanzen auf und ab. So musste in der Generalversammlung vom 26.05.1914 darüber beraten werden, wie die im abgelaufenen Geschäftsjahr entstandene Unterbilanz gedeckt werden könne.  Noch in Zeitungsanzeigen vom 01.08. und 05.08.1914 empfahl die Wardenburger Automobil-Gesellschaft ihre Wagen für Gesellschafts- fahrten, die Wagen boten Platz für 15 Personen und der Fahrpreis lag bei 60 – 75 Pfennig pro Kilometer, je nach Entfernung. Bestellungen waren an die Geschäftsstelle in Wardenburg, an Herrn Gastwirt Gramberg in Oldenburg am Markt oder an die Chauffeure zu richten.


Am Sonntag den 10. August 1914 fuhren die zwei Busse zum letzten Mal zwischen Oldenburg und Wardenburg, da sie am nächsten Tag zum Kriegsdienst in Hannover abgeliefert werden mussten. Ersetzt wurden sie von einer „Fahrpost-Kariol“ die zweimal am Tag verkehrte. Die beiden Autos der Wardenburger Automobilgesellschaft wurden laut einer Meldung der Oldenburgischen Volkszeitung vom 19.08.1914 für 12.000 Mark an das Militär verkauft. Das erklärt wohl auch weshalb die Tagesordnung der ordentlichen Generalversammlung am 17.06.1915 unter Punkt 7 die Beschlussfassung über die Verwendung des Überschusses von 1914 vorsah.  Die beiden Busse, die an der Westfront eingesetzt waren, wurden in der Folge des 1. Weltkrieges zerschossen.


In der am 02.06.1919 in Lüschens Gasthof stattgefundenen ordentlichen Generalversammlung der Wardenburger Automobil-Gesellschaft eGmbH wurde die Liquidation der Genossenschaft beschlossen.


Die Automobilvermietung Münch gab in einer Zeitungsanzeige bekannt, das sie vom 24.07.1921 die Autobuslinie zwischen Oldenburg und Wardenburg wieder eröffnet. Die Wagen fuhren mittwochs, sonnabends und sonntags je zweimal am Tage. Die Abfahrt am Marktplatz in Oldenburg erfolgte um 7.30 und 14.30 Uhr und in Wardenburg (Gasthaus Lüschen) um 8.30 und 19.00 Uhr. Pakete wurden an den Haltestellen zur Weiterbeförderung angenommen. Bereits am 23.07.1921 veranstaltete der Automobilbesitzer A. Münch, Oldenburg eine Probefahrt nach Wardenburg. Der vollbesetzte Bus fuhr um 17.30 Uhr von Grambergs Wirtschaft am Markt ab, hielt in Osternburg (Gasthof Schütte), Kreyenbrück und Tungeln und traf um 18.30 Uhr in Wardenburg ein, die Rückfahrt erfolgte um 19.00 Uhr. Der eingesetzte Wagen hatte 20 sehr bequeme Sitzplätze, federte leicht und hatte eine gute Lüftungs-vorrichtung,  sämtliche Teilnehmer sollen von der Fahrt befriedigt gewesen sein. Wegen ungenügender Benutzung wurden diese Fahrten laut Bekanntmachung vom 08.09.1921 aber wieder eingestellt, so dass es bis 1925 in Wardenburg keinen fahrplanmäßigen Kraftbusverkehr mehr gab.


Im Jahre 1907 hatten auch Kommissionen aus Moorriem und Edewecht die neuartige Verbindung Wardenburg – Oldenburg begutachtet, kamen aber zu unterschiedlichen Entscheidungen über die Einführung von Busverbindungen.


- Edewecht setzt auf Kleinbahn -

Bahnhof Edewecht Der alte Bahnhof Edewecht in den zwanziger Jahren (Foto Archiv Stolle)


Auch in Edewecht war 1907 der Plan aufgetaucht, eine Autoverbindung nach Oldenburg zu schaffen, aber trotz erfolgreicher Probefahrt, bevorzugte die Mehrheit des Gemeinderats doch lieber eine Eisenbahnverbindung. Aber erst 1910 konnte mit dem Bau einer gemeindeeigenen Bahnstrecke nach Zwischenahn begonnen werden. Im Jahre 1912 fuhren die ersten Züge auf der Strecke. Obwohl man sich gleich nach der Fertigstellung mit der Verlängerung nach Edewechterdamm beschäftigte wurde der Baubeginn  durch den Ausbruch des I. Weltkrieg verhindert.


Im März 1919 gab es übrigens auch Überlegungen über einen eventuellen Neubau einer Eisenbahnstrecke Oldenburg – Wardenburg – Edewecht. Laut einem Bericht sollte die Linie in Jeddeloh II am Hunte-Ems-Kanal ihren Anfang nehmen und beim Verschiebebahnhof in Osternburg an die Osnabrücker Bahn anschließen. (Quelle Stadtarchiv Oldenburg).
Aufgrund des unveränderten Wunsch in der Bevölkerung, die großen Moorgebiete zu erschließen, entschloss sich die Gemeinde Edewecht aber doch noch zum Ausbau und so  konnte am 01.11.1920 auch die Verlängerung nach Edewechterdamm fertiggestellt werden. Die Genehmigung für die Gesamtstrecke wurde für die Zeit bis zum 30.07.2010 erteilt. Im Gegensatz zum Güterverkehr spielte der Personenverkehr keine große Rolle so dass man bereits 1927 einen der zwei Personenwagen verkaufte. Schon vor Ablauf der erteilten Genehmigung kam das Ende für die Strecke. Der Personenverkehr wurde am 15.05.1950 aufgegeben und von Kraftpostbussen übernommen. Der Güterverkehr wurde aber noch jahrelang erfolgreich weitergeführt, bis am 30.09.1991 die endgültige Stilllegung der Strecke erfolgte.


- Moorriemer Automobilgesellschaft (MAG) -


Die Moorriemer dagegen folgten den Wardenburger Beispiel und gründeten ebenfalls eine Genossenschaft. Der Oldenburger Posthalter Giese am Waffenplatz hatte 1902 die Personen-
post in Richtung Moorriem eingestellt, daher übernahm 1908 eine Automobilgenossenschaft auf der Strecke Moorriem - Oldenburg den Personennahverkehr. Dreimal täglich befuhren die Omnibusse die Strecke, die von Nordermoor über Ohmstede und Donnerschwee nach Oldenburg führte. Genossen dieser Moorriemer Automobilgesellschaft (MAG) waren Bauern
und Geschäftsleute und der Ohmsteder Brauereibesitzer Haslinde. Haslinde stellte in Oldenburg eine Garage auf dem Grundstück des ihm gehörenden Kaiserhofs zur Verfügung. Am 02.05.1908 wurde der Betrieb aufgenommen, es stand zunächst nur ein Bus zu Verfügung, ein zweiter wurde aber am 09.05.1908 geliefert. Gleich am 03.05.1908 dem 2. Betriebstag gab es in Altenhuntorf am Bus leider einen Defekt, der erst nach einigen Stunden behoben werden konnte. Auf der Strecke wurden folgende Haltestellen eingerichtet: Oldenburg (Stolle Lange Str., Lichtenberg, Brand, Donnerschweer Str.) – Donnerschwee – Ohmstede – Bornhorst – Moorhausen – Paradies – Gellen – Moordorf – Altenhuntorf – Burwinkel – Bardenfleth – Dalsper - Neuenbrok. Obwohl es offizielle Haltestellen gab nahmen die beiden Daimler-Busse aber auch an der Straße wartende Fahrgäste mit. Der Endpunkt in Oldenburg befand sich beim Stedinger Hof. Der 1909 geborene Hans Friedrich Redelfs beschrieb übrigens in seinen Oldenburger Erinnerungen, wie er als kleiner Junge aus einem kleinen Fenster beobachtete, wie täglich der alte gelbe Moorriemer Omnibus (mit Vollgummireifen) in der Langen Straße abfuhr, bis aufs Dach hinauf vollbeladen mit Leuten vom Lande.

MAG Bus Ohmstede Ein Bus der MAG aus Richtung Eckfleth in Ohmstede nach Oldenburg fahrend. Foto: Privat


Das erste Betriebsjahr war mit vielen Missgeschicken und Unglücken  verbunden. Ein Mann verunglückte, ein Wagen verbrannte und weitere Misserfolge waren zu verkraften. Obwohl auf der Strecke ein verhältnismäßig recht guter Personenverkehr herrschte – es wurden durchschnittlich täglich 58 Personen befördert – hatte die Gesellschaft bis zum 31.12.1909, also in einem Jahr und 8 Monaten einen Verlust von ca. 18.000 Mark eingefahren. Hierbei muss aber berücksichtigt werden, das ein Wagen, der außerhalb des Schuppens abgestellt war verbrannte und dort nicht versichert gewesen war. Daher musste der Wagen neu hergestellt werden und die Abschreibung mußte von 15 auf 25 Prozent erhöht werden. Diese Erhöhung erfolgte wohl aus dem Grund, das man befürchtete das wegen der Unterbilanz viele Genossen ihre Mitgliedschaft kündigen würden.  Denn zur Deckung der Verluste wurden die Geschäftsanteile von 30 auf 130 Mark erhöht, so das jeder Genosse 100 Mark zuschiessen musste. Während das oldenburgische  Staatsministerium einen Zuschuss ablehnte wurde das Amt Elsfleth angewiesen 1.850 Mark aus der Amtskasse zu zahlen. Der mit großer Majorität gefasste Beschluss trotz der Unterbilanz das Unternehmen fortzuführen zeigte aber, wie groß das Bedürfnis für diese Verkehrsverbindung in Mooriem damals war. Im Jahre 1910 hatte die MAG noch 195 Genossen und besass 2 Wagen von je 20 Sitzplätzen, die abwechselnd und bei regen Verkehr auch gleichzeitig auf der Strecke Oldenburg – Moorriem liefen.


Das Aus für die Moorriemer Automobilgesellschaft kam allerdings bereits im Jahre 1911, da die Genossenschaft am 28.Dezember liquidiert werden musste. Die zwei bei Daimler in Berlin-Marienfelde gebauten Fahrzeuge wurden in der Folge der Auflösung der Gesellschaft von Herrn H. Rüdebusch übernommen. Dieser nahm am 06.03.1912 mittags um 12.30 Uhr ab Nordermoor den Betrieb nach Oldenburg (Ankunft 13.45) wieder auf. Von Oldenburg ging es um 20.30 Uhr zurück nach Nordermoor das um 21.45 Uhr erreicht wurde. Mittwochs gab es noch eine Vormittagsfahrt um 6.25 Uhr ab Nordermoor, die um 7.40 Uhr in Oldenburg ankam und um 10.45 ab Oldenburg zurückkehrte. An Sonntagen gab es je eine Fahrt am Vormittag und eine am Nachmittag. Sämtliche bisherigen Stationen wurden beibehalten. Anlässlich des Pferdemarktes fanden laut Anzeige des „Moorriemer Auto“ am 11. und 12.06.1912 zusätzliche Extrafahrten zwischen Nordermoor und Oldenburg statt.


In einer Anzeige vom 06.05.1914 wurde darauf hingewiesen, dass die Fahrt Nordermoor – Oldenburg und zurück am Freitag den 08.05.1914 ausfällt. Nach Ausbruch des 1.Weltkrieges kam es auch hier zu Einschränkungen des Autobusverkehrs. Am 04.11.1914 wurde aber mitgeteilt, dass die Autofahrten des "Moorriemer Auto" bis auf weiteres sonntags wieder stattfinden. Am 25.06.1915 teilt E.Ahlers, Elsfleth mit, das er nachdem das Moorriemer Auto die Fahrten eingestellt hat, jeden Donnerstag Pakete von der Gastwirtschaft Stolle mit nach Moorriem nimmt. Am 16.06.1916 gab E.Ahlers aber bekannt, das die Fahrten durch Moorriem bis auf weiteres ausfallen. Vom "Moorriemer Auto" des Herrn Rüdebusch finden sich ab 1919 auch wieder Anzeigen über gelegentliche Busfahrten zwischen Nordermoor und Oldenburg. Einen Zeitungsbericht zufolge fuhr auch noch Anfang 1925 dieser Omnibus in Privatbetrieb von Nordermoor nach Oldenburg, aber lediglich viermal wöchentlich am Nachmittag. Nach der Inflation stieg der Verkehr von Nordermoor und Bardenfleth so stark an, dass die Fahrgäste der übrigen Stationen höchstens nur noch Stehplätze bekamen.


Die Fahrzeuge der beiden vorgenannten Gesellschaften kamen übrigens auch am 14.07.1912 zum Einsatz, als das Zeppelin-Luftschiff "Victoria Luise" eine Fahrt von Hamburg aus nach Oldenburg unternahm und auf dem Rennplatz in Ohmstede landete. In der Zeitung las man: „Über die Nadorster und Donnerschweer Straße bewegen sich die Massen unaufhaltsam fort. Automobile, darunter die der Wardenburger und Moorriemer Automobilgesellschaft, sausen in großer Zahl nach dem Rennplatze.“ (Quelle: Oldenburg, Eine feine Stadt am Wasser Hunte, Heinz Holzberg Verlag, Oldenburg). Die beiden Autobuslinien können somit als Vorläufer der späteren Kraftpostlinien nach Wardenburg und Barghorn angesehen werden.


- Kurzer Blick nach Butjadingen -


Erwähnt werden soll hier auch noch die ebenfalls 1907 eingerichtete Kraftbusverbindung von Blexen über Waddens nach Burhave, ursprünglich hatte es Pläne für den Bau einer Küsteneisenbahnvon Blexen nach Eckwarden gegeben, die aber nicht verwirklicht werden konnte. Die stattdessen von 1907 bis 1909 vom Amtsverband Butjadingen selbst gebaute Butjadinger Bahn führte von Eckwarderhörn über Burhave nach Nordenham, ein wirtschaftlicher Fehler für diese Privatbahn, da somit nicht die Fähranbindung über die Weser ab Blexen genutzt werden konnte. Die 1907 stattdessen eingerichtete Busverbindung von Burhave nach Blexen konnte sich aber auf Dauer nicht halten.


In der NWZ vom 28.02.2005 heißt es dazu: "Anfangs mit Pferdewagen, später mit einem Bus beförderte Taxi Vosteen die Fahrgäste im Linienverkehr von Burhave über Waddens bis Nordenham und später bis Blexen." Mangels Rentabilität ist die Buslinie später aber eingestellt worden.


Das in dem Taschenatlas für Eisenbahnfreunde eine Kraftbusstrecke Blexen - Burhave 1927 und 1930 aufgeführt wird, lag daran, das am 06.12.1924 der Gemeinderat von Burhave beschlossen hatte, sich mit 1.500 Mark an einer neuen Autobuslinie zwischen Burhave und Einwarden zu beteiligen. Dadurch sollte den Einwohnern von Schweewarden, Waddens und Burhave wieder die Gelegenheit gegeben werden schnell die Eisenbahn in Einswarden zu erreichen. Man hoffte das die Autobusverbindung so genutzt werde, das sich das Unternehmen für die Gemeinde bezahlt mache. Die Autoverbindung auf der Strecke Burhave – Waddens – Einswarden - Blexen wurde am 15.04.1925 eröffnet. Am 30.04.1927 wurde berichtet, dass die Autoverbindung in der Zeit vom 01.04. 1926 bis 01.04.1927 insgesamt 26.435 Personen beförderte. Nach einer Rücklage von 1.500 Mark als Reservefonds mussten die drei beteiligten Gemeinden je 200 Mark Zuschuss leisten. Bereits 1928 wurde für die Strecke, die Anschaffung eines neuen Autobusses notwendig, da der alte nicht mehr den erforderlichen Anforderungen entsprach. Am 03.08.1930 wurde die Beschaffung eines weiteren Busses für die Autobuslinie beschlossen. Damit kam die Kraftlinie in den Besitz zweier neuer Wagen, um den Verkehrsanforderungen gerecht zu werden.


1925 - 1945 Beginn der Kraftpostzeit im Oldenburger Land


Vor nun 100 Jahren im Jahre 1925 begann auch im Oldenburger Land der Kraftverkehr der Deutschen Reichspost. Nicht alle Hoffnungen die man in dieses Verkehrsmittel anfangs setzte waren aber vom Erfolg gekrönt.

Markttag auf dem Oldenburger Marktplatz noch ungestört vom Busbetrieb, erst ab 1925 mussten sich die Marktbeschicker den Platz mit Bussen teilen. Neben den Bussen der Bremer Vorortbahnen (links), waren seit 1925 auch Busse der Kraftpost (rechts Postbus am Schloss in Richtung Damm fahrend) in Oldenburg unterwegs. (Bilder Privatarchiv)


Ab 1924 erfolgte im Reichsgebiet von der Deutschen Reichspost ein flächendeckender Ausbau der Kraftpost, was auch daran lag, dass ab 1925 die ersten luftbereiften Dreiachser eingesetzt werden konnten. Die Firma Büssing, die seit 1924 den luftbereiften dreiachsigen Sechsradwagen erstmals in Serie baute, lieferte ab 1925 Omnibusse, die auf Basis des Sechsradwagens entstanden, u. a. auch an die Reichspost.


Auch im Oldenburger Land begann 1925 der Aufbau eines Kraftpostnetzes. Bereits am 02.02.1925 wurde eine Kraftpostlinie von Osnabrück ins südoldenburgische Damme eingerichtet, eine weitere erfolgte zwischen Damme und Vechta. Geplant waren im Jahr 1925 laut der Lokalpresse u.a. noch die Kraftpostlinien Vechta und Essen, Oldenburg und Friesoythe, Wilhelmshaven und Hooksiel, Jever und Horumersiel, Lohne und Dinklage, Stollhamm und Schwei, Ahlhorn – Wildeshausen – Bassum, Cloppenburg - Wildeshausen – Twistringen, Vechta – Goldenstedt – Twistringen.


Hotel Deutsches Haus Anzeige aus "Die Landeshauptstadt Oldenburg" aus dem Jahr 1927 Foto: Sammlung Stolle


Das Hotel "Zum Deutschen Hause" am Markt 19 in Oldenburg warb um 1927 damit, dass sich dort eine Abfahrtstelle der Kraftpostlinien Oldenburg - Friesoythe und Oldenburg - Wardenburg befand. Denn auch zwischen Oldenburg und Wardenburg fuhren seit 01.04.1925 wieder Autobusse, die Gemeinde Wardenburg bewarb sogar in den 30er Jahren in Anzeigen die gute Postauto-Verbindung mit der Stadt Oldenburg.


In ihrer Ausgabe vom 31.03.1925 berichteten die "Nachrichten für Stadt und Land", das die Deutsche Reichspost am 01.04.1925 die Kraftpostlinien Oldenburg – Elsfleth, die fast alle in Moorriem gelegenen Ortschaften berührt und Oldenburg – Wardenburg in Betrieb nimmt. 

Eine Probefahrt von Oldenburg nach Elsfleth fand mit Behördenvertretern bereits am 31.03.1925 statt.


Schauen wir uns aber im folgenden die Entwicklung der einzelnen Kraftpostlinien des Postamtes Oldenburg im einzelnen an.


Kraftpostlinie Oldenburg - Moorriem


Zunächst 3 mal täglich fuhr anfangs der Bus vom Postamt Oldenburg aus, die Haltestellen Moorriemer Haus und Staulinie 2 in Oldenburg an, dann ging es weiter über Donnerschwee – Ohmstede – Kleinbornhorst – Moorhausen – Paradies – Gellen – Moordorf – Butteldorf – Altenhuntdorf – Burwinkel – Dalsper – Eckfleth – Bardenfleth – Nordermoor nach Elsfleth und zurück. Die Fahrt am Morgen wurde nur Werktags gefahren, die Fahrt am Abend endete bereits in Bardenfleth, bei Bedarf fuhren die Busse aber auch bis Elsfleth weiter. Nur die  Mittagstour wurde täglich gefahren. Die Abendfahrt des Postbusses zwischen Nordermoor und Elsfleth und zurück wurde bereits ab 14.10.1925 wegen zu geringer Benutzung eingestellt. Die auf der Moorriemer Strecke verkehrenden Kraftposten fuhren ab 01.12.1925 nur noch bis Nordermoor, da die Teilstrecke zwischen Nordermoor und Elsfleth wegen Unrentabilität nicht mehr befahren wurde.


Der ab 23.12.1925 gültige Fahrplan sah zwischen Nordermoor und Oldenburg nur noch täglich 2 Verbindungen in jede Fahrtrichtung vor. Von Nordermoor fuhr ein Bus um 8:00 Uhr und ein Bus um 13:30 Uhr nach Oldenburg, von Oldenburg aus fuhr jeweils ein Bus um 11:40 Uhr und 19:20 Uhr zurück nach Nordermoor. Im März 1926 wurde auf Wunsch der Einwohner der Gemeinde Ohmstede eine neue Haltestelle der Kraftpost Oldenburg – Moorriem bei der Büsingschen Wirtschaft eingerichtet. Im ab 08.05.1926 gültigen Fahrplan für die Strecke Nordermoor – Oldenburg, ist auch wieder eine Fahrt ab Elsfleth Markt eingezeichnet, die aber nur am Sonnabend bei Bedarf durchgeführt wurde. Ab 01.10.1926 fuhren die Busse aber nur bis Nordermoor, an Werktagen gab es zwei Fahrten, sonn- und Feiertags eine Fahrt auf dieser Strecke.


Ab 15.05.1927 gab es zwischen Nordermoor und Oldenburg im Sommer täglich nur noch 1 Fahrten hin und zurück, lediglich am Dienstagsvormittag war eine zusätzliche Fahrt hin und zurück eingeplant.


Eine Besprechung über die Fortführung und den Fahrplan für die Postautolinie in Moorriem in Bardenfleth im September 1931 führte zu dem Ergebnis, das aufgrund verschärfter Sparmaßnahmen die bisher übliche zweimalige Tagesfahrt im Winter nicht mehr möglich sei. Es wurde angeregt diese Fahrt am Morgen durchzuführen, weil die Büros der Behörden usw. in der Stadt meist nur vormittags geöffnet seien. Aber diese Bitte stand der Wunsch der Mehrheit der Fahrgäste, besonders den der Hausfrauen, das der Nachmittag geeigneter für ihre Reise in die Stadt Oldenburg sei. Die Befürchtung die Linie würde ganz aufgehoben konnte aber zerstreut werden durch die Zusicherung, das den Winter hindurch der Wagen unverändert fahren würde


Bereits im März 1934 wurde in einer Gemeinderatssitzung der neu gebildeten Gemeinde Moorriem bekannt gegeben, das die Post in Zukunft plant, die bisher in Nordermoor endende Kraftpostlinie bis Neuenbrok dem Zentrum der neuen Gemeinde zu verlängern. Die Kraftbuslinie nach Nordermoor wurde daher 1935 bis Neuenbrok verlängert. Vom 01.12.1938 an verkehrte das Postauto Neuenbrok - Oldenburg, das vorher nur nachmittags und einmal auch am Freitagvormittag verkehrte und deshalb oftmals überfüllt war, auch am Dienstagsmorgen. Außerdem wurde seinerzeit angekündigt das der Wagen auch an den letzten Sonntagen vor Weihnachten nachmittags fahren würde.


Kraftpostlinie Oldenburg - Wardenburg


Die zweite Kraftpostlinie fuhr 2 mal täglich die Strecke Oldenburg (Postamt) über Kreyenbrück  - Tungeln  –  Oberlethe nach Wardenburg (Lüschens Gasthaus). Weitere Haltestellen in Oldenburg waren Gramberg am Markt und W.Schütte, Cloppenburger Straße. 


Eigentlich war von einer Errichtung einer Kraftpostlinie zwischen Oldenburg und Garrel zum 01.05.1925 ausgegangen worden, daher kam die Aufnahme der Linie nach Wardenburg bereits zum 01. April überraschend und viele glaubten daher eher an einen Aprilscherz. Aber am 01.04. stand ein neuer Omnibus pünktlich vor der Postagentur in Wardenburg und fuhr auch pünktlich wieder ab. Wegen der Unsicherheit der beiden Brücken über die Lethe, wurden die Fahrten über Oberlethe noch im April wieder vorläufig eingestellt und es wurde von Oldenburg direkt nach Wardenburg gefahren. Während der ersten Tage fuhren nur wenige Fahrgäste mit dem Bus, was wohl daran lag, das die Eröffnung der Linie noch wenigen bekannt war.  Mitte April nahm die Zahl der Fahrgäste aber ständig zu. Am Sonntag den 12.04.1925 war der Omnibus nach und von Oldenburg, einem Zeitungsbericht zufolge, sogar voll besetzt.


Erst ab 20.06.1925 wurde die Kraftpostlinie Oldenburg - Wardenburg bis nach Garrel erweitert. Die Strecke führte nun vom Postamt in Oldenburg weiter über Markt – Osternburg (Schütte und “Neuer Friedhof“) – Kreyenbrück – Tungeln – Wardenburg (Lüschen) und (Postagentur) – Littel- Beverbrok – Nikolausdorf nach Garrel (Postagentur). Es gab täglich 1 Fahrt von Oldenburg bis Garrel und mittwochs und sonnabends erfolgte zusätzlich eine Fahrt nach Garrel, die an den übrigen Tagen bereits in Wardenburg endete. An Werktagen gab es zusätzlich eine weitere Verbindung zwischen Wardenburg und Oldenburg.


Ab 01.12.1925 wurde auf der bisherigen Strecke Garrel – Oldenburg nur noch zwischen Oldenburg und Wardenburg gefahren, da die Teilstrecke Wardenburg – Garrel wegen Unwirtschaftlichkeit aufgehoben wurde. Auch die Teilstrecke Elsfleth und Nordermoor wurde ab 01.12.1925 nicht mehr befahren. Laut Fahrplan vom 08.05.1926 der Strecke Nordermoor – Oldenburg, war aber wieder eine Fahrt bei Bedarf ab Elsfleth Markt eingezeichnet.
Am 05.01.1926 wies das Postamt Oldenburg daraufhin, das ein neuer Fahrplan in Kraft getreten sei. Auf der Strecke Wardenburg – Oldenburg wurde zwischen den Haltestellen Kreyenbrück und Neuer Friedhof am Schaftriftsweg (heutige Klingenbergstr.) eine neue Bedarfshaltestelle eingerichtet. Es gab täglich 3 Verbindungen auf dieser Strecke.


Am 19.04.1926 wurde auf Wunsch der Bevölkerung in Wardenburg beim Glockenturm eine Kraftposthaltestelle eingerichtet.


Laut dem Fahrplan vom 01.05.1926 verkehren auf der Strecke Wardenburg – Oldenburg täglich 3 Verbindungen. Ab 01.01.1927 verkehrte die Kraftpost von Oberlethe aus über Wardenburg nach Oldenburg. Auf den Kraftpoststrecke Oldenburg – Wardenburg - Oberlethe gab es ab 15.07.1927 auch weiterhin täglich 3 Hin- und Rückfahrten.


Der Postbus Oldenburg – Wardenburg - Oberlethe fuhr auch Mitte der 1930er Jahre täglich dreimal diese Autoverbindung hin und zurück, im Februar 1936 wurde dort ein neuer großer Omnibus mit einem Rohöl-Dieselmotor eingesetzt, der elegante rote Wagen erweckte allgemeine Bewunderung.


Kraftpostlinie Oldenburg - Friesoythe


Obwohl bereits Ende Februar 1925 die „Nachrichten für Stadt und Land“ berichtet hatten, das auch die geplante  Autobusverbindung Friesoythe – Oldenburg wahrscheinlich Wirklichkeit werden würde, nachdem einige Tage vorher eine Kommission unter Führung des Amtshaupt-mannes von Friesoythe Dr. Rabeling, eine Besprechung mit dem Gemeindevorstand in Edewecht geführt hatte und dabei auch schon einen Fahrplanentwurf vorgelegt hatte. Aber es dauerte noch einige Zeit bis diese Strecke verwirklicht wurde. Am 19.03.1925 hieß es zunächst: " das die Straße im Wildenloh wegen des geplanten Autobusverkehr umgepflastert werde und daher für einige Wochen gesperrt sei. Daher sei mit sicheren Vernehmen davon auszugehen das erst am 01.04.1925 die Autobusverbindung zwischen Lorup – Friesoythe – Edewecht – Oldenburg in Betrieb gehen könne". Dieser Termin konnte aber auch nicht eingehalten werden, da die Straßenbauarbeiten im Wildenloh erst Ende April 1925 abgeschlossen werden konnten.

Aber am 30.04.1925 konnte auch der Kraftpostlinienverkehr auf der Strecke Oldenburg – Edewecht - Friesoythe – Lorup mit 1 Fahrt täglich aufgenommen worden, nach Lieferung des zweiten Busses gab es an Werktagen 2 Fahrten. Zwischen Oldenburg und Lorup waren folgende Haltestellen eingerichtet worden: Oldenburg: Postamt und Markt (Gramberg); Eversten: Hauptstraße, Ecke Hundsmühler Str. und Grüner Jäger; Wildenloh; Friedrichsfehn; Kleefeld; Jeddeloh 1; Nordedewecht; Edewecht (Postamt); Südedewecht; Edewechterdamm; Altenoythe (Wirtschaft Brand und Wirtschaft Grieme); Friesoythe (Postamt);  Ellerbrok (Peters);  Ellerbrok (Post), Neuvries; Neuarenberg; Neulorup und Lorup.


Zur Eröffnung der neuen Strecke fuhren am 29.04.1925 ein geschmückter Daimler- und ein Magirus-Kraftomnibus mit Vertretern von Post, Staat, Stadt, der Industrie und beteiligten Gemeinden etc. nach Friesoythe. In knapp 2 Stunden waren sie von Oldenburg über Edewecht in Friesoythe, wo sie von einer großen Menschenmenge empfangen wurden, von dort aus ging es in 3 Stunden weiter durch den Hümmling nach Lorup, wo man in einem Gasthaus eine Erfrischung der Gemeinde einnahm.  Auf der Rückfahrt gab es in Neuarenberg eine gemeind-liche Stärkung, hier musste mit Vorsicht gefahren werden, da dort viele Ehrenbogen wegen der Einholung des neuen Pfarrers die Straße schmückten. In Friesoythe in einem Gasthaus neben der Kirche hatten Amtsvorstand und der Stadtmagistrat zu einem einfachen Essen mit einem Trunk Bier geladen, um dort die Eröffnung der Linie mit den üblichen Reden von Vertretern von Post und Kommunen usw. zu feiern.


Bereits am 23.07.1925 wird aber bekannt gegeben, das auf dem Streckenabschnitt Lorup – Friesoythe eine Verkehrseinschränkung erfolge, da diese nicht rege benutzt wurde. Seitdem fuhren die Kraftpostbusse nur noch den Abschnitt Oldenburg - Friesoythe.


In dem ab 20.05.1925 gültigen Fahrplan gab es werktags bereits 3 Fahrten nach Wardenburg und 2 Fahrten nach Friesoythe. Zwischen Elsfleth und Oldenburg fuhren nur noch 2 Busse.



















Auf der Strecke Friesoythe – Oldenburg gab es werktags zwei Verbindungen und sonntags eine. In Oldenburg-Eversten wurde ab 05.01.1926 die Haltestelle „Hundsmühler Chaussee“  zur Gaststätte Grönemeyer, Hauptstr.58 verlegt. Laut dem Fahrplan vom 01.05.1926 verkehren auf der Strecke Friesoythe – Edewecht – Oldenburg werktags 2 Verbindungen und Sonntags eine. Der ab 15.05.1927 gültige Sommerfahrplan sah auf der Strecke Oldenburg - Friesoythe nur noch an Werktagen jeweils 2 Fahrten hin und zurück vor. Die Fahrten an Sonn- und Feiertagen fielen nun ganz fort, das Postauto blieb an Sonntagen aber in Friesoythe stationiert und konnte daher von Friesoythe aus für Sonderfahrten gebucht werden. Versprochen wurde seinerzeit auch, das ab nächsten Winter die Busse mit besseren Heizkörpern versehen werden, so das kein Reisender mehr frieren müsse.


Auf einer in Friesoythe im August 1930 stattgefundenen Sitzung der Behörden wurde die Kraftpostlinie Friesoythe – Oldenburg übrigens als eine derjenigen Kraftpostlinien, die am stärksten benutzt  würde, bezeichnet.



Auch der Dorfchronik von Jeddeloh Seite 159  ist zu entnehmen, dass 1925 die Kraftpost-verbindung Oldenburg - Jeddeloh I – Edewecht – Friesoythe eingerichtet wurde. Da der Bus aber morgens so spät fuhr, das Schüler, die in Oldenburg eine Schule besuchten, diese Linie nicht nutzen konnten, befuhr Carl Hoffbuhr aus Westerscheps mit seinem Omnibus in den Jahren 1931 – 1934 (?) die Strecke Westerscheps – Edewecht – Oldenburg, damit Schüler zu Schulbeginn pünktlich in Oldenburg waren. Die Reichspost hatte ihm jedoch untersagt, ab Bahnhof Osterscheps andere Fahrgäste als Schüler auf der weiteren Strecke nach Oldenburg mitzunehmen. Die Einhaltung der Regelung wurde von Postbediensteten überwacht, die zur Kontrolle mit einem PKW dem Bus folgten. Einmal in der Woche wurde an dem Bus von Hoffbuhr auch ein Anhänger gespannt, um Ferkel zum Oldenburger Ferkelmarkt zu transportieren. 


Auf Wunsch der Einwohnerschaft der Gemeinde Edewecht wurde im Frühjahr 1929 eine private Kraftlinie Westerscheps – Oldenburg gegründet, um all diejenigen die nicht in der Nähe der Kleinbahn Edewecht – Zwischenahn wohnten eine gute Verbindung nach Oldenburg zu schaffen. Insbesondere sollte die Linie den stadtoldenburgische Schulen besuchenden Schülern die langen Wege ersparen. Am 18.02.1930 fand im Gasthof von Johann Bölts in Edewecht eine Versammlung statt um über eine Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in der Gemeinde Edewecht, insbesondere mit Oldenburg zu verhandeln. Es wurde berichtet das es nach verschiedenen Bemühungen gelungen sei, mit Carl Hoffbuhr aus Westerscheps einen Unternehmer zu gewinnen, der an der Einrichtung einer Omnibuslinie Westerscheps - Oldenburg interessiert sei. Es war vorerst geplant täglich nur eine Fahrt durchzuführen, bei Bedarf sollten weitere Fahrten eingelegt werden. Außerdem wird der Omnibus außerhalb der Fahrzeiten für Sonderfahrten zur Verfügung stehen. Am 17.04.1930 fand die Einweihung des neuen 20 Personen Platz bietenden Ford-Omnibus statt, ab Mittwoch den 23.04.1930 sollten die regelmäßigen Fahrten beginnen.  Die erforderliche Genehmigung des Ministeriums wurde nur in ganz beschränkten Umfang erteilt, es durften nur Personen in Osterscheps und Westerscheps nach Oldenburg mitfahren.


Da die Reichspost Hoffbuhr jedoch untersagt hatte, ab Bahnhof Osterscheps andere Fahrgäste als Schüler auf der weiteren Strecke nach Oldenburg mitzunehmen, wurde die Einhaltung der Regelung  von Postbediensteten überwacht, die zur Kontrolle mit einem PKW dem Bus folgten.
Da die Fahrzeiten recht günstig gelegt waren erreichte man die in Oldenburg abfahrenden Frühzüge und die Schüler trafen rechtzeitig in Oldenburg ein. Auch für Marktbesucher war es eine günstige Verbindung, einmal in der Woche wurde an dem Bus von Hoffbuhr auch ein Anhänger gespannt, um Ferkel zum Oldenburger Ferkelmarkt zu transportieren.
Daher war das Interesse der Einwohner sehr groß diese Linie benutzen zu dürfen, so waren Bestrebungen im Gange für diese Linie eine allgemeine Personenbeförderung zu erreichen. Im Januar 1931 richteten 70 Einwohner aus den östlichen Teilen Edewechts für die eine Benutzung der Bahn kaum in Frage kam, den Wunsch das zu mindesten den Schülern die Benutzung der Linie von Hoffbuhr zu gestatten. Erst 4 Monate später kam vom Ministerium, die Mitteilung das der Bitte nicht entsprochen werden könne.


Daraufhin ging ein erneutes Gesuch an das Ministerium der Linie Westerscheps – Oldenburg die Erlaubnis zu erteilen und möglichst bald um den Bus im Winter nutzen zu können. Da eine Antwort trotz mehrmaliger Vorsprache interessierter Bürger ausblieb richteten 4 Monate später Einwohner aus Jeddeloh und Kleefeld in den „Nachrichten“ eine erneute Anfrage warum eine Entscheidung so lange auf sich warten ließe. Aufgrund der immer schlechteren Wirtschaftslage entschied Carl Hoffbuhr bereits im August 1931 statt täglich nur noch dreimal in der Woche die Strecke Westerscheps – Oldenburg zu befahren.


Dafür hatte die Reichspost inzwischen eine Extrafahrt eingerichtet, die Fahrpreise wurden aber als zu hoch angesehen so dass diese Busfahrt zu wenig genutzt wurde. Schon im September 1932 wurde diese Extrafahrt daher aus finanziellen Gründen wieder eingestellt. Im April 1932 erklärte sich die Oberpostdirektion Oldenburg, damit einverstanden, das fortan auch Schüler aus den Ortschaften Edewecht, Jeddeloh usw. nach Oldenburg mit der Kraftlinie Westerscheps – Oldenburg befördert werden dürfen. Davon waren nicht nur Schüler der höheren Schulen betroffen sondern auch andere Schüler, wie Landwirtschafts- und Handelsschüler.

Im April 1932 erklärte sich die Oberpostdirektion Oldenburg, damit einverstanden, das fortan auch Schüler aus den Ortschaften Edewecht, Jeddeloh usw. nach Oldenburg mit der Kraftlinie Westerscheps – Oldenburg befördert werden dürfen. Davon waren nicht nur Schüler der höheren Schulen betroffen sondern auch andere Schüler, wie Landwirtschafts- und Handelsschüler. Im Juni 1932 wurde berichtet das die Kraftlinie die Konzession erteilt wurde wie bisher Personen von Oster- und Westerscheps nach Oldenburg zu befördern und auf der gesamten Strecke Schüler aufzunehmen und befördern zu dürfen, mit Ausnahme von der Haltestelle Ostersceps – Nordedewecht (Gastwirt Schröder) . Die Ausnahme wurde gemacht, da die Verwalterin der Kleinbahn annahm, das sonst durch die Kraftlinie ein zu großer Ausfall entsteht und der Schülerzug ausfallen müsse.


Die Kraftlinie Westerscheps von Hofbuhr fuhr nach dem Fahrplan nun an den Werktagen außer während der Schulferien in Westerscheps um 6:45 Uhr los und über Osterscheps (Oltmers Gasthof 6:52), Osterscheps-Auebrücke (6:55) Edewecht (Schröders Gasthof 7:05), Jeddeloh (Bunjes Gasthof 7:10) und erreicht in Oldenburg den Markt um 7:35 Uhr. Dort begann auch um 13:45 Uhr die Rückfahrt, das Ziel Westerscheps wurde nach 50 Minuten Fahrzeit um 14:35 Uhr erreicht. Auf Dauer konnte sich die Linie aber nicht halten und wurde letzlich eingestellt. In einem Zeitungsartikel vom 24.07.1937 war zu lesen: „Die sehr beliebte Omnibusverbindung Westerscheps – Edewecht – Oldenburg ist seit geraumer Zeit eingestellt worden. Es wäre zu wünschen, das entweder die bisherige Linie wieder gefahren würde oder aber das Postauto so früh gelegt würde, dass es spätestens gegen 8 Uhr in Oldenburg eintrifft.


Ab Juni 1934 fuhr die Kraftpostlinie an Werktagen ab dem Postamt in Friesoythe vormittags um 7:38 Uhr in Richtung Edewecht, das um 8:41 Uhr erreicht wurde um gegen 9:25 Uhr in Oldenburg den Marktplatz zu erreichen. Am Postamt Oldenburg endete die Fahrt um 9:30 Uhr, von dort ging es um 11:35 Uhr über den Oldenburger Markt (11:45) und Edewecht (12:35) zurück nach Friesoythe das um 13:25 Uhr erreicht wurde. Vom dortigen Postamt begann um 13:53 Uhr die Nachmittagsfahrt. Edewecht wurde um 14:40 Uhr und das Postamt in Oldenburg um 15:30 Uhr erreicht. Auf den Fahrten nach Oldenburg brauchte der Bus zwischen dem Marktplatz und dem Postamt Oldenburg nur fünf Minuten. Auf der Rückfahrt betrug die Fahrzeit 10 bzw. 15 Minuten. Die zweite Rückfahrt vom Oldenburger Postamt erfolgte um 19:45 Uhr Edewecht wurde um 20:52 Uhr erreicht und das Ziel Postamt Friesoythe um 21:35 Uhr. Die Wagen hielten an den bekannten Haltestellen aber auch nach Bedarf.


Im April 1938 wurde ein neues modernes Postauto auch auf der Kraftlinie Oldenburg – Edewecht – Friesoythe eingesetzt.



Kraftpostlinie Oldenburg - Wiefelstede

 

Am 22.08.1925 wurde auch die Kraftpostlinie Wiefelstede – Oldenburg eröffnet. Die erste Fahrt begann am Sonnabend früh um 6.45 Uhr in Wiefelstede, zugleich erfolgte die erste Abfahrt vom Postamt Oldenburg zum Kinderheim Dietrichsfeld und zurück. Am Tag zuvor hatte eine Eröffnungsfahrt nach Wiefelstede stattgefunden, dafür wurden von Seiten der Oberpostdirektion Einladungen an die beteiligten Behörden und Interessenten ergangen. Der geschmückte Wagen war voll besetzt, obwohl die Einladung wegen der schwierigen Vorarbeiten und der hinauszögernde Lieferung des Busses, kurzfristig erfolgte. Es war die 40. Kraftpoststrecke seit Jahresbeginn 1925.


Postomnibus um 1925 / 1927 Oldenburg um 1925 Postbus auf dem Marktplatz Foto: privat


Der erste Postbus, der auf der 1925 eröffneten Linie Oldenburg – Metjendorf – Wiefelstede (Gaststätte Rabe) verkehrte, wurde von der Reichspostdirektion Oldenburg einer breiten Öffentlichkeit auf dem Oldenburger Marktplatz vorgestellt. Auf dem Dach der Busse befanden sich Gepäckträger für den Transport von Postsachen. Da die Busse neben Personen, auch die Beförderung von Postsachen übernahmen, konnte der Überlandverkehr auch wirtschaftlich erfolgreich betrieben werden.


Ab 29.04.1926 bot die Deutsche Reichspost zusätzlich zwischen Oldenburg Markt bis zum Gut Dietrichsfeld  und zurück zunächst 3 Fahrten, ab 03.Mai 2 Fahrten täglich an. Weitere Fahrten wurden von den Bremer Vorortbahnen gefahren. Die von der Reichspost getätigten Fahrten wurden bereits am 15.05.1926 bis nach Metjendorf (Posthilfsstelle) verlängert. In dem ab 01.10.1926 gültigen Fahrplan der Kraftpostlinie Oldenburg – Wiefelstede waren die Fahrten zwischen Markt – Metjendorf bereits integriert.


Auf der Strecke Wiefelstede – Oldenburg gab es laut Fahrplan vom 05.01.1926 zwei Verbindungen täglich, sonntags kam eine Verbindung Metjendorf (P.Hilfst.) - Oldenburg hinzu.

Am 10.10.1926 geriet  das Postauto von Wiefelstede auf der Alexanderstraße plötzlich in Flammen und brannte lichterloh, es handelte sich um einen Vergaserbrand. Die Insassen konnten sich schnell genug retten. Als die alarmierte Feuerwehr eintraf hatte man den Brand schon mit Sand gelöscht. Das Fahrzeugwrack wurde danach abgeschleppt.


Zwischen Wiefelstede und Oldenburg wurde ab 15.05.1927 wieder im Sommer wie üblich täglich nur einmal Hin und zurück gefahren, zwischen Oldenburg (Markt) und Metjendorf verkehrten an Werktagen 2 Busse hin und zurück und an Sonn- und Feiertagen begann 1 Fahrt am Oldenburger Markt und 1 Fahrt am Postamt Oldenburg und endete dort auch wieder. 

Am 31.12.1928 wies das Postamt Oldenburg darauf hin, das auf Wunsch der Einwohner der Ziegelhofgegend die Kraftpostlinie Oldenburg – Metjendorf – Wiefelstede ab 01.01.1929  durch das Ziegelhofviertel geleitet würde. Daher erschien im Fahrplan die neue Haltestelle „Neuer Friedhof“. Es fuhren täglich 2 Busse bis nach Metjendorf und zurück sowie an Werktagen 2 Busse nach Wiefelstede und zurück 2 Busse, an Sonn- und Feiertagen verkehrte aber nur ein Bus auf der Gesamtstrecke Wiefelstede – Oldenburg (Markt) und zurück. In Oldenburg begannen die Fahrten bei Gramberg am Markt und führten nicht mehr durch die Innenstadt. Der Markt war in Oldenburg auch Endstelle für die Busse aus Metjendorf bzw. Wiefelstede.

Die Einwohner von Wiefelstede zeigten sich auf einer Versammlung des Postamtes Oldenburg am 17.01.1929 unter Leitung des Postdirektors Müller in Rabes Gasthaus in Wiefelstede unzufrieden darüber das der Postkraftwagen seit kurzen den Umweg über den Ziegelhof machte, also eine Stadtgegend in der keiner aus der Gemeinde was zu tun hätte. Die Vertreter der Reichpost wussten aber für die Umleitung so gewichtige Gründe anzugeben, dass die Versammlung dies sachlich in Kauf nahmen, nachdem in Aussicht gestellt wurde, das der Wagen in Zukunft die Wirtschaft Stolle in der Innenstadt vielleicht wieder anfahren würde. Der Hauptgrund der Versammlung war jedoch die Unzufriedenheit über den hohen Fahrpreis.


Auf Wunsch vieler Fahrgäste wurde ab 28.01.1929 wie früher wieder ab Schnitker am Markt über Lange Straße (Gastwirtschaft Stolle), den Heiligengeistwall und weiter über Ofener- und Auguststraße über das Ziegelhofviertel nach Metjendorf und Wiefelstede gefahren. Die Tatsache das die Postbusse zunächst nicht mehr durch die engen Innenstadt fuhr dürfte wohl auch ein Versuch gewesen sein, der Forderung vielen Innenstadtbewohner nachzukommen, die Busse über den Wallring fahren zu lassen, was seinerzeit aber auch von der Bremer Vorortbahn abgelehnt wurde und auch bei den Nutzern der Kraftpost nicht so gut ankam. Die Umleitung über das Ziegelhofviertel dürfte wohl auch mit den damals schlechten Zustand der Aexanderstraße/-chaussee zu tun gehabt haben, in der Zeit von 1929 bis 1930 wurde dort eine Kanalisation verlegt und die Neupflasterung des Straßenzuges durchgeführt. Im Jahre 1931 fuhren die Busse der Reichspost nach Wiefelstede aber bereits wieder über die Alexander-straße. Infolge Glätte kam am Morgen des 24.12.1931 ein Radfahrer beim Gertrudenfriedhof dicht vor dem Wiefelsteder Postauto zu Fall, sodass dieser durch die erforderliche Schnellbremsung nach hinten herumschlug und mit einem gerade vorbeifahrenden Kraftwagen kollidierte. Personen kamen dadurch zwar nicht zu Schaden, aber der Kleinwagen wurde beschädigt.


Unzufrieden mit den Fahrzeiten der Kraftpostverbindung war man Anfang 1930 in der Gemeinde Wiefelstede, da man vor 9 Uhr oder 10 Uhr vormittags in Oldenburg bei Behörden nicht vorsprechen konnte, da die Kraftpostbusse bereits schon vor 8 Uhr in Oldenburg eintraf mussten sich die Fahrgäste 1 – 2 Stunden unnütz in der Stadt aufhalten. Nachmittags fuhr der Postbus zu spät, um Sitzungen und Versammlungen wahrzunehmen. Diese würden um 3 Uhr spätestens um 15:30 Uhr beginnen, der Bus traf aber erst um 16 Uhr ein. Dass diese Ausführungen begründet waren, zeigte die Tatsache das der Bus des Privatunternehmers Wieker meist immer voll besetzt sei, während der Postwagen wenig benutzt wurde.
Der Post konnte man dafür aber keine Vorwürfe machen, da sich die ungünstige Fahrzeit daraus ergeben hatten, das man bei der Aufstellung des Fahrplans ein großes Entgegen-kommen gegenüber den Eltern von Schülern erbracht hatte, die ihre Kinder nach Oldenburg zur Schule schickten. Mehrere Schüler fuhren aber nur bei ungünstiger Jahreszeit mit dem Bus,  ansonsten ließen sie die Post in Stich und benutzten das Rad oder die Bahn. Als Postdirektor Müller in Aussicht stellte, die gewünschten Fahrplanänderungen befürworten zu wollen erklärten sich die Wiefelsteder Redner befriedigt. Die Bewohner von Nuttel, Leuchten-burg und Neusüdende hielten aber an den privaten Busunternehmer Wieker fest, da sie sonst ohne jegliches Verkehrsmittel waren. Wieker erklärte er könne die Linie nur aufrecht erhalten, wenn er von Wiefelstede abfahren dürfte, das lehnte die Reichpost aber ab.

Der Verkehrsverein Rastede – Wiefelstede hatte um 1930 zwei Kraftwagenverbindungen ins Leben gerufen, die Linie Rastede – Oldenburg, die vom Unternehmer Struck befahren wurde und die Linie Wiefelstede – Neusüdende – Metjendorf – Oldenburg vom Unternehmer Wieker. Die erstere machte der Reichsbahn, die zweite der Reichspost Konkurrenz, weshalb es zu Konflikten und Gerichtsverfahren kam. Trotz Widerstands der Reichspost sollte der Verkehrsverein Rastede-Wiefelstede die Privatlinie organisieren und gerichtlich eintragen lassen.


Am 25.05.1932 wurde der damals 35jährige Autovermieter Heinrich Wieker aus Alexanderfeld, der es immer wieder versucht hatte eine Art regemäßigen Autoverkehr ohne Genehmigung des Ministeriums einzurichten zu einen Monat Gefängnis und Einziehung seines Kraftwagens verurteilt. Vorher war er bereits siebenmal mit Geldstrafen von insgesamt 850 RM verurteilt worden. In der Zeit vom 02.11.1931 bis kurz vor dem Verfahren im Mai 1932 fuhr Wieker über die Grenzen der Gemeinde Wiefelstede hinaus zwischen Wiefelstede und Westerstede einerseits und Oldenburg andererseits. Er hatte die Fahrten vorher in Zeitungsanzeigen bekannt gegeben. Seitens der Reichsbahn-Verwaltung wurde durch beauftragte Personen genaue Beobachtungen und Feststellungen über die Zahl der ein- und aussteigenden Personen gemacht. Der Angeklagte behauptete, dass es sich bei der Strecke Wiefelstede – Oldenburg um Schülerfahrten gehandelt habe und das er im übrigen einen Fahrpreis nicht genommen habe. Die Beweisaufnahme fiel aber sehr zu seinem Ungunsten ausgefallen. Sehr belastend für ihn war eine Liste die der Bahnvorsteher in Westerstede auf Grund der Wahrnehmungen eines von ihm beauftragten Bahnarbeiters vorlegte.


Im Juli 1932 wurde im Wiefelsteder Gemeinderat die Absicht debattiert, das die Reichspost eine Postautoverbindung mit Gristede schaffen wolle, was dadurch erreicht werden sollte, dass einmal in der Woche (Mittwochs) die Linie Oldenburg – Wiefelstede über Neuenkruge – Gristede fahren sollte. Wegen der damit verbundenen übermäßigen Beanspruchung der Straße hatte der Gemeinderat dies früher schon mal abgelehnt. Diesmal stimmte der Gemeinderat jedoch zu.


Im Sommer 1932 fuhr die Kraftpost am Sonntagnachmittag um 15 Uhr vom Marktplatz in Oldenburg zum Wiefelsteder Bauernhaus. Zusteigen konnte man in der Langen Straße an der Haltestelle Stolle und in der Alexanderstraße bei den Haltestellen von-Finckh-Straße und Fischers Parkhaus. Hin- und Rückfahrt kosteten nur 1 Mark, Kinder die Hälfte. Die Fahrten waren so erfolgreich, das sie auch im Sommer 1933 stattfinden sollten.

Ab 13.09.1937 fuhr die Kraftpost Oldenburg – Wiefelstede auch über Ofen, dadurch erhielt die Bevölkerung die bereits jahrelang gewünschte Möglichkeit zweimal täglich die Strecke Ofen – Oldenburg nach einen feststehenden Plan fahren zu können.


Kraftpostlinie Oldenburg - Kirchhatten - Wildeshausen


Das Reichspostministerium hatte im Juni 1925 folgende Autobuslinien genehmigt:  Oldenburg – Munderloh – Kirchhatten – Neerstedt/Dötlingen nach Wildeshausen und weiter nach Visbek, von Wildeshausen nach Ahlhorn und von Wildeshausen über Harpstedt nach Bassum.
Am 06.07.1925 wurden in Wildeshausen zunächst die Postautolinien Wildeshausen – Ahlhorn und Wildeshausen – Harpstedt – Bassum eröffnet. Die Kraftpostlinie Oldenburg – Kirchhatten – Dötlingen – Wildeshausen – Visbek folgte am 30.08.1925. Ausgangspunkt der Linie war das Postamt Oldenburg, es gab täglich 2 Verbindungen, die vom Postamt Oldenburg abgingen. Die Einrichtung der Strecke ab Wildeshausen sollten zunächst vorläufig für 6 Monat eingerichtet werden. Die Teilstrecke Wildeshausen – Visbek wurde aber bereits im Oktober 1925 wegen geringer Benutzung wieder aufgehoben.


Der ab 18.01.1926 für die Kraftpostlinie Oldenburg – Kirchhatten – Wildeshausen gültige Fahrplan wies 2 Verbindungen zwischen Oldenburg und Wildeshausen und dazwischen eine Verbindung Oldenburg - Kirchhatten aus.  Am 01.03.1926 wurde die bestehende Kraftpostlinie in die 2 Teilstrecken Kirchhatten – Oldenburg und Wildeshausen – Neerstedt getrennt.


Zeitgleich wurde auch die Kraftpoststrecke zwischen Wildeshausen und Harpstedt eingestellt.  Am 23.03.1926 wurde mitgeteilt, das die Autolinie Dötlingen (Bahnhof) nach Neerstedt in den nächsten Tagen eingestellt wird. Ab 11.04.1926 wurden zwischen Oldenburg und Kirchhatten an Werktagen zwei und sonntags drei Fahrten durchgeführt.


Am Sonntag den 06.06.1926 fuhren um 08:25 und um 14:25 ab dem Oldenburger Marktplatz Kraftpostbusse zu ermäßigten Fahrpreisen nach Dötlingen. Die Rückfahrt aus Dötlingen war für 12:30 und 19:30 Uhr vorgesehen. Wohl mit großen Erfolg, denn mit dem am 01.07.1926 veröffentlichen Fahrplan gab es neben der am Sonntag vorgesehenen Vormittagsfahrt zwischen Oldenburg – Kirchhatten nun auch am Sonntagnachmittag eine Fahrt um 13:00 Uhr ab Oldenburg, die über Kirchhatten bis nach Dötlingen führte. Ab 01.10.1926 wurden die Fahrt nach Dötlingen wieder eingestellt. Zwischen Oldenburg und Kirchhatten gab es nun täglich 2 Fahrten hin und zurück. Aber auch In den Sommermonaten der nächsten Jahre wurde die Sonntagsfahrt nachmittags von Oldenburg über Kirchhatten hinaus weiter bis nach Dötlingen geführt.


Die Kraftpostlinie Kirchhatten – Oldenburg wurde ab 15.05.1927  werktäglich zweimal befahren, Am Sonnabend erfolgte die Fahrt nach Oldenburg an Nachmittag aber 75 Minuten später. An Sonn- und Feiertagen wurde die Nachmittagsfahrt wieder bis Dötlingen gefahren. Der Bus aus Dötlingen der auf seiner Rückfahrt um 21.05 Uhr wieder  in Oldenburg erreichte fuhr um 22 Uhr vom Postamt Oldenburg nach Kirchhatten zurück.


Kraftpost in der Stadt Oldenburg


Bereits am 05.04.1925 hatte die Deutsche Reichspost bekannt gegeben, das  für Gesellschafts- und Sonderfahrten werktags ab 12 Uhr mittags und an Sonn- und Feiertagen während des ganzen Tages ein Kraftomnibus zur Verfügung steht. Dieser Autobus hatte ein Fassungs-vermögen von 28 Personen, Bestellungen wurden am Schalter 1 des Postamtes Oldenburg und fernmündlich entgegen genommen. Für viele Veranstaltungen und Ausflüge wurden die Autobusse der Reichspost in der Folgezeit gerne angemietet.


Anlässlich des Wanderwettschießen des Oldenburger Schützenbundes welches vom 17. bis 18. Mai in Metjendorf stattfand, stellte die Reichspost eine dauerhafte Verbindung zwischen Metjendorf und der Stadt Oldenburg (Hauptbahnhof) her, so dass die Gäste zu jeder Zeit den Bahnhof und die Stadt erreichen konnten. Auch während des am Sonntag den 05.07.1925 stattfindenden „Großen internationalen Rad- und Motorrennens“ auf der Radrennbahn in Bloherfelde wurden laut der Rennleitung ab 14 Uhr eine Postautoverbindung ab Friedensplatz zur Rennbahn organisiert. Am 30.08.1925 warb die Reichspost selbst für Omnibusfahrten ab dem Friedensplatz zu einem Radrennen in Bloherfelde ab 13.30 Uhr.


Wirtshäuser am Stadtrand von Oldenburg wie zum Beispiel die Gaststätte „Zum grünen Wald“ von Fr. Kracke in Bloherfelde-Wildenloh warben bereits 1925 neben einen schönen schattigen Garten, dem Saal, der Kegelbahn und Klub- und Gesellschaftszimmern auch mit der Postautoverbindung Oldenburg. Auch der Bümmersteder Courier bot an Sonntagen Tanzkränzchen mit halbstündlicher Postautoverbindung ab Gramberg, Markt (Oldenburg) an.

Auch Vereine nutzten das Postauto für diverse Ausflugsfahrten in die nähere und weitere Umgebung.

Aus Anlass des Oldenburger Kramermarktes waren im Oktober 1925 wegen der Sperrung der Innenstadt folgende Umfahrten der Kraftpostbusse erforderlich: 1. Linie Wiefelstede: Ab Postamt - Stolle (Ecke Osterstraße) – Rosenstr. – Milchstr. – Lindenstr. – Haltestelle Gerdes usw.; 2. Linie Elsfleth: Ab Postamt - Stolle (Ecke Osterstraße) – Rosenstr. – Donnerschweer Str. usw.; 3. Linie Friesoythe: Ab Postamt – Huntestr. – Damm, Ecke Gartenstr. (Haltestelle) usw.; 4. Linie Wardenburg – Garrel: Ab Postamt – Haltestelle Altes Schloss, Ecke Huntestr. – Damm usw.; 5. Linie Wildeshausen wie Linie 4.


Obwohl die am 01.08.1924 aus den nicht nach Oldenburg eingegliederten Teilen der Gemeinde Eversten entstandene neue Gemeinde Ofen mit den Bahnhof Bloh eine eigene Eisenbahnstation besaß, gab es hier doch den Wunsch eine Autobusverbindung nach Oldenburg einzurichten. Die Schüler, die eine Oldenburger Schule besuchten, sollten so eine bessere Fahrmöglichkeit erhalten. Auch wünschten die Einwohner eine bessere Verbindung, um an Veranstaltungen in der Stadt Oldenburg teilnehmen zu können oder um morgens in Oldenburg noch die Frühzüge zu erreichen. Der Gemeindevorsteher Schwarting führte daher Vorgespräche mit dem Postdirektor Müller und einem Vertreter der Heil- und Pflegeanstalt Wehnen.


Am 16.09.1925 meldeten die Nachrichten das die Reichspost ihre früheren Bedingungen, das die Gemeinde Ofen eine Mindesteinnahme für die Strecke garantieren müsste fallen gelassen habe, so das  in einigen Wochen mit der Eröffnung der neuen Postautomobilverbindung Oldenburg – Ofen zu rechnen sei. Letzte Haltestelle in Ofen sei die Heil- und Pflegeanstalt Wehnen. Am 20.10.1925 gab es die Meldung, das die Automobil-Verbindung Oldenburg – Ofen in Laufe der Woche eröffnet werde.


Die Reichspost habe aber nach anfänglicher Zusage diese Linie einer Privatgesellschaft überlassen. Folgende Haltestellen sollten eingerichtet werden: Steffmann, Kurwickstr.; Friedensplatz; Ammerländer; Krückeberg; Landhaus Wittekind;  Wirtschaft Meyer; Ofener Krug( Wirtschaft Willers); Heilanstalt Wehnen. Bei der Gesellschaft handelte es sich laut einem Leserbrief vom 28.10.1925 zu folge um die „Autotaxameterzentrale“  die sich bereitgefunden habe, die Linie ab 22.10.1925 mit einen beheizbaren Autobus zu eröffnen.  Nachdem die Reichspost nach einer theoretisch halbjährlichen Erwägung zu den Schluss gekommen war, die Strecke wegen angeblicher Unrentabilität nicht zu fahren, trat die „Oldenburger Autotaxameter-Zentrale, Inh. Herr Höner“ in kurzer Zeit den Gegenbeweis an. Laut Fahrplan fuhr Wochentags ab Oldenburg mittags um 1:50 und nachmittags 6:00 und nach Bedarf für Theater-Abonnenten abends 23 Uhr ein Bus, ab Wehnen fuhr morgens 7:30 und mittags 2:50 ein Bus nach Oldenburg. Sonntags gab es ab Oldenburg 4:00 nachm. und 6:45 abends und ab Wehnen 4:30 nachm. sowie 7:10 abends Fahrten. Der Fahrpreis betrug für Erw. 0,50 und für  Kinder 30 Pfennige. Am 14.11.1925 ging diese Autobusverbindung Wehnen – Oldenburg jedoch endgültig in den Betrieb der Bremer Vorortbahnen über.


Der Friedensplatz in Oldenburg diente auch 1926 als Haltepunkt von Postbussen, wie man einer am 28.04.1926 erschienenen Zeitungsanzeige entnehmen kann. Während eines Radrennens wurden Sonderfahrten im 10 Minutentakt mit Postbussen vom Friedensplatz zum Bloherfelder Hof angeboten. Laut dem Fahrplan zum Kramermarkt der Reichspost vom 02.10.1926 verkehrte ab Eversten (Haltestelle Schulz) ab 11 Uhr vormittags stündlich und ab 14 Uhr halbstündlich ein Bus zum Kramermarkt und ab Metjendorf gab es an allen Tagen stündlich und abends sogar halbstündlich Fahrten zum Kramermarkt. Erst ab 01.11.1926 richteten die Bremer Vorortbahne eine eigene Buslinie aus der Stadt nach Eversten (Friedhof) ein 

Fahrplan der Reichspost vom 15.05.1927


Im Laufe der Zeit wurden auch immer wieder Sonderfahrten mit Autobusen des Postamt Oldenburg organisiert. Im Mai 1929, startete am Schloss, die erste von Oldenburg ausgehende Deutschlandfahrt mit einem Postautobus. 1955 erinnerte sich einer der beiden (sich unterwegs ablösenden) Fahrer jenes Wagens so an diese erste Fahrt: „Wassergekühlte Bremsen, mühseliges Kraxeln auf Bergstraßen, Wegweiser, die unterwegs erst umgesetzt werden mussten, um genügend Platz für die Durchfahrt zu schaffen, Fenster in kleinen Ortschaften, die erst geschlossen werden mussten, weil man sonst nicht durchkam.“ Dies war auch der Beginn des Reisens mit dem Autobus, dass sich noch heute großer Beliebtheit erfreut.


Ein ab 21.09.1930 gültiger Fahrplan der Kraftpost Oldenburg zur Gartenwirtschaft „Gut Hundsmühlen“ sah wochentags eine Fahrt ab Markt um 15 Uhr und sonn- u. feiertags Fahrten ab Markt um 15, 16, und 18.30 Uhr vor. Ab Gut Hundsmühlen ging es täglich um 18 Uhr zurück, zusätzlich gab es sonn- u. feiertags Rückfahrten um 15.30 und 19 Uhr. Der Bus hielt an den Haltestellen: Markt, Haus Gartentor,  Ripken, Kickler, Wöbken, Gut Hundsmühlen. Während des Kramermarktes 1930 gab es eine stündliche Postautoverbindung vom Gut Hundsmühlen nach Oldenburg (Kasinoplatz – Pferdemarkt).


Am 01.05.1932 verfügte der Fahrzeugpark des Postamtes Oldenburg bereits über 8 Omnibusse. Das Postamt unterhielt 5 Kraftpostlinien mit einer Netzlänge von insgesamt 101 km. Die Linien führten von Oldenburg nach Friesoythe, Kirchhatten, Oberlethe, Wiefelstede und Neuenbrok. Ein Oldenburger Stadtführer aus dem Jahre 1938 nannte aber fälschlicherweise Bardenfleth als Endpunkt.


Die Busse fuhren alle von der Hauptpost in Oldenburg ab, in einzelnen waren das die Kraftpost-Linien:


1. Oldenburg – Kirchhatten (19 Km),
2. Oldenburg – Edewecht – Friesoythe (32 Km),
3. Oldenburg – Neuenbrok (24 Km),
4. Oldenburg – Wardenburg -Oberlethe (11 Km),
5. Oldenburg – Metjendorf – Wiefelstede (15 Km).

Eine große Bedeutung erlangten diese fünf Kraftpostlinien von und nach Oldenburg auch im Schülerverkehr, in den vierziger Jahren stellten Schüler bereits den größten Anteil der Fahrgäste.


Im Jahre 1927 hatte die Reichspost in Oldenburg am Festungsgraben eine Kraftwagenhalle, eine Reparaturwerkstätte und eine Dienstwohnung für den Werkstatt errichtet.Bereits 1937 

wurden für den Bau von Großgaragen für die Reichspost in der Amalienstraße zwei Grundstücke angekauft. Geplant war die am Festungsgraben vorhandenen Garagenbauten so zu erweitern, wie der ausgedehnte Kraftwagenbetrieb der Post sie benötigte. Die geplante Großanlage sollte nach den zeitgemäßen Gesichtspunkten ausgebaut werden und so organisiert werden, dass eine Durchfahrt über das Garagengrundstück vom Festungsgraben zur Amalienstraße gegeben wäre. Wegen des Kriegsausbruches 1939 wurden die bereits in Vorbereitung befindlichen Pläne für die Großanlage aber zurückgestellt,  im Dezember 1939 wurde jedoch auf den Garagenhof eine weitere Tankstelle für die Großgaragen am Festungsgraben eingebaut.


Entwicklung des Kraftpostverkehrs im Oldenburger Land


Nicht alle Busverbindungen, die man 1925 im Gebiet der Oberpostdirektion (OPD) Oldenburg eingerichtet hatte erwiesen sich letztlich als rentabel und einige wurden bereits nach kurzer Zeit wieder eingestellt, z.B. die Strecken im Ammerland von dessen Einrichtung die örtliche Lokalzeitung seinerzeit wie folgt berichtete:


„30. August 1925, Westerstede: Die Einweihungsfahrt der Kraftpost Remels - Westerstede - Bad Zwischenahn fand gestern Nachmittag statt. An der Fahrt nahmen Amtshauptmann Münzebrock, Westerstede, einige Vertreter der Oberpostdirektion, Gemeindevorsteher Deetjen, Bad Zwischenahn, und die Postmeister Niemann, Westerstede, und Bruns, Zwischenahn teil. Alle stellten fest, dass der Postkraftwagen bequem und komfortabel eingerichtet ist und sehr angenehm fährt.“


Noch am 06.01.1926 berichteten die „Nachrichten“, das sich die Strecke zwischen Wester-stede und Bad Zwischenahn günstig entwickele, nachdem der Fahrplan so gestellt worden

war, das er allen Anforderungen entspräche. Es wurden vor allen die Mittagsverbindung hervorgehoben, da sie sowohl für die beteiligten Gemeinden als auch für die von Auswärtskommenden besonders wichtig sei. Daher löste die Nachricht das mit dem 31.03.1926 die Kraftfahrtlinie eingehen solle Mitte März in der Bevölkerung ein lebhaften Bedauern aus. Die Strecke wurde dann probeweise über den 01.04.1926 hinaus mit wesentlicher Preisermäßigung befahren. Der Fahrpreis für die Strecke Westerstede - Bad Zwischenahn betrug nun 70 Pfg. und für die Strecke Westerstede – Rostrup oder Fikensolterfeld – Zwischenahn 60 Pfennige. Die Kraftpostlinie Westerstede – Bad Zwischenahn konnte trotz dieser erheblichen Fahrpreisermäßigung weiterhin nicht rentabel betrieben werden und wurde daher am 15.04.1926 endgültig eingestellt.


Obwohl sich die Gemeinde Augustfehn im März 1925  bereit erklärte die erforderliche Garantiesumme für die seinerzeit umstrittene  Autobusverbindung Augustfehn – Remels zu leisten wurde dies im Landkreis Leer als Versuch angesehen eine Strecke von Hollen zum Bahnanschluss  Stickhausen zu boykottieren, so ist es nicht verwunderlich das trotz eines einstimmigen Beschlusses der Ratsherren von Remels nach Augustfehn zu fahren der Kreistag beschloss sich für die Linie Remels – Stickhausen einzusetzen. Obwohl der Wagen für die etwa 7 Km lange Strecke  mehr Fahrzeit benötigte als auf der ca. 2 Km langen Strecke Hollen – Augustfehn. Es wurde vom einem Artikelschreiber vermutet, dass die getroffene Entscheidung vor allem daran lag das Augustfehn bereits zum Freistaat Oldenburg gehörte, während Stickhausen wie ganz Ostfriesland in Preußen lag. So bekam Augustfehn erst im November 1925 seinen Kraftpostanschluss, die Lokalzeitung schrieb:


„22. November 1925, Augustfehn: Endlich hat auch Augustfehn die sehnlichst erwartete Kraftpostverbindung. Der Kraftwagen fährt regelmäßig von Hollen über Augustfehn nach Barßel hin und her und übernimmt in Hollen die Reisenden von Remels aus dem Kraftpostwagen Remels - Ostrhauderfehn. Gestern fand die feierliche Eröffnung der Strecke im Beisein von Vertretern des Amtes, der Gemeinde, Post und Handelskammer statt.“


Laut dem am 25.11.1925 veröffentlichen Fahrplan fuhr werktäglich um 13:10 Uhr ab Augustfehn ein Postbus, der dabei auch Stückgut beförderte nach Hollen das um 13.27 Uhr erreicht wurde. Wer nach Remels fahren wollte brauchte 28 Minuten, da im Fahrplan die Ankunftszeit in Remels mit 13:55 Uhr aus gewiesen wird.  Um 15:20 Uhr konnte man  von Remels aus wieder in Richtung  Hollen fahren, von dort aus ging es um 15:30 zurück nach Augustfehn, wo der Autobus um 15:57 Uhr eintraf. Während für die Hinfahrt 45 Minuten gebraucht wurde, waren es für die Rückfahrt nur 37 Minuten. An Werktagen gab es eine weitere Verbindung von Augustfehn nach Hollen und Anschluss nach Remels bei der aber kein Stückgut befördert wurde. Um 20:45 ging es in Augustfehn los und nach 13 Minuten war man um 20:58 in Hollen. Von dort kehrte der Bus um 21:00 Uhr zurück nach Augustfehn. Für die Weiterfahrt von Hollen nach Remels musste man 42 Minuten einplanen, denn erst um 21:40 Uhr war der Ort erreicht. Sonntags, dienstags, donnerstags und sonnabends fuhr morgens um 8:08 ein Bus von Augustfehn nach Hollen, das um 8:24 Uhr erreicht wurde. Ab Remels startete an diesen Tagen um 7:55 Uhr ein Autobus in Richtung Hollen, von dort konnte man  um 8:25 Uhr nach Augustfehn weiterfahren, so dass der Fahrgast um 8:43 Uhr den Ort erreichte. Die Gesamtreisezeit  betrug  somit bei fahrplanmäßiger Einhaltung  48 Minuten. Nach kurzer Zeit wurde die Kraftpostlinie Remels – Augustfehn – Barßel bereits am 19.12.1925 wieder eingestellt.


In Gegensatz zu den vorgenannten Kraftpoststrecken, die nach kurzer Zeit wieder eingestellt wurden, fuhren weiterhin Postbusse auf der am 05.05.1925 eröffneten Kraftpostverbindung Remels – Detern – Stickhausen – Westerrhauderfehn – Ostrhauderfehn. Diese Autoverbindung verband die Orte mit der Bahnstation Stickhausen-Velde, die an der Bahnstrecke Oldenburg – Leer lag. Der Bus nach Westrhauderfehn fuhr um 9:40  Uhr von Bahnhof Stickhausen-Velde ab, eine weitere Fahrt gab es  um 16:40 Uhr. In Richtung Remels fuhren vom Bahnhof Stickhausen-Velde die Busse um 13:15 und um 21:00 Uhr ab. Die Fahrpläne konnten kostenlos vom Postamt Stickhausen-Velde bezogen werden. Später wurden daraus die Kraftpoststrecken Remels - Stickhausen-Velde und  Stickhausen-Velde über Potshausen – Holte – Marienheil - Westrhauderfehn  nach  Ostrhauderfehn. Der frühmorgens von Ostrhauderfehn nach Stickhausen-Velde zum Bahnhof an der Strecke Oldenburg-Leer fahrende Bus musste den Fahrplan pünktlich einhalten, damit Reisende den Zuganschluss erreichten. Auf der abendlichen Tour nach Ostrhauderfehn ging es gemütlicher zu, da konnte man den Fahrer auch schon mal dazu überreden bei einer der zahlreichen Gaststätten eine längere Zwischenstation einzulegen.



Bereits im April 1926 weist eine Anzeige auf einen Postautoverkehr in Oldenburg hin. Auch Wardenburg wirbt in den 30ern mit der Postautoverbindung. In der linken Anzeige wirbt 1932 die „Allgemeine Kraftfahrzeug-Betriebs-GmbH“, für ihre Busse.


Auch in anderen Landesteilen des Oldenburger Landes  wurden seit 1925 Kraftpoststrecken eingerichtet. So wurde bereits am 09.05.1925 der Betrieb auf der Kraftpostlinie Jever – Horumersiel und am 10.05.1925 auf der Strecke Wilhelmshaven – Rüstringen – Hooksiel aufgenommen.


Die Kraftpostlinie Wilhelmshaven – Friedeburg – Sande, die am 05.09.1925 eröffnet wurde, konnte sich im Gegensatz zu den vorgenannten Linien, dagegen nicht lange halten. Mit dem 04.09.1926 wurde bereits die Strecke Wilhelmshaven – Reepsholt stillgelegt, zwischen Friedeburg und Sande verkehrte die Kraftpost zunächst noch weiter. Die letztlich verbliebende Kraftpoststrecke Sande – Neustadtgödens wurde zum 01.04.1927 eingestellt.


Die Eröffnungsfahrt der von der OPD Bremen eingerichteten Kraftpostlinie zwischen dem oldenburgischen Dedesdorf und Wesermünde-Geestemünde fand am 04.07.1925 statt. Das eingesetzte Postauto fasste ca. 20 Personen. An der 11 Km langen Fahrstrecke, die ab 05.07.1925 täglich 3 x befahren wurde gab es die Haltsstellen:  Dedesdorf  - Wiemsdorf – Overwarfe – Ueterlande -  Fleeste (Schule) – Lanhausen - WM-Wulsdorf.


Neben der Kraftpost bemühten sich zu dieser Zeit auch andere Unternehmen um die Einrichtung von Fernbuslinien. So planten zum Beispiel auch die Bremer Vorortbahnen noch Ende Januar 1926 die Einrichtung von Fernlinien von Oldenburg aus nach Rastede und Bad Zwischenahn, wie man einem Artikel der Nachrichten für Stadt und Land entnehmen kann. Aber bereits 1925 war in Oldenburg ein Antrag der AG "Kraftverkehr-Nordmark" aus Altona auf Eröffnung von Omnibuslinien abgelehnt worden.


In der Gemeinde Stuhr freute man sich im Februar 1925 über die Einrichtung der Autobuslinie von Heiligenrode über Brinkum – Stuhr – Huchting nach Bremen, aber bereits am 13.02.1925 wurde dem Unternehmer der Betreib verboten, da auf Bremer Gebiet bereits einer anderen Gesellschaft eine Konzession erteilt worden war. Da von verschiedenen Seiten Einspruch erhoben wurde, der Erfolg hatte, wurde der regelmäßige Kraftwagenverkehr  am 24.02.1925 wieder aufgenommen. Am 10.05.1925 wurde berichtet das man damit rechnet, das nachdem seitens der Postverwaltung die Genehmigung erteilt wäre in den nächsten Tagen der Kraftwagenverkehr zwischen Delmenhorst und Stuhr sowie zwischen Delmenhorst und Falkenburg – Kirchkimmen aufgenommen werde. Aber erst am 04.09.1925 wurde die Kraftpostlinie Kirchkimmen - Falkenburg – Delmenhorst tatsächlich eingerichtet. Im September 1925 beklagte sich ein Fahrgast, der mit dem Postauto auf der Strecke Delmenhorst – Stuhr unterwegs war, darüber, dass er nun nicht mehr in das Personen-Auto des Gastwirts Müller in Kloster Heiligenrode steigen konnte, um schnell nach Bremen zu fahren, da dies Herrn Müller  jetzt untersagt worden sei.


Bereits am 19.03.1926 wurde darüber berichtet das die bisher bis Kirchkimmen fahrende Kraftpostlinie infolge ungenügender Benutzung demnächst eingestellt würde und vorläufig täglich nur einmal von Delmenhorst und zurück fahre. Privatleute wollten sich aber zusammentun und Kraftwagen zwischen Delmenhorst und Falkenburg fahren lassen. Im Frühjahr 1927 stellte die Reichpost die Delmenhorster Autoverbindungen Delmenhorst ein.
Der Reichspostfahrer Hinrich Hutfilter kaufte daraufhin den kleinen Ford-Omnibus von der Post und betrieb die Linie vom 19. April 1927 an selbst. Die Lokalpresse schrieb am 18.05.1927 darüber das seit die Preise für den Kraftwagenverkehr erheblich heruntergegangen seien, die Benutzung sehr stark benutzt werde. Wegen größere Straßenreparaturen auf der Staatschaussee Delmenhorst – Oldenburg müsse der Verkehr zeitweise über Ganderkesee und Hoyerswege umgeleitet werden. Es sollte außerdem versucht werden, den Verkehr zwischen Delmenhorst und der Gemeinde Stuhr wieder in Gang zu bringen.
Hutfilter gelang es, die Strecke Delmenhorst - Falkenburg - Kirchkimmen erfolgreich zu betreiben und seit 1928 fuhr er auch 3x täglich die Strecke Hengsterholz – Hoyerswege – Delmenhorst. Die Busstrecke Delmenhorst - Falkenburg - Kirchkimmen, wird in einem Reiseführer aus dem Jahr 1939 erwähnt und wurde laut dem Oldenburger Wanderbuch von 1951 von dem Busunternehmer Hinrich Hutfilter noch betrieben. Während des II.Weltkrieg gingen allerdings vier Busse verloren, so dass er nach Kriegsende mit einem Bus vom Schrottplatz neu beginnen musste.


Während private Busunternehmen sich ihre Strecken amtlich genehmigen lassen mussten, hatte die Reichspost seit 1919 das Recht Kraftfahrlinien nach eigenem Ermessen und ohne Genehmigung der Landesbehörden einzurichten. Nach dem 1925 erlassenden Kraftfahrliniengesetz musste die Post aber die Linienplanung und Inbetriebnahme in einem Anzeigeverfahren vorzeitig bekanntgeben. Durch die neu eingerichteten Strecken wurde die Kraftpost aber auch für die Reichsbahn eine ernstzunehmende Konkurrenz und wurde deshalb aktiv, aber erst 1931 bekam die Reichsbahn ein Widerspruchsrecht bei den angezeigten neuen Kraftpostlinien.


Das Reichskursbuch, das vom Reichpostministerium herausgegeben wurde, enthielt die Eisenbahn-, Kraftwagen-, Luftverkehr- und Dampfschifffahrtsverbindungen in Deutschland. Leider beschränkt sich der Nachdruck des Kursbuches von 1927 auf den Eisenbahnverkehr, während man auf einen Nachdruck der Kraftwagenverbindungen verzichtete. Allerdings waren in den Fahrplänen die Bahnstationen, die auch in den Kraftwagen-Fahrplänen auftauchten besonders gekennzeichnet. Neben Oldenburg, Rüstringen und Wilhelmshaven waren dies im Jahre 1927 die Stationen: Ahlhorn, Blexen, Burhave, Cappeln, Cloppenburg, Damme, Dinklage, Dötlingen, Edewecht, Einswarden, Emstek, Friesoythe, Goldenstedt, Jever, Lohne, Ohmstede, Schwei, Schneiderkrug, Stollhamm und Wildeshausen.


Da einige von diesen Orten mehr als 2 Km von der Bahnstation entfernt lagen, bot sich hier wohl die Einrichtung einer KOM-Linie an. Wie zum Beispiel die Bahnstation Schneiderkrug, die man 1885 zwischen den Orten Emstek und Visbek eingerichtet hatte, diese Station lag 5 Km von Visbek entfernt. Auch der alte Ort Ahlhorn lag ca. 1 Km östlich vom Bahnhof und Dötlingen und Goldenstedt waren sogar weit mehr als 2 Km von der gleichnamigen Bahnstation entfernt.
Bereits am 25.03.1925 fand eine Eröffnungsfeier für die Autobusstrecke Cloppenburg – Molbergen – Werlte – Lorup – Esterwegen statt. Da seinerzeit die Reparatur der Straße Molbergen – Peheim noch nicht beendet waren fuhr der Omnibus einige Tage über Lindern, Lastrup, Ermke nach Cloppenburg. Am 01.05.1925 wurde die Autoverkehrslinie Cloppenburg – Molbergen – Werlte – Lorup – Esterwegen von der Postverwaltung übernommen. Bereits im Mai wurde ein zweiter Autobus eingestellt, der den ersten an Größe weit übertraf, da er 40 Personen fasste und praktisch eingerichtet war. Nachdem die Autobuslinie  Cloppenburg – Garrel – Oldenburg genehmigt worden war, ging man im Juli 1925 noch davon aus, das von Cloppenburg aus 3 Autobuslinien betrieben würden:  Cloppenburg – Garrel – Oldenburg, Cloppenburg – Molbergen – Peheim – Werlte – Esterwegen und die seinerzeit in Vorbereitung befindliche Strecke Cloppenburg - Visbek – Twistringen. Bereits in einer Anzeige für ein am 14.06.1925 stattgefundenem Rennen in Cloppenburg wurde neben den Zugverbindungen der Reichsbahn und Kleinbahnen auch schon auf die Verbindungen der Linien der „Auto-Post“ Peheim – Molbergen – Cloppenburg und Visbek – Schneiderkrug – Cloppenburg und zurück hingewiesen. Am 18.08.1925 wurde berichtet, das in Cloppenburg mit dem Neubau der Postverwaltung und der Halle zur Unterbringung von 6 – 7 Postautos begonnen worden sei, nachdem die Stadt eine gewisse Garantiesumme für den Betrieb der Autobus-Verbindungen übernommen hatte.


Die Kraftpostverbindung Vechta – Daren – Harme -Hausstette – Lüsche – Addrup – Bevern – Essen (Oldb) wurde in einem Zeitungsbericht vom 17.02.1925 noch als eine der aussichtsreichsten der geplanten Autobuslinien angesehen. Laut dem ab 14.04.1925 gültigen Fahrplan für die Kraftwagen-Personenpost Vechta – Essen (Oldb) gab es täglich in jede Richtung zwei Fahrten auf der 27.5 km langen Strecke. Der Fahrpreis betrug 10 Pfennig für einen Kilometer.  Die Postautoverbindung zwischen Vechta und Essen wurde aber bereits am 01.10.1925 wegen zu geringer Inanspruchnahme wieder aufgehoben.


Die Lokalpresse schrieb am 22.08.1925 das die Kraftpostlinie Cloppenburg –  Emstek – Schneiderkrug – Visbek – Goldenstedt in den aller nächsten Tagen in Betrieb genommen werde. Die dafür bestimmten Wagen ständen bereits zur Verfügung, laut dem ab 27.08.1925 gültigen Fahrplan für die Kraftpostlinie sah an Werktagen zwei Fahrten und sonntags 1 Fahrt vor. Zum 01.12.1925 wurde aber der Teilabschnitt zwischen Visbek und Goldenstedt wegen Unrentabilität bereits wieder aufgehoben. Gleichzeitig zum 01.12.1925 wurde auch der Abschnitt Vechta – Goldenstedt – Colrade der bisherigen Kraftpoststrecke Vechta - Colnrade - Twistringen wegen Unrentabilität wieder aufgehoben. Auch die Postautolinie von Vechta nach Damme wurde am 04.12.1925 aus Rentabilitätsgründen wieder eingestellt. 


Zwischen dem Ort Goldenstedt und dem etwas außerhalb des Ortes gelegenen gleichnamigen Bahnhof wurde aber bereits ab 09. 12.1925 ein Postkraftwagen eingesetzt,  mit wenigen Ausnahmen startete dieser Bus vom Postamt in Goldenstedt aus immer 20 Minuten vor Abfahrt der Personenzüge am Bahnhof Goldenstedt. Keine Fahrten erfolgten für den Zug morgens um 5:27 nach Delmenhorst und dem Zug der Sonntags um 6:52 Uhr nach Vechta fuhr. Das Postauto von Goldenstedt zum Bahnhof stellte im März 1926 infolge mangelhafter Benutzung seitens der Fahrgäste die Fahrten an Werktagen zu den Morgen- und Abendzügen ein. Es wurde befürchtet, das auch die übrigen Fahrten eingestellt werden könnten, was für die Reisenden wohl schwer empfunden worden wäre, da der Bahnhof ja 4 Km vom Ort entfernt lag.

Dagegen konnte die im April eröffnete Kraftpoststrecke Lohne – Dinklage – Badbergen – Quakenbrück erfolgreich betrieben werden, dafür musste die in der ersten Zeit zusätzlich von der Post geführte Autobuslinie Lohne – Diepholz bereits im Dezember 1925 wieder aufgegeben werden. Am stärksten wurde die Linie Lohne – Quakenbrück von der Bevölkerung aus Wedel, Badbergen und Dinklage genutzt. Die Post hatte im April 1925 die ursprünglich vom Unternehmer Franz Schulte betriebene Autolinie Diepholz – Lohne – Dinklage – Quakenbrück übernommen und den bisher zwischen Lohne und Diepholz verkehrenden Autobus gekauft. Am 08.04.1925 traf ein zweiter Autobus mit 26 Sitzplätzen in Lohne ein, so dass der Verkehr zunächst mit zwei Autobusse betrieben werden konnte. Am 09.04.1925 fand nachmittags mit dem neuen Wagen eine Probefahrt nach Dinklage – Quakenbrück – Badbergen statt. Nach Ostern 1925 wurde der Betrieb der Strecken wieder eröffnet, wofür ein dreimaliger Wagenverkehr am Tage vorgesehen war.


Mit der Einstellung der Teilstrecken Visbek - Goldenstedt, Wardenburg – Garrel und Visbek  - Wildeshausen erfüllten sich nicht alle Planungen in Cloppenburg wie erhofft. Neben der Kraftpostlinie Cloppenburg - Werlte – Lorup - Esterwegen gab es um 1927 nur noch die von Cloppenburg über Emstek, Cappeln und Schneiderkrug nach Visbek führende Buslinie. Diese Postautoverbindung Cloppenburg – Visbek galt im Februar 1927 aber schon als gefährdet, da die Gemeinde Visbek nicht bereit war eine Garantie von monatlich 180 Mark zu übernehmen. Die Gemeinden Cloppenburg und Emstek hatten sich dagegen sich zur Übernahme der auf sie entfallenden Garantiesummen bereit erklärt.  Ab 15.07.1927 wurde die Kraftpostverbindung Cloppenburg - Schneiderkrug – Visbek trotz aller Bemühungen der beteiligten Gemeinden endgültig eingestellt.


Im Verkehrs-Taschenatlas von Deutschland 1927/1928 ist noch die damalige Kraftpostlinie von Wildeshausen über die Kol. Steinloge und den Ort Ahlhorn bis zum Bahnhof Ahlhorn zu finden. Da die beteiligten Gemeinden es aber ablehnten, das Risiko für die Geschäfte der Post zu übernehmen, wurde die Postverbindung Wildeshausen – Ahlhorn, die auch den Verkehr zu den herrlichen Steindenkmälern herstellte Anfang März 1927 teilweise eingestellt, es wurde nur noch an einzelnen Tagen gefahren. Es gelangt  den Gemeinden und Ortschaften des Amtes Wildeshausen darauf hin, Herrn Fritz Wortmann mit seinem neuerbauten Opel Omnibus, der etwa 14 Personen fasste zu gewinnen den Autobusverkehr auf der Strecke zu übernehmen. Er fuhr ab Wildeshausen um 8 Uhr, 12.40 Uhr mittags und 7.30 abends nach Ahlhorn zum Anschluss an die Züge und kehrte nach Eintreffen der Züge um 9 Uhr früh, 4.05 nachm. und 8.50 abends zurück. Die neue Verbindung sorgte für eine Verbesserung des Verkehrs und günstigere Preise. Diese  Autoverbindung von Wildeshausen nach Ahlhorn über Visbek wurde einen Bericht vom 31..05.1928 zufolge, während der Pfingsttage 1928 sehr viel benutzt. Am 31.10.1929 eröffnete Fritz Wortmann mit seinem Autobus auch die Fahrten auf der neuen Autobuslinie Wildeshausen – Colnrade – Beckel. Dreimal am Tage sollte die Verbindung durchgeführt werden, genauso  wie es auf der Strecke Wildeshausen – Ahlhorn bereits erfolgte.


Das Gebiet der Oberpostdirektion Oldenburg hatte 1927 eine Ausdehnung von rund 14 600 qkm und eine Einwohnerzahl von 1,5 Millionen. Die Zahl der Kraftpostlinien betrug in diesen Bezirk am 31.03.1927  38.  Vom 01.04.1926 bis 31.03.1927 legten die Busse insgesamt 1.271.710 Km zurück und beförderten 890.912 Reisende.


Vor allen die Orte ohne eigenen Eisenbahnanschluss, wie Wardenburg, Wiefelstede oder Kirchhatten sollten von den neuen Kraftomnibusverbindungen profitieren und waren profitabel.


Ab 01.01.1928 wurde die Kraftpostverbindung zwischen Lorup und Esterwegen wegen zu schwacher Benutzung dieser Teilstrecke aufgehoben. Somit wurde nur noch die Linie Cloppenburg – Molbergen – Werlte – Lorup in bisheriger Weise aufrecht erhalten. Um 1930 gab es eine Kraftpostlinie Werlte – Lorup – Esterwegen – Börger – Sögel, die noch in den 1940er Jahren betrieben wurde. Die Kraftpost aus Cloppenburg fuhr nun nur noch bis Werlte.


Die anfangs von Harpstedt über Bassum nach Vilsen führende Omnibusstrecke führte später bis nach Verden. Im Jahre 1931 hatte die Strecke folgenden Verlauf: Harpstedt -Bassum - Vilsen - Blender - Verden und Thedinghausen - Blender - Verden.


Aus der von der Reichsbahnzentrale herausgegebenen Karte von 1931 sind neben den 5 von Oldenburg ins Umland führenden Strecken noch folgende Kraftpostlinien, die Gebiete des Oldenburger Land berührten ersichtlich:


Wilhelmshaven – Hooksiel – Horumersiel;
Jever – Hooksiel;
Stollhamm – Schwei – Strückhausen *);
Dedesdorf – Wesermünde (Geestemünde);
Bahnhof Goldenstedt – Goldenstedt;
Lohne – Dinklage – Badbergen - Quakenbrück;
Damme – Wallenhorst – Osnabrück;
Cloppenburg - Molbergen - Werlte.


*) Die schon im Verkehrstaschenatlas von 1925 verzeichnete Strecke Stollhamm - Schwei wurde später bis nach Strückhausen verlängert. Am 01.01.1931 wurde diese Kraftpostlinie auf der Teilstrecke Schwei – Strückhausen aber schon wieder stillgelegt, da das Postauto nicht genügend benutzt wurde. Auf der restlichen Strecke Stollhamm – Seefeld  – Schwei verkehrte das Postauto nur noch täglich einmal vormittags und einmal abends.


Karte von 1931


Die Kraftpost, dessen Busse von 1934 bis 1945 übrigens rot lackiert waren, entwickelte sich in den 30er Jahren zum größten Omnibusunternehmen Europas. Seit 1931 schützte eine Verordnung Reichsbahn und Reichspost vor unliebsamer Konkurrenz. Ende 1936 zählte der Kraftwagenbestand der Deutschen Reichspost über 16.000 Kraftfahrzeuge, darunter befanden sich rund 3.900 Kraftomnibusse.


Auch Privatunternehmer richteten seit den zwanziger Jahren im Oldenburger Land Buslinien ein, neben den bereits erwähnten Fritz Wortmann aus Wildeshausen, gab es inzwischen viele private Busunternehmen, die der Reichspost Konkurrenz machten. Im Jahre 1930  befuhr z.B. die Fa. Alfred Thiel Kraftlinien, mittwochs und sonnabends die Strecke Oldenburg – Neuenhuntorf und zurück. Abfahrt am Waffenplatz in Oldenburg um 6.30, 13.00 und 18.30. Die Fahrt führte über Neuenwege – Oberhausen – Holle – Bäke – Buttel – Köterende nach Neuenhuntorf (Schmidt), wo der Bus um 7.25, 14.00 und 19.30 ankam. Von dort ging es gleich wieder auf gleicher Strecke zurück, so dass die Ankunft in Oldenburg um 8.15, 14.59 und 20.29 betrug.  Der Friesische Kraftverkehr befuhr im Jahre 1930 die Auto-Omnibus– Linie Varel – Großenmeer mit täglich 3 Fahrten von denen eine nur von Großenmeer nach Jaderberg und zurück fuhr.


In Friesland hatte Theodor Pekol im Jahre 1925 einen 14-sitzigen Ford-Omnibus für Vereins- und Gesellschaftfahrten in Betrieb genommen. Nachdem er 1926 ein zweites gleiches Fahrzeug und einen 12-plätzigen Hansa-Omnibus beschafft hatte, konnte er den Linienbetrieb Friedeburg - Wittmund - Carolinensiel aufnehmen. Es folgten weitere Linien im Jeverland, z. B. seit 01.12.1927 von Jever (Wald) über Heidmühle und Accum nach Rüstringen. Ab Januar 1933 betrieb Pekol auch den Linienverkehr in der Stadt Oldenburg mehr dazu unter Trollibus. Für die Einrichtung einer Schnelllinie von Wilhelmshaven nach Emden bekam Pekol jedoch 1931 keine Konzession, da die Reichsbahn die Zustimmung verweigerte. Erst im Sommer 1935 wurde die Reichspost dann mit der Inbetriebnahme der Strecke Emden – Aurich – Wittmund – Jever - Wilhelmshaven beauftragt. Am 21.05.1935 wurde die von Reichspost und Kreisbahn Leer-Aurich-Wittmund gemeinsam betriebene Schnellverkehrslinie eröffnet. Weitere Omnibuslinien verkehrten im Kreis Friesland von Wilhelmshaven aus nach Rüstersiel bzw. Himmelreich, und über Sande und Aurich nach Leer oder von Rüstringen nach Schaar.
Die von vielen Einwohnern gewünschte Einrichtung einer dauerhaften Autobusverbindung zwischen Rastede und Oldenburg wurde vor allem von der Reichsbahn bekämpft. Der Autobesitzer Georg Struck richtete trotzdem eine Autobusverbindung Rastede – Oldenburg ein, da diese für die Reichsbahn eine Konkurrenz bedeutete, erhielt er dafür nicht die erforderliche Genehmigung. Als er trotzdem die Strecke befuhr bekam er mehrfach empfindliche Geldstrafen. Nach längerer Pause nahm er 1930 zum Weihnachtsfest auf Bitten der Rasteder die Fahrten vom 10.12. bis 25.12. wieder auf.  Da er während der Weihnachtszeit mit seinem Personenauto Fahrgäste von Rastede nach Oldenburg und zurück transportierte wurde der Autobesitzer Georg Struck wegen Verstoßes gegen das Kraftfahrtliniengesetzes verklagt. Da er seine Fahrten aber tatsächlich nach Weihnachten eingestellt hatte wurde Struck in diesem Fall freigesprochen. Um trotzdem einen dauerhaften Linienverkehr aufzubauen, wurde ein Verein gegründet, der nur seine Mitglieder befördern sollte. Dieser Verkehrsverein Rastede – Wiefelstede hatte zwei Kraftwagenverbindungen ins Leben gerufen, die Linie Rastede – Oldenburg, die vom Unternehmer Struck befahren wurde und die bereits erwähnte Linie Wiefelstede – Neusüdende – Metjendorf – Oldenburg des Unternehmers Wieker. Die erstere machte der Reichsbahn, die 2. der Reichspost Konkurrenz, weshalb es auch hier zu Konflikten und Gerichtsverfahren kam. Der Unternehmer Georg Struck stand wegen des Betriebes der Linie zwischen Rastede und Oldenburg vor Gericht, obwohl nun der Verkehrsverein Betreiber war. Am 01.06.1932 wurde darüber berichtet das die vielumstrittene Autoverbindung Rastede – Oldenburg den Betrieb sofort einstellen musste.


Ab 15.12.1933 fuhr Strucks Autoverkehr dienstags und freitags die Strecke Rastede – Wiefelstede – Westerstede um die Verbindung der Gemeinden zum neuen Amtssitz aufrecht zu erhalten. Die Busse fuhren beim Bahnhof Rastede um 7.30 ab und trafen um 8.30 in Westerstede (Buhr) ein. Die Rückfahrt erfolgte um 12.30 so das der Bus wieder um 13.30 in Rastede. Da der Amtshauptmann seinen Sprechtag jedoch nur Mittwochs abhielt wurde der Fahrplan im Februar 1934 entsprechend geändert.


Ein Teil der von der OPD Oldenburg eingerichteten Kraftpoststrecken befanden sich aber nicht im Freistaat Oldenburg sondern in den zur preußischen Provinz Hannover gehörenden Regierungsbezirken Ostfriesland und Osnabrück. So wurden im Weser-Ems-Gebiet noch weitere Reichspoststrecken im Raum Osnabrück, im Emsland und in Ostfriesland eingerichtet

Es wurden u.a. 1925 in Ostfriesland die Kraftpoststrecken Leerort – Leer – Loga – Logabirum und Ditzum – Weener – Diele eingerichtet Der Abschnitt Weener - Diele wurde aber schon bald wieder eingestellt. Im Jahre 1930 wurde die Linie Leer - Ditzum eröffnet.  Auch von Emden aus fuhr die Kraftpost laut einer Karte von 1932 nach Pewsum, sowie über Wirdum - Norden - Norddeich nach Dornumersiel.


Von den zunächst von der OPD Oldenburg eingerichteten 40 Kraftpostlinien wurden bis August 1927 bereits 10 wieder aufgegeben. Dabei handelte es sich um solche, die von den Gemeinden und Amtsverbänden nicht mehr garantiert wurden und unrentabel waren.
Im August 1927 gab die OPD Oldenburg außerdem bekannt das sie die Osnabrücker Omnibusgesellschaft aufgekauft hat, die eine große Anzahl von Überlandstrecken betrieb.

Aus  dem Taschenatlas für Eisenbahnreisende von 1927 ist zu ersehen, das es neben der seit 1925 von der Reichspost betriebenen Strecke Osnabrück – Wallenhorst – Damme (Oldb) seinerzeit bereits Kraftwagenlinien gab, die von Osnabrück aus in die Richtungen  Tecklenburg, Bad Essen, sowie Iburg führten. Von Bad Rothenfelde führte eine weitere Strecke über Melle nach Buer. Im übrigen Regierungsbezirk Osnabrück gab es neben der Kraftpoststrecke von Bramsche nach Fürstenau noch Kraftwagenstrecken, die von Lingen aus in die Richtungen Nordhorn, Lengerich und Freren führten. Am 15.04.1925 war die Autobuslinie Werlte – Lengerich – Lingen für den Verkehr bereit gestellt worden, die genaue Linienführung war folgende: Werlte, Wehm, Wieste, Vinnen, Hersum, Holte, Lastrup, Herzlake, Feslen, Dohren, Wettrup. Handrup, Lengerich, Nordholte, Brockhausen, Lingen. Um 1930 war davon lediglich der Abschnitt Lingen – Lengerich noch als Kraftpostlinie eingezeichnet


Eine Kraftpostlinie führte außerdem vom Bahnhof Haren über Haren nach Rütenbrock an der Grenze zu den Niederlanden. Im Emsland wurden bis 1930 noch die Kraftpostverbindung von Aschendorf nach Neurhede, von Papenburg nach Börgermoor eingerichtet außerdem Strecken die von Meppen  nach Dalum, Twist, Schöningsdorf und Wesuwe  führten.

Im Bremer Umland verkehrten die Kraftpostlinien Huchting – Bremen und Leeste – Brinkum – (Arsten) - Bremen, diese wurden im Jahre 1937 von Pappelstraße bzw. Arsterdamm zum HBF Bremen verlängert. 1932 führte eine weitere Linie von Grohn-Vegesack über Blumenthal nach Meyerburg.


Das Hauptverkehrsmittel des Personennahverkehrs im Land Oldenburg blieb bis 1945 aber weiterhin die Eisenbahn. In den 30er Jahren hatte diese zwischen Oldenburg und Rastede sogar einen besonderen Eisenbahn-Vorortsverkehr zwischen dem Hauptbahnhof in Oldenburg und dem Bahnhof Rastede eingerichtet, mit den Haltepunkten Ziegelhofstraße, Bürgerfeld, Ofenerdiek, Neusüdende. Aus einem Stadtführer von 1938 erfährt man, dass die DR im Sommer Mittwochnachmittags Ausflugsfahrten (Kaffeefahrten) zu Ausflugsorten in der Umgebung und sonntags Fahrten ins Blaue durchführte.


Aber auch die Deutsche Reichsbahn setzte bereits seit 1928 Kraftomnibusse ein, beschränkte sich dabei, zunächst aber auf die Ballungsgebiete und den Schnellbusverkehr auf den neuen Autobahnen. Auf Übersichtskarten zu den Kursbüchern vor 1945 ist im Oldenburger Land aber noch keine Bahnbusstrecke verzeichnet. Um 1942 ist aber bereits die Kraftomnibusstrecke Bremen - Hamburg - Lübeck zu finden.


Die Kraftpost während des 2. Weltkrieges


Mit Ausbruch des zweiten Weltkrieges wurden zunächst Busse von  Privatunternehmern für die Wehrmacht requiriert, aber auch der Postbusverkehr sah sich trotz eines höheren Verkehrsaufkommens immer größeren Belastungen ausgesetzt.


So kam es auch im Bereich der Reichspostdirektion Oldenburg zu Einschränkungen, dies sollte vor allen den Benzinverbrauch im Reich reduzieren. Auf der  Kraftpostlinie Lohne – Dinklage – Badbergen – Quakenbrück kam es zunächst zu der Änderung, dass ab Montag den 04.09.1939 vom Postamt Lohne nur noch der Postbus um 15:15 Uhr verkehrte. Die übrigen Fahrzeiten 17:00 Uhr ab Quakenbrück bis Dinklage, 18:30 Uhr ab Dinklage bis Quakenbrück und 19:55 Uhr ab Quakenbrück bis Lohne, das um 21:08 Uhr wieder erreicht wurde blieben vorerst bestehen. Der Landpostverkehr ab Lohne verkehrte nur noch nachmittags in gewohnter Weise. Bereits am 06.09.1939 wurden dann aber die Fahrten der Kraftpost von Lohne nach Quakenbrück ganz eingestellt.


Auch die Kraftpostlinie Papenburg – Börgermoor – Neubörger verkehrte ab 04.09.1939 nur noch einmal täglich. In Ostfriesland verkehrte die Kraftpostlinie Leer – Weener vorläufig nicht mehr, nur noch der Postomnibus nach Ditzum der Leer um 18:55 Uhr verlies und um 20:00 Uhr dort eintraf fuhr weiterhin. Er verließ Ditzum am anderen Morgen um 7:40 Uhr und erreichte Leer um 8:55 Uhr.


Die Oldenburgische Volkszeitung meldete unter dem Datum Damme 07.September 1939, das der Kraftpostverkehr auf den Linien Osnabrück – Iburg, Osnabrück – Hagen, Osnabrück – Damme weiter eingeschränkt bleibt und auf den Linien Osnabrück – Borgloh, Osnabrück – Schledehausen, Osnabrück – Tecklenburg und Osnabrück – Hasbergen ganz eingestellt wird.

Trotzdem wurden auch noch neue Kraftpostverbindungen eingerichtet, so berichteten die Oldenburger Nachrichten am 15.02.1940 darüber, das eine ständige Omnibusverbindung zwischen Berne und Lemwerder in Betrieb gegangen sei. Dafür setzte die Reichspost 2 große Omnibusse modernster Bauart ein, die ca. 70 – 80 Personen Platz boten. Der Verkehr war auf die Kriegsverhältnisse zugeschnitten und sollte in erster Linie der werktätigen Bevölkerung dienen. Bei Wiederbeginn der Berufsschule wurde mit einer Erweiterung des beschränkten Fahrplanes gerechnet. Der Streckenverlauf führte von Berne aus über Ollen – Hiddigwarden – Hekeln – Harmenhausen – Krögersdorf – Bardewisch – Sannau – Deichshausen nach Lemwerder.


Ab 1941 war außerdem ein Teil des Busbestandes zwecks Truppentransports der Wehrmacht unterstellt worden, zahlreiche Busse wurden in Folge der Kriegshandlungen zerstört.  


Ab 27.05.1942 verkehrten die Kraftomnibusse von Oldenburg nach Friesoythe und Oberlethe nach einen neuen Fahrplan, der besagte das in Friesoythe der Omnibus nun um 6:15 Uhr abfuhr, so dass er in Oldenburg um 7:45 Uhr eintraf. In Oberlethe begann die Fahrt des dortigen Postomnibus um 7:00 Uhr morgens, die Ankunftszeit in Oldenburg war für 7:43 Uhr eingeplant. Die Abfahrtzeiten am Nachmittag von Oldenburg aus blieben auf den Strecken unverändert. Auf vielfachen Wunsch wurde im Oktober 1942 auf der Strecke Oldenburg - Friesoythe an der Straßenkreuzung Bösel/Altenoythe eine neue Haltestelle eingerichtet, die vor allen Dingen von den Fahrgästen aus Schlingshöhe und Bösel genutzt werden konnte. Im Januar 1943 fuhren täglich auf der Linie Friesoythe – Edewecht – Oldenburg achtundzwanzig Schüler und zwei Berufstätige, wie Wolfgang Letzel in seinen Artikel „Von der Kariole zum Postbus“ über den Postreisedienst von, nach und über Friesoythe schrieb.


Die Reichspostdirektion Oldenburg stellte am 04.03.1943 ihre Tätigkeit ein, da der Bezirk von der Reichspostdirektion Bremen übernommen wurde, die nun auch für den gesamten Kraftpostverkehr im Weser-Ems-Gebiet zuständig war.

Bereits am 04.06.1044 fiel die Kraftpostlinie Oldenburg – "Neuenbrok" dem „totalen Krieg“ gänzlich zum Opfer, wie Udo Meyer-Knickmann in einem Beitrag in den Postgeschichtlichen Heften Weser-Ems aus dem Jahre 1975 berichtete. Denn die Knappheit an Treibstoffen führte zu einer weitgehenden Umrüstung der Busse auf "Holzvergaser". Die Reichpostdirektion Bremen informierte die Postämter im Juli 1944 darüber, dass die Kraftstoffe gegenüber dem Vormonat um ca. 80 Prozent reduziert wurden, so dass die bestehenden Fahrten mit Kraftfahrzeugen stark eingeschränkt werden müssten. Das führte zu weiteren Strecken-stillegungen von Kraftpostlinien auch im Bereich des Postamtes Oldenburg.  So kam es am

09. Juli 1944 auch zur vorübergehenden Streckenstillegung der Linie Oldenburg - Edewecht - Friesoythe. Danach häuften sich die Gesuche beim Postamt Oldenburg die Linie besonders für den Schülerverkehr wieder aufzunehmen. Nachdem ein Bus auf Generatorbetrieb (Kohlever-gasung) umgerüstet worden war, ausreichend Kohle vorhanden war und ein Kraftwagenführer mit Generator-Führerschein zur Verfügung stand konnte am 2. Oktober 1944 der Linienverkehr auf dieser Strecke wieder aufgenommen werden. Weitere Anträge zur Einrichtung von Buslinien stellte das Postamt aber aus kriegswichtigen Gründen zurück. Am 11.04.1945 wurde der Post- und Kraftverkehr endgültig eingestellt.*) Quelle: Zeitschrift „Das Archiv“ Heft 2, 2011 Artikel „Von der Karriole zum Postbus“ Autor: Wolfgang Letzel.


Entwicklung des regionalen Omnibusverkehr nach 1945


Nach Kriegsende musste mit den damals noch vorhandenen Omnibussen der Personennahverkehr neu aufgebaut werden, zunächst sollten nach den Willen der Besatzungsmächte nur noch Privatunternehmer Streckenlizenzen erhalten. Erst nachdem die alliierten Besatzungsmächte von ihren Plänen, der Post die Betätigung im Straßenpersonenverkehr zu untersagen Abstand genommen hatten, begann der mühevolle Wiederaufbau, der nunmehr wieder gelben Kraftpost. Oft fehlten aber Ersatzteile, Reifen oder die entsprechenden Fahrzeuge, um auf den alten Kraftpoststrecken den Betrieb wieder aufnehmen zu können. Auch bei dem am 01.04.1947 als städtischer Betrieb gegründeten Verkehrsbetrieb Wilhelmshaven, der die Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven mbH pachtete, waren viele Fahrzeuge nicht betriebsfähig, deshalb wurden zunächst eine große Anzahl der Busse an auswärtige private Unternehmer verpachtet. Damals wurden viele Buslinien von privaten Busunternehmern betrieben, denn vor der Währungsreform 1948 kamen diese besser an Busse, Reifen, Benzin etc. heran. Hinzu kam das die britische Militärregierung der Post verschiedene Linien ohne ersichtlichen Grund gekündigt hatte und andere Strecken an Privatunternehmer vergab.


Innerhalb der Reichpostdirektion (RPD) Bremen konnten aber schon wenige Monate nach Kriegsende die Fahrten auf einigen Kraftpostlinien wieder aufgenommen werden. Die Ein-richtung der Postautobuslinie Bremen – Oldenburg diente wohl auch der Postbeförderung zwischen den beiden Städten, da die Eisenbahnverbindung 1945 noch unterbrochen war. Laut einem im Januar 1946 veröffentlichen Fahrplan fuhr dieser Postbus vormittags um 10 Uhr ab Bremen nach Oldenburg, wo er um 12 Uhr eintraf. Um 13:30 Uhr kehrte der Bus zurück nach Bremen, wo er um 16 Uhr eintraf, die Rückfahrt dauerte demnach 30 Min. länger. Nach Einstellung dieser Autobuslinie am 31.03.1946 konnte der Kraftpostdienst des Postamtes Oldenburg mit den dadurch zur Verfügung stehenden Hansa-Lloyd-Omnibussen, die mit Generatoreinsatz ausgerüstet waren, neue Verkehrsverbindungen einrichten. Vorgesehen war, laut dem Neuen Oldenburger Tageblatt vom 04.04,1946, zunächst neben den Strecken Oldenburg – Wardenburg – Oberlethe (3 x täglich) und Oldenburg – Kirchhatten (2 x täglich), auch die Strecken Oldenburg – Wiefelstede (Mo, Mi, Fr) und Oldenburg – Jeddeloh (Di, Do, Sa) zu bedienen.


Nach dem in der Zeitung vom 08.04.1946 veröffentlichen Fahrplan vom 06.04.1946 fuhren dann aber die Post-Autobusse 4 mal täglich die Strecke Oberlethe – Wardenburg – Oldenburg und zurück und einmal die Strecke Kirchhatten - Oldenburg und zurück. Abfahrt in Oldenburg war vor dem Hauptpostgebäude. Auch die Strecke Friesoythe - Oldenburg wurde von der Kraftpost 1 x täglich befahren. Abfahrt in Friesoythe war um 7 Uhr morgens, die Rückfahrt in Oldenburg war für 16 Uhr angesetzt. Allerdings wurde nicht über Edewecht sondern über Oberlethe – Achternholt - Benthullen – Petersdorf – Aumühlen - Bösel gefahren. Als im Oktober 1946 die Landstraße wegen Brückenbauarbeiten in Achternholt für ca. 2 Wochen gesperrt wurde, leitete man den Postomnibus über Littel und Garrel um.


Im Januar 1946 war der Omnibusverkehr jedoch noch recht bescheiden, neben den bereits erwähnten Postautobus Oldenburg – Bremen, verkehrte zweimal täglich ein Omnibus von Nordenham (Marktstr.) über Brake, Oldenburg (Staubrücke), Delmenhorst nach Bremen (HBF) und zurück. Die Omnibuslinie Westerstede (Markt) - Oldenburg (Friedensplatz) wurde werktags dreimal befahren, dienstags, mittwochs und freitags sogar viermal. Mo/Fr/Sa fuhr morgens und mittags je ein Omnibus von Aurich nach Oldenburg, von dort gings um 14:15 bzw. 15:30 nach Aurich zurück. Am Dienstag und Freitag gab es Omnibusverbindungen aus Hamburg und Hannover nach Oldenburg. Der Bus aus Hamburg (ab 7:30) erreichte etwa um 13 Uhr die Haltestelle Staubrücke in Oldenburg von wo es um 14 Uhr zurück nach Hamburg ging. Der Bus aus Hannover erreichte nach 4 Stunden 15 Min. um 11:15 sein Ziel Oldenburg (Marktplatz), um 14 Uhr ging es zurück nach Hannover, dass nach viereinhalb Stunden erreicht wurde. Außer bei der Postbuslinie wurden die Betreiber der übrigen Omnibuslinien im Fahrplan nicht aufgeführt.


Aus verschiedenen Quellen einiger Busunternehmen und Zeitungsartikeln ist jedoch folgendes über die Zeit kurz nach Ende des II. Weltkrieges zu entnehmen:


"Da die im Fahrplan aufgeführten Autobusse aus Hamburg und Hannover kamen und von Oldenburg aus wieder zurückfuhren, dürfte es sich bei den im Fahrplan genannten Fahrten noch um auswärtige Busunternehmen gehandelt haben. Aber bereits am 16.01.1946 berichtete das Neue Oldenburger Tageblatt: „Nach der Einrichtung der Autobusverbindung Oldenburg - Hamburg, hat das Oldenburger Reisebüro von Seggern nunmehr auch den Autobusverkehr Oldenburg - Hannover eröffnet. Abfahrt ab Oldenburg 11:30 Uhr vor dem Hauptpostamt, Rückfahrt aus Hannover 14 Uhr vom Hauptbahnhof Hannover. Platzbelegung nur nach vorheriger Anmeldung im Oldenburger Reisebüro von Seggern, Staustraße.“ Das von Heinrich von Seggern um 1922 gegründete Reisebüro war das erste der Stadt, zunächst wurden im Auftrage des Norddeutschen Lloyds (Bremen) Verträge mit Auswanderern nach Übersee abgeschlossen. Neben dem Büro in der Staustraße hatte es um 1950 noch eine Filiale in der 91er Str. 2a gegeben. Der Inhaber des Reisebüros wurde im Jahre 1949 auch der erste Geschäftsführer des Verkehrsvereins. Zum 01.06.1952 wurde das Reisebüro von der neu gegründeten Reise- und Verkehrsbüro Oldenburg GmbH übernommen.


Die Busverbindung Oldenburg – Westerstede wurde von der Firma Emil Hilgen befahren, das 1923 gegründete Fuhrunternehmen, das seit 1943 in Friedrichsfehn ansässig war, verfügte zunächst über einen Busanhänger, der hinter einem Krupp-LKW gehängt wurde. Mit einem später von den Verkehrswerken in Wilhelmshaven geliehenen Omnibus befuhr die Fa. Hilgen   in den ersten Nachkriegsjahren die Strecke Westerstede –Oldenburg. Im Jahre 1949 wurde die Konzession für die Omnibuslinie Augustfehn - Apen - Westerstede - Bad Zwischenahn - Oldenburg trotz Einspruches der Reichsbahn auf weitere zwei Jahre verlängert. Erst am 01.07.1951 wurde die Strecke von der DB übernommen, die Busse der Fa. Hilgen fuhren dort nun im Auftrage der DB.


Die Strecke von Aurich über Schirum – Holtrop – Großefehn – Ulbargen – Bagband – Hesel – Schwerinsdorf – Selverde - Remels - Bühren - Groß-Sander - Hollriede – Moorburg – Hollwege – Halstrup - Westerstede - Rostrup – Bad Zwischenahn – Oldenburg HBF und zurück wurde in der Nachkriegszeit täglich zweimal von einem Bus der Firma Westermanns Fernverkehr aus Aurich befahren.


Am 5. August 1945 gründete Arthur Lückemeyer in Nordenham den „Kraftverkehr Wesermarsch“. Sein erstes Fahrzeug war ein ausgebrannter niederländischer Bus aus Wehrmachtsbeständen. Gemeinsam mit Freunden setzte Lückemeyer das Fahrzeug wieder Instand. Für die bis zu 120 Fahrgäste gab es aber nur 42 Holzsitze, so dass der Rest stehen musste. Die erste Fahrt führte nach Bremen, da die Huntebrücke noch gesperrt war, musste der Bus aber damals einen Umweg über Oldenburg machen. Im Januar 1946 bekam der Betrieb die Konzession und befuhr zunächst die Strecke Nordenham - Oldenburg - Bremen, im Mai 1946 kam die Strecke Nordenham – Loy – Oldenburg und im September 1946 die Strecke Nordenham – Burhave – Tossens hinzu. Seit Juli 1947 wurde auch die Strecke Nordenham – Moorriem – Oldenburg befahren und kurz nachdem im Februar 1948 der Betrieb der Linie Nordenham – Esensham – Seefeldt aufgenommen wurde, kamen auch die Stadtverkehrslinien in Nordenham hinzu. Am 05.02.1952 übernahm die DB die Strecke Nordenham - Brake - Loy - Oldenburg seitdem fuhr die Firma dort im Auftrage der DB. Die Strecke Nordenham - Moorriem - Oldenburg befuhr er jedoch bis zur Einstellung 1958 in eigener Regie. Nach dem Ende der Personenbeförderung der Butjadinger Bahn 1956 expandierte Lückemeyer auch in Butjadingen."


Aber zurück ins Jahr 1946, im April wurde über die Sonderfahrten berichtet, die Pekol von Jever aus nach Ostfriesland, Oldenburg, Hamburg und Hannover unternahm. Bereits 1946 verkehrte die Firma Pekol, laut einer Chronik der Firma Wilmering auf einer zwischen Oldenburg und  Vechta verlaufenden Strecke. Vermutlich handelte es sich dabei um die Autobuslinie von Oldenburg nach Hannover, die ab 1946/47 mit Bussen der Firma Pekol befahren wurde.


Aber auch in bisher unversorgten Gebieten hielt nun der Omnibusverkehr Einzug, da aber auf Anordnung der Besatzungsmächte, Bahn und Post auf die Beförderungsvorrechte verzichten mussten, wurden nun viele der Strecken im Raum Oldenburg von privaten Busunternehmern betrieben. So wurden im Jahr 1946 weitere Linien eingerichtet, Anfang April 1946 nahm Gustav Schröder aus Friedrichsfehn den Pendeldienst Oldenburg – Edewecht mit täglich 4 Fahrten auf, zunächst fuhren die Busse nur bis Südedewecht. Allerdings gab es aufgrund von Materialmangel in den ersten Jahren häufige Einschränkungen im Autobusverkehr. Wegen Reifenmangel fanden zwischen dem 24.04. und dem 04.05.1948 keine Fahrten auf der Strecke Oldenburg - Edewecht statt, über 100 Werktätige konnten dadurch ihren Arbeitsplatz nicht mehr mit dem Autobus erreichen.


Die Firma Imken fuhr seit Juni 1946 die Strecke von Oldenburg über Wiefelstede nach Varel, im Frühjahr 1947 kam noch die Strecke Oldenburg - Rastede - Varel hinzu. Im Jahre 1949 gab es bereits Bestrebungen der Bahn eine eigene Autobuslinie Oldenburg - Rastede - Varel einzurichten, man einigte sich jedoch darauf, das zunächst keine Übernahme erfolge, später fuhr Imken diese Linie im Auftrag der Bahn.


Da teilweise die Schienenwege kriegsbedingt unterbrochen waren, hatten auch dort Omnibusse den Personenverkehr übernommen. So wurden z. B. Buslinien von Oldenburg nach Wildeshausen oder Sedelsberg eingerichtet.


In der Stadt Oldenburg befand sich der sogenannte Gummibahnhof seit 1947 an der Staulinie. Da die Zahl der Omnibuslinien die Oldenburg anliefen immer mehr zugenommen hatten, wurde den Wünschen der Bevölkerung vom Straßenverkehrsamt entsprochen und angeordnet, dass am nördlichen Teil des Parkstreifens der Staulinie ein Autobusbahnhof für die privaten Busunternehmen angelegt wird. Dort wurde das Parken in der Zeit von 6 Uhr bis 20 Uhr für den übrigen Verkehr verboten. Von diesem im Juli 1947 angelegten Omnibusbahnhof gab es zunächst Verbindungen nach Westerstede – Linswege, Wiefelstede – Spohle, Neuenbrok – Moorriem, Nordenham, Kampe-Sedelsberg, Edewecht und zweimal in der Woche nach Wildeshausen. Im Laufe der Zeit kamen weitere Linien hinzu.


Auch im Rahmen der jährlichen "Torfaktionen" des Brennstoffamtes der Stadt Oldenburg beförderten die sogenannten „Torfomnibusse“ der Oldenburger Omnibusunternehmen Dr.Neubauer & Co und Pekol vom sogenannten Torfbahnhof am Cäcilienplatz, die Bevölkerung zu den Torfabbaugebieten in Jeddeloh II, Edewechterdamm und Kampe bzw. nach Wittemoor, Mosleshöhe und Kavallerieweg. Im Jahre 1948 fuhren im Rahmen dieser Aktion auch Postautobusse von der Hauptpost um 5:30 und 7:30 nach Benthullen und Kartzfehn zum Torfstechen. Die Rückkehr erfolgte und 17:30 bzw. 19:00 Uhr. Für die Rückfahrt mussten die  berechtigten Personen die gleichen Busse wie bei der Hinfahrt benutzen.


Als nach der Währungsreform 1948 auch wieder neue Autobusse angeschafft werden konnten wurden weitere Autobusverbindungen eingerichtet. So erfolgte die Errichtung einer Omnibus-linie von Elsfleth nach Oldenburg durch Peter Juchim im August 1948, wegen der Zerstörung der Brücken und Straßen kurz nach Kriegsende sorgte zunächst die MS „Martha" des Unternehmers Ohlrogge für eine Beförderung von Personen zwischen Elsfleth und Oldenburg. Über eine Leiter stieg man in Elsfleth von der Kaje an Deck und dann über eine Treppe in den Frachtraum, in dem es nach Petroleumlampen roch, der Raum wurde nur durch einen kleinen eisernen Ofen notdürftig erwärmt. Die Passagiere mussten sich daher in Decken und Mäntel hüllen. Nach einer eintönigen Fahrt auf der Hunte, erreichte man den Hafen am Stau in Oldenburg. Dort kletterte man vom Deck über eine Leiter auf den Stau, dadurch wurden die etwas steif gewordenen Glieder wieder gelenkig. Am zunächst etwas schwankenden Gang, der auf die lange Flussreise zurückzuführen war, erkannten die Oldenburger angeblich die „Martha-Passagiere.


Mit der Einrichtung der Pe-Ju Omnibuslinie Elsfleth-Oldenburg über Neuenhuntorf-Holle, wurde die bisherige Fahrzeit mit dem Schiff um mindestens die Hälfte abgekürzt. Allerdings nur, wenn man Glück hatte und der Fahrer mit zwei Reifenpannen davonkam. Manchen Fahrgästen sollen auf den sehr schlechten Straßen die Plomben aus den Zähnen gefallen sein.
Die Reichsbahn hatte die Zustimmung zur Eröffnung der Linie durch Peter Juchim aber nur unter der Bedingung erteilt, dass die Fahrgäste nicht durchgehend befördert wurden. Wer von Elsfleth nach Oldenburg fahren wollte musste entweder in Neuenwege oder in umgekehrter Richtung in Huntebrück aussteigen und die restlichen Kilometer zu Fuß zurücklegen. Die Bahn achtete sehr darauf, dass diese Bestimmung eingehalten wurde, denn Sie vermutete, dass versucht werden könnte, sie zu hintergehen. Daher schickte sie in Zeitabständen einen Beamten, der unauffällig in den Bus einstieg und einen Fahrschein zum Endziel verlangte. Über einen Vorfall berichtete die Lokalzeitung im Herbst 1949, seinerzeit fiel der gewitzigte Schaffner aber nicht auf den beabsichtigten Trick, ihn zu überführen, herein. Zur Gaudi der anderen Fahrgäste sagte er laut und deutlich: „Herr Reichsbahnrat, das geht nicht!" Und diese mit Bestimmtheit geäußerte Ansicht begleitete er mit einer Handbewegung zu dem von der Bahn selbst veranlassten Hinweisschild, auf dem schwarz auf weiß auf diese ungewöhnliche Beförderungsbedingung hingewiesen wurde. Da der Beamte wohl nicht die Lust verspürte, von Huntebrück nach Elsfleth zu Fuß zu tippeln, verzichtete er dann auf seine Beförderung.


Im August 1949 beklagte sich ein Tweelbäker Bürger in einen Leserbrief darüber, das für die Omnibuslinie „Wüsting—Oldenburg“ die Haltestellen in Altmoorhausen, Hemmelsberg und Tweelbäke gesperrt worden seien, obwohl der Verkehrsomnibus sich den Bedürfnissen der Dorfbewohner, besonders an den Markttagen in Oldenburg, angepasst hätte. Während die Fahrzeiten der jetzt allein benutzbaren Postomnibusse zeitlich ungünstig lägen und die Postomnibusse wegen Überfüllung mehr als unbequem seien. Einwohner der betroffenen Ortschaften hätten daher eine Interessengemeinschaft gebildet um ihre Haltestellen zurückzuerhalten. Bei der angesprochenen Linie dürfte es sich um die Linie Hurrel – Oldenburg gehandelt haben, die von Wüstinger Karl Dirks betrieben wurde.


Aber trotz der privaten Konkurrenz soll bereits im Jahre 1947 die Deutsche Post in den Westzonen wieder 1.000 Linien betrieben haben. Allein im Vereinigten Wirtschaftsgebiet (Brit. und US-Zone) hatte sich die Anzahl der Kraftpostlinien von 793 im Jahre 1946 auf 850 im Jahr 1947 gesteigert. Im Bereich der OPD Bremen gab es 1947 bereits wieder 42 Kraftpostlinien mit einer Streckenlänge von 872 km. Es wurden 4.263.000 Fahrgäste gezählt, auf 100 Wagenkilo-metern kamen somit 287 beförderte Personen. Die Kraftfahrzeuge der OPD wurden von 2 Bezirkswerkstätten in Bremen und Oldenburg betreut. (Quelle: Bezirksstatistik für RJ 1947 Post-Fernmeldetechn.Zentralamt 1948)


Da die Kraftpost versuchte ihre alten Rechte wieder zu erlangen, sah mancher Unternehmer die Kraftpost lange als lästigen Konkurrenten. Andere erkannten aber auch in einer Zusam-menarbeit einen Vorteil für ihr Unternehmen. So baute nach der Währungsreform 1948 der Busunternehmer Theodor Pekol in Oldenburg auch Busanhänger für die Deutsche Post. Erst mit der Postvereinbarung vom 15.06.1948 wurden die rechtlichen Verhältnisse geklärt, die Post hatte in dem Abkommen auf ihr altes Vorrecht, neue Linien lediglich anzeigen zu müssen, verzichtet. Die Länder erhielten nun weitgehenden Einfluss beim Einrichten, Betreiben, bei Änderungen und Einstellen von Kraftpostlinien. Die Genehmigungen von Buslinien lagen nach Inkrafttreten der Vereinbarung in der Verantwortung der Länder.


Auch die Bahn errichtete eigene Autobuslinien, die Strecke Wilhelmshaven - Bremen  wurde am 01.08.1949 eingerichtet, um einen direkten Anschluss an einige erst ab Bremen verkehrende Eil- und D-Züge sicherzustellen und den Reisenden längere Wartezeiten zu ersparen. Die Haltestellen wurden in Wilhelmshaven am HBF, bei Homfeld u. Cafe Hillmers eingerichtet. Außerdem am Bahnhof Sande, in Varel (Schloßplatz), Rastede (Kirche), in Oldenburg (HBF u. Staulinie), Delmenhorst (Marktplatz) und am HBF Bremen. Mit der Befahrung der Strecke hatte die Reichsbahn die Firma Mewes aus Wilhelmshaven beauftragt. Da diese Omnibuslinie aber zunächst nicht mit der Eisenbahnfahrkarte benutzt werden durfte, konnten sich die Bahnreisenden am Fahrkartenschalter in Bremen, bei der Lösung eines Busfahrscheines das Geld für die nicht benutzte Fahrkartenstrecke der Bahn zurückerstatten lassen.


Außerdem gab es 1949 folgende Bahnomnibuslinien die Oldenburg anfuhren:


Groningen—Bremen:
Am 03.10.1949 war in Verbindung mit der DB die Autobuslinie Bremen – Delmenhorst – Oldenburg – Westerstede - Bunderneuland mit Anschluss nach Groningen aufgenommen worden. Der Omnibus war auf der ganzen Strecke für den Inlandreiseverkehr zugelassen, außer für den unmittelbaren Ortsverkehr zwischen Bunde, Weener und Leer.
Omnibuslinie Lohne—Oldenburg
Die Omnibuslinie wurde am 26.09.1949 eingerichtet. Laut Fahrplan vom Dezember 1949 fuhr der Eisenbahn-Kraftomnibus Lohne – Oldenburg werktags in Lohne um 7:30 Uhr ab und verkehrte über Vechta – Langförden – Schneiderkrug – Ahlhorn nach Oldenburg Ankunft an der Staulinie war um 8:55 und den  Hauptbahnhof erreichte er um 8:57 Uhr. Die Rückfahrt in Oldenburg begann Mo – Fr. um 13:30 und Sa um 12:50Uhr.


Im Bereich der Eisenbahndirektion Münster waren ab Ende 1949 die für den Zugverkehr gelösten Fahrkarten auch für den Eisenbahn-Kraftomnibus-Verkehr gültig. Für den Übergang vom Zug auf den Omnibus wurde 1949 eine Gebühr von 0,10 DM erhoben. Inhaber von Netz- und Bezirkskarten und Inhaber von Fahrausweisen mit Fahrpreisermäßigung (mit Ausnahme der Zeitkarteninhaber) zahlten auf dem Omnibus den halben Fahrpreis.


Im November 1949 gab es neben den bereits erwähnten Strecken im Raum Ostfriesland/Oldenburg aber nur noch folgende Eisenbahn-Kraftomnibusverbindungen: 

Emden—Aurich—Wilhelmshaven (seit März 1948),

Emden—Leer und Leer—Weener—Bunde.


Nach den Postautobusverbindungen von Oldenburg nach Friesoythe; Kirchhatten und Wardenburg - Benthullen wurde Anfang Januar 1949 die Verbindung Oldenburg – Littel neu eingerichtet. Während die Kraftpostbusse noch vor der Hauptpost Oldenburg bzw. am Postamt am Bahnhof abfuhren, starteten im Januar 1948 vom Omnibusbahnhof an der Staulinie 8 Linien (Richtung: Varel, Nordenham, Halsbek, Sedelsberg über Kampe, Wildeshausen über Ahlhorn oder Ganderkesee, Edewecht, Westerstede, Markhauen). Im Laufe der Jahre 1948/49 kamen weitere Buslinien hinzu, auch die Bahnbusse fuhren neben den Hauptbahnhof auch diese Haltestelle an.


Aus dem 2011 im DGPT Magazin „Das Archiv“ erschienenen Artikel „Von der Kapriole zum Postbus“ von Wolfgang Letzel ist zu entnehmen, dass die zum 01.02.1949 von der OPD Bremen geplante Wiederaufnahme der Kraftpostlinie Oldenburg – Edewecht – Friesoythe nicht zustande kam. Die schließlich vom Nds. Ministerium für Wirtschaft und Verkehr genehmigte Strecke Oldenburg - Friesoythe - Lorup wurde an die Firma Neubauer aus Oldenburg vergeben. Die Firma Neubauer & Co GmbH Omnibuslinienverkehr war laut dem Adressbuch 1949 in der Stadt Oldenburg unter den Adressen Hauptstraße 53 und Stedinger Straße 95 verzeichnet. Der Geschäftsführer der Firma Dr. Hans Neubauer wohnte damals in der Herbartstraße. Die Firma Neubauer & Co betrieb seit 1946 die Omnibuslinie Oldenburg – Jeddeloh II - Kampe – [Sedelsberg]. Nach der Währungsreform 1948 beklagten sich im Jahr 1949 vor allen die Bewohner am Küstenkanal darüber, dass die Fahrpreise der Firma weit über den Tarifen der übrigen Busunternehmen lagen. Bereits im März 1950 erwarb die Deutsche Bundespost das Unternehmen und übernahm 3 Omnibusse, 1 Anhänger und die Konzessionen der Buslinien. Bei den am 28.03.1950 übernommenen Strecken handelte es sich um die Linien Oldenburg - Friesoythe - Lorup und Oldenburg - Kampe - Harkebrügge.
Der Ort Harkebrügge liegt zwischen Barßel und Kampe, vom Kampe bis Nordmoslesfehn verlief die Busstrecke auf der Bundesstraße 402 direkt entlang des Küstenkanals. Die Erwähnung der Strecke Oldenburg - Harkebrügge in der Presse des Jahres 1950 erfolgte aufgrund eines tragischen Ereignisses, denn im Oldenburger Land blieb die Kraftpost nicht von Unglücken verschont, ein besonders tragisches ereignete sich am Gründonnerstag den 06.04.1950. Laut einer Meldung der Associated Press vom 08.04.1950 stürzte ein vollbesetzter Postomnibus mit Anhänger auf der Fahrt von Harkebrügge nach Oldenburg kurz vor der Stadtgrenze gegen 17 Uhr bei Moslesfehn in den Küstenkanal. Dabei wurden elf Personen getötet und sechs, -lt. anderen Quelle - vierzehn Personen verletzt. Der Fahrer hatte einen abgestellten PKW umfahren und musste dann einem entgegenkommenden Dreirad-Lieferwagen ausweichen, dabei geriet er auf die weiche Kanalböschung. Da es dem Fahrer nicht mehr gelang den Bus auf die Straße zurückzubringen, stürzte der vollbesetzte 37sitzige Büssing-Trambus in den Kanal. Zwar war er vor dem Kanal zum Stehen gekommen, kippte aber infolge des Nachgebens des moorigen Untergrundes in die Fluten. Nur die linke Fensterseite ragte noch einige Zentimeter aus dem Wasser, während der Anhänger lediglich mit den Vorderrädern in den Kanal rutschte. Erst im Jahre 1950 waren die neuen Büssing-Busse von der Bundespost für die Oldenburger Kraftpostlinien angeschafft worden.


Am 20.08.1950 übernahm die Kraftpost von dem Busunternehmer Heinrich Stalling die Linie Oldenburg – Westerstede - Halsbek. Ab Oktober 1950 fuhr werktags der Postautobus einmal am Tag auch zwischen Barßel und Friesoythe und zurück.


In der Stadt Oldenburg befand sich der sogenannte Gummibahnhof, von dem Omnibusse nach Varel, Nordenham, Halsbek, Kampe, Wildeshausen, Hurrel, Zwischenahn, Westerscheps, Westerstede, Cloppenburg und Elsfleth abfuhren bzw. ankamen wie bereits erwähnt an der Staulinie. 



Hansa-Lloyd-Postbus 1950 am HBF Oldenburg Aufnahme SLG: Joachim Bügel

Alle Busse der Kraftpost nutzten die Haltestelle an der Hauptpost, teil-weise begannen die Linien aber schon beim Postamt am Bahnhof, im Jahre 1950 wurde dort noch der Omnibusbahnhof am Hauptbahnhof vor dem alten Fürstenbahnhof, von Bussen der Kraftpost angefahren, wie eine Aufnahme eines Hansa-Lloyd-Postbusses im Buch "Die Eisenbahn in Oldenburg" von Peter Löffler (EK-Verlag 1999) zeigte.











Die Kraftpost der Deutsche Bundespost fuhr laut dem Oldenburger Wanderbuch am 01.01.1951 auf folgenden Strecken im Oldenburger Land:


Oldenburg – Wardenburg – Benthullen, 18,7 Km, 50 Min. w:8 x, so: 4 x
Oldenburg – Benthullen – Friesoythe, 35 Km, 85 Min. w: 3 x, so: 1 x
Oldenburg – Munderloh – Sandhatten,  22 Km, 70 Min. w: 2 x so: 2 x
Oldenburg – Hatterwüsting – Sandhatten,  19 Km, 55 Min. w: 3 x
Oldenburg – Wardenburg – Littel,      14,9 Km, 45 Min. w: 6 x
Oldenburg – Westerstede – Halsbek, 41,7 Km, 125 Min. w: 3 x so:1 x
Oldenburg – Edewechterdamm – Kampe, 27,6 Km, 66 Min. w: 4 x so: 3 x
Oldenburg – Friesoythe – Lorup, 64 Km, 170 Min. w: 1 x
Friesoythe – Kampe – Barßel, 20 Km, 36 Min. w: 1 x
Lohne – Dinklage – Quakenbrück, 25 Km, 60 Min. w: 2 x.


Nicht aufgeführt in dem Wanderbuch war die Kraftpostlinie Jever – Hooksiel – Horumersiel. Diese verkehrte an Werktage 3 x täglich und sonntags 2 x.


Zwecks Steigerung des Badeverkehrs wurde beim Verkehrsminister eine Sonntagsnachmittag-Verbindung von Jever nach Horumersiel und zurück beantragt und im April 1950 auch genehmigt. Die Kraftpost auf der Strecke Jever – Hooksiel - Horumersiel fuhr seit dem 10. Juli 1950 nach einem erweiterten Fahrplan. Die Post stellte den Fahrplan neu auf, da die Firma Mewes von der Linie zurückgetreten war und die Kraftpost daraufhin die Fahrten erhöhte. Werktags fuhr die Kraftpost nun ab Jever (Postamt): 7:20, 12:30, 13:25 und 18:25 Uhr  und ab Horumersiel: 6:20, 8:35, 15:00, 19:50 Uhr. Sonntags ab Jever (Postamt) 9:25, 13:35, 20:20 Uhr. — Ab Horumersiel: 8:05, 12:05, 19:00, Uhr. In Jever hielt die Kraftpost nach der Abfahrt vom Postamt bis auf wenige Ausnahmen auch beim Bahnhof und beim Autohaus Schaub. Die übrigen Haltestellen waren Neuenkrug, Waddewarden, Haddien, Bottens, Schmidtshöm, Hooksiel, Altebrücke, Kaiserei, Kaiserhof, Horumersiel. Für die Verbindung zwischen Jever, Hooksiel und Horumersiel bedeutete der neue Fahrplan eine wesentliche Verbesserung.
Ab dem 08.10.1950 wurde auch Schillig an die Kraftpost Jever – Horumersiel angeschlossen, wodurch sich die Fahrzeiten veränderten.  Die Kraftpostomnibusse befuhren die Linie übrigens noch bis Mai 1959, seit Juni 1959 übernahm dann die Firma Mewes im Auftrage der Deutschen Bundespost die Strecke von Jever nach Horumersiel und zurück.


Im Abschnitt über Westerstede wird in dem Buch erwähnt, dass von dort Autobuslinien nach Oldenburg, Bremen, Wilhelmshaven, Leer und Neuschanz führten. Die Reisezeit von Westerstede mit der Eisenbahn über Ocholt nach Oldenburg wurde mit 43 Min. (28 Km) angegeben.


HBF Oldenburg um 1950 mit Trollibus und "Überlandbus"














Bereits Ende der vierziger Jahre verkehrten zwischen Bremen und Hamburg wieder Kraftomnibusse der Deutschen Reichs- bzw. Bundesbahn und auch im Oldenburger Land waren sie nun zu finden.


Am Hauptbahnhof Oldenburg verkehrte 1951 2 mal täglich der aus Bremen kommende Bahnbus, der über Oldenburg nach Wilhelmshaven fuhr (100 Km, 175 Min.) und  1 x täglich je Richtung der Bahnbus der die 135 km lange Strecke Bremen – Oldenburg - Bunder-Neuland, in 240 Minuten befuhr. Im Oldenburger Wanderbuch wurde die Strecke fälschlicherweise der Deutschen Bundespost zugerechnet. 
Außerdem der werktags 5 x bzw. sonn-u. feiertags 2 x der von Oldenburg über Ahlhorn nach Lohne (58 Km, 87 Min.) fahrende Bus der Deutsche Bundesbahn. Busse der DB fuhren im Oldenburger Land auch noch 4 mal am Tag die 37 Km lange Strecke Quakenbrück - Cloppenburg - Essen (Oldb) - Lewinghausen in 80 Minuten. Die 21 km lange Strecke Essen (Oldb) nach Lewinghausen wurde aber auch noch mit Personenzügen befahren. Die Autobusstrecke der DB von Bremen über Oldenburg nach Wilhelmshaven wurde am 01.04.1953 eingestellt.


Der seit 1949 verkehrende Bundesbahn-Autobus Bremen-Oldenburg-Groningen der jahrelang nur bis an die Grenze bei Bunder-Neuland fuhr, wo man in den niederländischen Bus umstieg, wurde mit Inkrafttreten des Sommerfahrplans 1953 auch über die Grenze hinaus bis nach Winschoten verlängert, wo man nun in den Zug nach Groningen-Amsterdam umstieg. Einen Personenzugverkehr nach Groningen gab es obwohl die Friesenbrücke bei Hilkenborg (Ems), bereits wieder hergestellt war, erst mit dem Sommerfahrplan 1954 der Bundesbahn, ab Mai verkehrten zwei Zugpaare von Oldenburg, bzw. Bremen über die holländische Grenze hinweg nach Groningen.


Zu den bedeutenden privaten Busunternehmern im Oldenburger Land gehörten u.a.  auch noch P. Juchim aus Brake, Fr. Wortmann, Wildeshausen, W. Friedt aus Goldenstedt, die 1951 neben anderen Strecken auch Buslinien nach Oldenburg betrieben.


Folgende Buslinien nach Oldenburg wurden am 01.01.1951 noch von privaten Busunternehmen gefahren:


Aurich-Westerstede–Oldenburg, 75 Km, 110 Min. w: 3 x;  H.Westermann, Aurich;
Helle-Bad Zwischenahn-Petersfehn-Oldenburg, 27 Km, 55 Min. w. 1 x; W. Klostermann, Zwischenahn.                                                                  

Ihausen-Westerstede-Oldenburg, 53 Km, 70 Min. w: 6 x; Emil Hilgen  Friedrichsfehn; 

Wildeshausen-Ganderkesee-Oldenburg, 45 Km, 75 Min. w: 1x und
Wildeshausen-Dötlingen-Oldenburg, 37 Km, 80 Min. w: 1 x Fr. Wortmann, Wildeshausen.
Goldenstedt-Visbek-Oldenburg, 52 Km, 120 Min. Mi 1 x; W.Friedt, Goldenstedt
Cloppenburg-Ahlhorn-Oldenburg, 46 Km, 95 Min. w: 1 x; G.Ahrens, Cloppenburg
Garrel-Littel-Oldenburg, 30 Km, 65 Min. 3 x wöchentl. zu den Markttagen, H.Janßen, Garrel
Elsfleth-Holle-Oldenburg, 32,5 Km, 75 Min. w: 3 x; P.Juchim, Brake
Nordenham-Moorriem-Oldenburg, 55 Km, 130 Min. tägl. 4 x und
Nordenham-Brake-Loy-Oldenburg, 55 Km, 120 Min. w: 6 x so: 1 x; A.Lückemeyer, Nordenham.
Varel-Wiefelstede-Oldenburg, 40 Km, 80 Min. w: 4 x und
Varel-Rastede-Oldenburg, 30 Km, w: 6 x; W.Imken, Wiefelstede
[Portsloge*] –EdewechtOldenburg, 20 Km, 65 Min.w:3 x; und Wittenberge - Osterscheps - Edewecht,  3 Km, 20 Min. w 3 x Gustav Schröder, Friedrichsfehn.


* statt von Portsloge fuhr der Bus lt. eigenen Recherchen ab Westerscheps, Portsloge wurde von der Linie Edewecht - Portsloge - Ekern - Bad Zwischenahn, 7 Km, 18 Min. w 2 x, bedient, die ebenfalls von Gustav Schröder, Friedrichsfehn betrieben wurde.


Bei Bedarf fuhren außerdem planmäßige Busse ab Oldenburg, Schloss um 7.00 Uhr montags, mittwochs und sonnabends nach Hamburg und dienstags und donnerstags nach Hannover, die Rückkehr war für 22.00 Uhr geplant.


In dem Oldenburger Wanderbuch wird die 7 km lange Autobuslinie Edewecht - Ekern - Bad Zwischenahn ohne Angaben des Betreibers genannt, dabei handelt es sich um die nach der am 15.05.1950 erfolgten Einstellung des Personenverkehrs der Kleinbahn Bad Zwischenahn - Edewechterdamm, eingerichtete Kraftomnibuslinie Bad Zwischenahn – Ekern – Edewecht - Edewechterdamm (Kanalbrücke). Die Fahrzeiten waren zunächst ähnlich wie beim bisherigen Personenzug, so dass die Anschlüsse zu den meisten ab Bad Zwischenahn verkehrenden Personenzügen erreicht werden konnten. Nur sonntags und zu den in Bad Zwischenahn verkehrenden Spätzügen fuhr die Omnibuslinie nicht. Die neue Omnibuslinie wurde im Auftrage der Kleinbahn von den Edewechter Omnibusbetrieben, Gustav Schröder, Friedrichsfehn betrieben. Der Bus fuhr ab Küstenkanalbrücke Edewechterdamm (Duhmes Gasthof) über Süddorf, Edewecht, Portsloge, Ekern nach Bad Zwischenahn und verkehrte in jede Richtung 3 x werktäglich, lediglich mittags fuhr der Bus nur den Abschnitt Bad Zwischenahn - Edewecht. Leider konnte die Linie nicht rentabel betrieben werden, so dass ab Mitte Dezember 1950 nur noch zweimal werktäglich ab Südedewecht nach Bad Zwischenahn gefahren wurde. Weitere Haltestellen gab es noch in  Edewecht beim Marktplatz, in Portsloge und beim Bahnhof Ekern.


Vor allen die Tatsache das es an Sonn- und Feiertagen keinen öffentlichen Nahverkehr in Edewecht mehr gab wurde von Gemeindevertretern kritisiert, die 1951 geführten Verhandlungen um die Einrichtung eines Sonntags-Omnibusverkehrs blieben erfolglos. Ein Gemeindevertreter regte an zu prüfen, ob nicht die Bundespost, die an Sonn- und Feiertagen von Edewechterdamm aus über Edewecht nach Oldenburg eine Leerfahrt fuhr, nicht an diesen Tagen die Personenbeförderung übernehmen könne. Die Gemeindeverwaltung wurde dann aber beauftragt, zunächst mit dem Unternehmer Schröder noch weitere Verhandlungen über einen Sonntagsverkehr zu führen. Die von Gustav Schröder aus Friedrichsfehn gefahrenen Stammstrecke Edewecht - Oldenburg und zurück erschloss seit 1948 auch das Oster- und Westerschepser Gebiet, wegen Straßenbauarbeiten zwischen Südedewecht und Westerscheps konnte 1951 die Endstation der Linie eine Zeitlang nicht angefahren werden. Erst ab dem 26.06.1951 fuhr die Omnibuslinie wieder bis zur Endstation in Westerscheps (freitags fuhr ein Bus sogar bis Wittenberge). Die neue Linie von Edewecht nach Bad Zwischenahn erwies sich dagegen als nicht rentabel, so dass diese Linie nach kurzer Zeit bereits wieder eingestellt wurde.


Am 04.07.1951 war in den Ammerländer Nachrichten zu lesen: "Nachdem der Edewechter Omnibusverkehr Schröder, Friedrichsfehn, die Fahrten der Linie Edewecht - Bad Zwischenahn eingestellt hat, ist vorläufig bis August Gelegenheit gegeben, die Kraftomnibuslinie der Firma Klostermann, Bad Zwischenahn, zu benutzen, die werktäglich viermal in jeder Richtung diese Strecke von Bad Zwischenahn über Edewecht, Edewechterdamm nach Langenmoor befährt." Im Zuge einer Torfaktion beförderte der Omnibus vom 14.06. bis August 1951 von Dreibergen nach Langenmoor  Torfstecher ins dortige Torfwerk, um die Versorgung der Zwischenahner Schulen mit dem Brennstoff Torf für den Winter sicher zu stellen.


Am 01.03.1952 übernahm die Deutsche Bundespost die Busverbindung Oldenburg - Edewecht – Westerscheps und aus den roten Bussen wurden gelbe. Neben der neuen Endstation beim Hauptpostamt Oldenburg wurde zunächst auch die bisherige an der Staulinie angefahren. Die Bundespost entsprach dem allgemeinen Bedürfnis der Gemeinde Edewecht nach Sonntags-verkehr zunächst mit einer einmaligen Verbindung um 13:15 Uhr ab Westerscheps und 19:15 Uhr ab Oldenburg. Die Bestrebungen der Gemeinde das von der Post auch zwischen Edewecht und Bad Zwischenahn der Omnibusverkehr wiederaufgenommen werde, scheiterte an der Rentabilität und der Vorschlag zwischen Edewecht und Friedrichsfehn einen Schlenker über Bad Zwischenahn und Petersfehn zu machen, an dem schlechten Zustand der Brüderstraße, die Peters- und Friedrichsfehn verband. Die Gemeinde verhandelte mit diversen Busunternehmen über diese Strecke nach Bad Zwischenahn, da sich dort die am nächsten liegende Bahnstation befand und man von dort aus auch Anschluss an die Kreisstadt Westerstede hatte.


So fuhr dort neben den bereits genannten Omnibuslinien im Jahre 1951 auch die Firma Struck 2 x mal wöchentlich (Di und Fr) die Autobusstrecke Rastede - Bad Zwischenahn - Westerstede. Das Omnibusunternehmen Georg Struck, Rastede, wurde 1925 als Taxiunternehmen gegründet, später kamen 7 Reisebusse hinzu mit denen Busgesellschaftsfahrten veranstaltet wurden. Da im Kriege alle Fahrzeuge beschlagnahmt wurden begann 1945 der Neuaufbau.
Laut eines Fahrplanes aus dem Jahre 1952 gab es am Donnerstag auch eine Autobuslinie der Firma Struck von Oldenburg über Neusüdende – Leuchtenburg – Rastede – Jaderbollenhagen – Jade nach Jaderkreuzmoor und zurück, ein Bus fuhr lediglich von Rastede nach Bollenhagen und zurück. Eventuell betrieb Struck auch die Buslinie von Oldenburg nach Jade die für Schüler aus Oldenburg, die das in Jade bestehende Privat-Gymnasium besuchten eingerichtet wurde. Das Gymnasium zog übrigens im Jahre 1968 in einen Neubau nach Jaderberg um. Interessantes von der Buslinie findet man in einen Bericht der NWZ über ein Klassentreffen.


Im Jahre 1953 fand die Gemeinde Edewecht für die Strecke nach Bad Zwischenahn mit dem Omnibusbetrieb Klostermann aus Bad Zwischenahn endlich einen neuen Betreiber. Bereits im Februar 1949 hatte die Fa. Wilhelm Klostermann den Betrieb der Omnibuslinie Dreibergen - Bad Zwischenahn - Petersfehn - Oldenburg aufgenommen, sie war eine Verlängerung der bereits bestehenden Linie von Dreibergen nach Bad Zwischenahn gewesen, der Omnibus führte nach Ausbesserung der Verbindungsstraße von der Woldlinie zur Mittellinie zweimal täglich direkt durch Petersfehn. Im März 1951 wurde diese Autobuslinie wieder eingestellt. Auf vielfachen Wunsch aus der Bevölkerung von Petersfehn richtete aber die Bundespost am 23.07.1951 einen Landkraftpostverkehr mit Omnibus auf der Strecke Oldenburg - Bloherfelde -Petersfehn - Petersfehn II (Post) ein. Der Omnibus verkehrte täglich zweimal ab Oldenburg 6:45 und 13:15 Uhr und ab Petersfehn 7:20 und 13:50 Uhr. Im Dezember 1952 richtete der Omnibusbetrieb Wilhelm Klostermann die Omnibuslinie Bad Dreibergen - Rostrup - Bad Zwischenahn - Petersfehn - Oldenburg wieder ein, die zweimal täglich verkehrte, zunächst um 8:10 Uhr und 13:30 Uhr ab Bad Dreibergen, bzw 12:30 Uhr und 17:45 Uhr ab Oldenburg, Staulinie. Ab März 1953 fuhr das Unternehmen sogar dreimal täglich, aber im folgenden Winterfahrplan gab es dann wieder nur 2 Fahrten täglich. Als die Firma Klostermann 1953 die lange von der Gemeinde Edewecht geforderte Strecke Südedewecht – Bad Zwischenahn aufnehmen wollte, gab es zunächst Widerspruch von Bahn und Post, am 04.01.1954 konnte aber der Betrieb nach der erfolgten Genehmigung endlich mit 4 Fahrten täglich aufgenommen werden, allerdings wurde diese Strecke vom 15.05. bis 14.10.1954 nicht befahren. Ab 15.10.1954 fuhr der Bus werktäglich 3 mal die Strecke Bad Zwischenahn – Reihdamm – Ekern – Portsloge – Edewecht (Siefken) und zurück. Der Sommerfahrplan für die Linie Dreibergen - Bad Zwischenahn-Petersfehn-Oldenburg wurde mit dem Omnibusverkehr der Bundesbahn abgestimmt. Er berücksichtigte auch den Zwischenahner Fremdenverkehr, so fanden täglich im Rahmen dieser Linie sechs Fahrten von Bad Zwischenahn nach Dreibergen und zurück statt. Am 21.10.1954 wurde die Strecke von Dänikhorst - Querenstede – Ohrwege - Bad Zwischenahn – Petersfehn – Oldenburg und zurück aufgenommen, die aber nur donnerstags befahren wurde.


Nach einer weiteren Unterbrechung 1955 wurden die Linien Dreibergen - Bad Zwischenahn - Edewecht und Dänikhorst - Bad Zwischenahn - Petersfehn - Oldenburg mit Wirkung vom 1. September 1955 wieder aufgenommen. Am 23.03.1956 las man aber in einer Bekannt-machung, dass Wilhelm Klostermann seine Busse an die OVB Pekol übergeben habe und die Fa. Wilhelm Grambart ab sofort die Vertretung der Firma Pekol in Bad Zwischenahn übernehme. Im Frühjahr 1956 wurde die Strecke Oldenburg – Petersfehn  - Bad Zwischenahn - Rostrup – Dreibergen durch die Firma Pekol aufgenommen, da allerdings die DB zur Auflage gemacht hatte, das im Ort Bad Zwischenahn keine Personen mitgekommen werden durften, erwies sich die Linie als Verlustgeschäft und wurde bereits am 15.11.1956 wieder eingestellt. Der Gemeinde gelang es jedoch die DB dazu zu bewegen, das sie zwei Fahrtenpaare ihrer Strecke Augustfehn – Westerstede – Bad Zwischenahn – Oldenburg nun über Kayhauerfeld – Petersfehn – Bloherfelde fahren ließ.


Nachdem erneute Gespräche der Gemeinde Edewecht über die Aufnahme einer Buslinie nach Bad Zwischenahn mit der OPD Bremen scheiterten wurde ein weiterer Versuch unternommen. Die Firma Pekol befuhr vom 20.02. bis zum 02.08.1957 die Strecke Dreibergen - Bad Zwischenahn - Edewecht. Nach Einstellung der vereinbarten Zuschüsse der Gemeinden und des Kreises musste die Strecke eingestellt werden. Auch die Firma Struck stellte am 01.06.1957 die Strecke Rastede – Wiefelstede - Bad Zwischenahn – Westerstede ein, da ein Zuschuss vom Landkreis Ammerland verweigert wurde. Man fand es dort besser und günstiger in den Gemeinden Sprechtage des Kreisamtes einzurichten.


Am 01.10.1963 nahm eine neue Kraftpostlinie Rastede – Wiefelstede - Bad Zwischenahn - Südedewecht  ihren Betrieb auf.


Entwicklung des Autobusverkehrs im Oldenburger Land in den 1950ern


Die Firma Friedt bekam erst um 1951 die Lizenz für Linienfahrten zwischen Goldenstedt und Oldenburg, diese Linie wurde zweimal wöchentlich gefahren und die Omnibusse waren anfangs stets überfüllt. 


Genannt werden sollen hier auch noch Busunternehmen aus dem Oldenburger Land, die nicht die Stadt Oldenburg anfuhren, wie H. Sander, Westerstede (Strecken von Westerstede über Augustfehn nach Hollen oder nach Apen), G. Ehlers aus Varel (von Varel aus über Neuenburg nach Friedeburg und über Langendamm nach Bad Dangast) oder A.Bruns aus Zetel, der die Linie Varel - Neuenburg - Zetel befuhr. Im Landkreis Vechta betrieben auch die Firmen G.Wilmering, Vechta und A. Schomaker, Lohne Überlandlinien. Im Landkreis Cloppenburg betrieb die Kreisbahn Cloppenburg die Buslinien von Cloppenburg über Lastrup nach Löningen und über Lindern nach Werlte. Neben der bereits erwähnten Linie Cloppenburg - Oldenburg fuhr G. Ahrens werktags auch dreimal von Cloppenburg über Peheim nach Markhausen und zurück.


Neben dem Oldenburger Nahverkehr, wo Theodor Pekol um 1948 auch die über die Oldenburger Stadtgrenze hinaus führende Linie über Ofen nach Wehnen einrichten durfte, betrieb er im Jahre 1951 im Raum Friesland die Autobuslinien Jever-Upjever, Jever-Nebenkrug-Horumersiel, Jever-Sillenstede-Sengwarden und die Obuslinie Jever-Heidmühle-Barkel-Grafschaft-Accum-Langewerth-Wilhelmshaven. Im Jahre 1948 war die Firma Pekol auch noch 2 x täglich von Jever aus über Sanderbusch nach Roffhausen und über Cleverns-Sandel nach Möns gefahren. Die 1951 von S.Willms betriebene Linie Wilhelmshaven-Ostiem- Reepsholt wurde 1957 von Pekol übernommen. Die Linie wurde in Heidmühle gekappt, so dass die Fahrgäste aus WHV in Heidmühle in die neue Pekol Linie Jever-Reepsholt umsteigen mussten. Im Jahre 1961 wurde der Betrieb Willms-Reisen gänzlich übernommen und zur Pekolniederlassung Wilhelmshaven-Rüstersiel.



Neben dem Oldenburger Nahverkehr, wo Theodor Pekol um 1948 auch die über die Oldenburger Stadtgrenze hinaus führende Linie über Ofen nach Wehnen einrichten durfte, betrieb er noch im Jahre 1951 im Raum Friesland die Autobuslinien Jever-Upjever, Jever-Nebenkrug-Horumersiel, Jever-Sillenstede-Sengwarden und die Obuslinie Jever-Heidmühle-Barkel-Grafschaft-Accum-Langewerth-Wilhelmshaven. Im Jahre 1948 war die Firma Pekol auch noch 2 x täglich von Jever aus über Sanderbusch nach Roffhausen und über Cleverns-Sandel nach Möns gefahren. Die 1951 von S.Willms betriebene Linie Wilhelmshaven-Ostiem- Reepsholt wurde 1957 von Pekol übernommen. Die Linie wurde in Heidmühle gekappt, so dass die Fahrgäste aus WHV in Heidmühle in die neue Pekol Linie Jever-Reepsholt umsteigen mussten. Im Jahre 1961 wurde der Betrieb Willms-Reisen gänzlich übernommen und zur Pekolniederlassung Wilhelmshaven-Rüstersiel.


H. Schweer aus Osterforde betrieb 1951 die Linie Osterforde – Neuenburg – Jever und der Verkehrsbetrieb Wilhelmshaven verband die Stadt Wilhelmshaven mit Sanderbusch, Siebethsburg-Südstrand und Neuenburg (über Horsten). Die noch 1948 von Pekol betriebene von Jever nach Wittmund wurde 1951 bereits von Erich Passon (Östringfelde) befahren. Die 40Km lange Strecke Jever – Wiefels – Eggelingen – Wittmund wurde werktags 3 x und sonntags 2 x gefahren. (Mehr über Passon siehe hier.)


Im Jahre 1951 befuhr die Kleinbahngesellschaft in Aurich 1 x täglich die 83 km lange Strecke Emden – Aurich – Jever – Wilhelmshaven. Für Hin und Rückfahrt benötigten die Busse jeweils 150 Minuten. Die gleiche Zeit benötigte der Busunternehmer H. Mewes aus Hooksiel, der werktags 2 x die 77 km lange Strecke Wilhelmshaven – Westerstede – Leer (Ostfriesland) befuhr. Daneben fuhr er 7 x werktags die heimatliche Strecke Schillig – Hooksiel – Wilhelmshaven.


Die bereits erwähnten Delmenhorster H. Hutfilter (Strecken von Delmenhorst aus über Falkenburg nach Kirchkimmen oder über Hengsterhorst nach Schulenberg) und Alfred Sager  (Strecke Delmenhorst - Adelheide) waren auch nach 1945 als Busunternehmer tätig. (Quelle: Oldenburger Wanderbuch, Stalling-Verlag 1951).

Da die Bevölkerung von Wildeshausen bereits 1951 den Wunsch nach besseren Verkehrs-verbindungen nach Oldenburg äußerten, übernahm am 16.03.1953 die Bundespost die Linie Oldenburg – Wildeshausen der Firma Wortmann, so dass nun auch auf den Abschnitt Kirchhatten – Wildeshausen die gelben Omnibusse der Post verkehrten.


Von Oldenburg aus gab es schon um 1953 direkte Kraftpostlinien über Kampe und Harke-brügge nach Barßel und von Oldenburg über Kampe nach Elisabethfehn. 
Auch die von Ocholt über Bockhorn und Ellenserdamm nach Sande führende Bahnbuslinie ist in dieser Übersicht bereits eingezeichnet, denn statt 3 (1951) fuhr 1952  nur noch ein Zug von Ocholt (12:23) über Westerstede (13:13) nach Ellenserdamm. Von Ellenserdamm (6:35 / 14:5) aus verkehrten dagegen statt 4 (1951) noch zwei Schienenomnibusse über Westerstede (8.07 / 15.34) nach Ocholt (8:19 / 15:46). Am 23.05.1954 stellte die Deutsche Bundesbahn den Personenverkehr auf der Bahnstrecke Ocholt – Westerstede – Ellenserdamm ein. Unter der Nr. 2221/22 fand man im Omnibuskursbuch die Fahrzeiten der Bahnbusse, die von Oldenburg über Westerstede nach Ocholt oder über Augustfehn nach Leer verkehrten.


oberstes Foto: 1950 unternahm mein Onkel Alfred (links) mit einem Bus der Firma Georg Struck einen Betriebsausflug mit der Bäckerinnung.  Foto Mitte:  Busse von Georg Struck und E. Passon 1959 im Harz.  Foto unten: Blick auf die Posthalte-stelle  in Oldenburg, die sich 1950 noch vor der Hauptpost  befand. Fotos: Archiv Stolle.


Die Hauptabfahrtstelle der Kraftpostbusse  befand sich um 1950 vor dem Portal der damaligen Hauptpost, aufgrund des zunehmenden Kraftpost- und Autoverkehrs musste aber nach einer neuen Lösung für diese zentrale Haltestelle gefunden werden. Im Jahre 1953 entstand in der Stadt Oldenburg im Innenhof der Hauptpost an der Poststraße ein Kraftpostbahnhof, der als Ein- und Umsteigestelle für Postkraftbusse diente. Die ankommenden Autobusse der DBP bogen etwa in Höhe des heutigen Philipp-Reis-Gang von der Poststraße auf das Postgrund-stück ein, um von dort aus zu den im Posthof liegenden Bussteigen zu gelangen. Über die östliche Hofausfahrt fuhren die Omnibusse wieder auf die Poststraße. Die neu entstandene Wartehalle sorgte dafür, dass die Fahrgäste auch bei schlechter Witterung geschützt auf die Busse warten konnten.


Die Bezirkswerkstatt für Postkraftwagen des Postamtes Oldenburg und die Garagen für die Postbusse befanden sich in Oldenburg auf dem Grundstück Am Festungsgraben 49. Für ihre Fahrzeuge hatte die Reichspost hier bereits im Jahre 1927 eine Kraftwagenhalle, eine Reparaturwerkstätte und eine Dienstwohnung für den Leiter der Werkstatt errichten lassen.
Die Kraftpost bot bereits in den 50er Jahren auch Sonderfahrten zum Weihnachtseinkauf, zum Oldenburger Kramermarkt und sogar Fernreisen an. Da die Deutsche Bundespost private Busunternehmen aufkaufte und weitere Streckenlizenzen erwarb, war bereits Mitte der 1950er Jahre die Kraftpost mit über 4.000 posteigenen Bussen wieder die Nr. 1 in Europa.
Im Jahre 1955 bestand der Kraftpostverkehr in Oldenburg 30 Jahre, aus den fünf ersten Oldenburger Postauto-Linien des Jahres 1925 waren 1955 acht geworden:. Oldenburg—Friesoythe, Oldenburg—Edewecht — Westerscheps — Wittenberge, Oldenburg—Wardenburg—Littel, Oldenburg—Helle—Westerstede—Halsbek, Friesoythe—Kampe—Barßel, Oldenburg—Kampe—Südelisabethfehn, Oldenburg—Lorup, Oldenburg—Kirchhatten—Wildeshausen.


Am 17.01.1955 wurde  die Kraftpoststecke Oldenburg – Littel bis Garrel verlängert, in gleichen Jahr wurde auch die Verlängerung der Kraftpostlinie 222c Oldenburg – Lorup bis nach Werlte genehmigt, obwohl der Ort noch 1975 im Fahrplan der KP-Linie aufgeführt wurde, endete der Bus zu der Zeit aber bereits wieder in Lorup.


Wegen Straßenbauarbeiten oder Schulferien konnte es auch zu Beeinträchtigungen im Kraftpostverkehr kommen, wie folgende Beispiele aus dem Jahre 1956 zeigen. Zu einer vorläufigen Einstellungen des Postomnibusverkehrs auf der Linie 233a Lohne – Quakenbrück ab 03.03.1956 kam es laut Postamt Lohne im Frühjahr 1956 wegen einer Straßensperre.
In der Zeit vom 28.03. bis zum 05.04.1956 wurde auch der Postbuslinienverkehr Friesoythe – Barßel wegen der Schulferien bis zum Wiederbeginn der Schulen eingestellt.
Um für die Ortschaft Westerholt bessere Fahrgelegenheiten nach Oldenburg und zum Gemeindesitz in Wardenburg zu. schaffen, wurden ab 1. Dezember 1957 drei neue Fahrten von Oldenburg (Oldb) über Hundsmühlen – Achternmeer - Westerholt nach Wardenburg und zurück eingerichtet. Am 12.12.1955 wurde die Kraftposlinie Oldenburg - Kirchhatten - Sandhatten bis Huntlosen Bahnhof erweitert. Mit dem Winterfahrplan 1956/57 fuhr der bisher an drei Tagen in der Woche abends und morgens zwischen Kirchhatten und Huntlosen verkehrende Bus nur noch am Montagmorgen und am Samstagabend.


Als die vom Kraftverkehr Wesermarsch betriebene Linie N Nordenham - Brake - Moorriem - Oldenburg eingestellt wurde, richtete die Kraftpost zum 01.06.1958  die Strecke Oldenburg – Bardenfleth - Barghorn ein. Die bisherigen Haltestellen wurden beibehalten, lediglich der Halt an der Staulinie wurde aufgegeben, da nun bis zur Hauptpost gefahren wurde.  Mit Beginn des Winterfahrplanes 1958/59 wurde der Kraftpostverkehr auf dem Streckenabschnitt  Wester-scheps - Wittenberge eingestellt.


Während der Postautobus von Oldenburg - Bardenfleth - Barghorn in Oldenburg von der Haltestelle an der Poststraße startete, begannen die übrigen Linien Oldenburg - Wardenburg -Achternholt - Friesoythe, Oldenburg - Kampe - Südelisabethfehn, Oldenburg - Aue - Helle (Bad Dreibergen) - Westerstede - Halsbek, Oldenburg - Wardenburg -Westerburg / Littel - Garrel, Oldenburg- Altmoorhausen - Munderloh - [Hatterwüsting] - Kirchhatten - Sandhatten / Kirchhatten – Dötlingen – Wildeshausen und Oldenburg - Edewecht - Westerscheps / Friesoythe - Harkebrügge - Barßel schon am Hauptbahnhof vor der Fertigstellung des ZOB auf dem Bahnhofsplatz beim Postamt 3 von dort fuhren diese Linien über den Kraftpostbahnhof an der Hauptpost zu den Zielorten.
Auf der Linie Oldenburg - Edewecht fuhr im Sommer 1960 einer der drei bis Westerscheps fahrenden Busse mittwochs weiter bis Harkebrügge, an Schultagen fuhr außerdem ein Bus ab Südedewecht weiter über Friesoythe nach Barßel und täglich fuhr ein Bus über Edewecht nach Friesoythe.


In den 50er Jahre hielten die Trollibusse von Pekol links und die DB-Busse rechts von HBF-Eingang Foto: Archiv Stolle



Gruppenfoto vor einen Bus der Firma Emil Hilgen 1955. Meine Großeltern nahmen damals an einem Ausflug teil. Foto: Archiv Stolle


Doch schon bald setzte die Deutschen Bundesbahn zum Überholmanöver an, bereits in den fünfziger Jahren schränkte die Deutsche Bundesbahn den Schienenverkehr auf vielen Nebenstrecken ein und verlagerte den Personenverkehr zunehmend auf Autobusse. Nach der Übernahme der Autobuslinie Oldenburg - Brake - Rodenkirchen - Nordenham 1952 war der Zugverkehr zwischen Brake und Oldenburg stark eingeschränkt worden während im Jahre 1951 noch Werktags 6 und Sonntags 5 Zugpaare fuhren, waren es 1952 nur noch werktags 3 Zugpaare. Um 1960 gab es nur noch ein Zugpaar, dieses dem Schülerverkehr dienende Personenzugpaar zwischen Oldenburg und Brake, das beiden Städte um 14:26 Uhr erreichte erfreute sich noch lange großer Beliebtheit. Um 13:59/14:00 Uhr trafen sich der um 13:28 in Brake und der um 13:29 in Oldenburg abfahrende Zug. Erst am 30.09.1961 wurde der Personenzugverkehr dann ganz eingestellt und es verkehrten nur noch Busse der Deutschen Bundesbahn auf der Strecke, die Fahrzeiten wurden unter der Nr. 2221/36 (Nordenham – Brake – Oldenburg) im Amtlichen Omnibus-Kursbuch der Bahnbus- und Postomnibuslinien geführt.


Auch der Personennahverkehr zwischen Ocholt und Cloppenburg auf dem noch 1951 werktags 5 (So 3) auf der Gesamtstrecke verkehrten wurde bereits vor der Einstellung  des Personenzugverkehrs im Jahr 1968 überwiegend mit Bahnbussen (Nr. 2200/3) durchgeführt, bereits zum 23.04.1954 war diese Bahnbuslinie von Ocholt über Friesoythe nach Cloppenburg eingerichtet worden. Lediglich ein Personenzug fuhr bis zuletzt noch werktäglich von Oldenburg (1961: 5:23) kommend über Ocholt (5:.53) Friesoythe (6:56) nach Cloppenburg (an 7:38). Von dort fuhr der Gegenzug um 13:36 über Friesoythe (14:26) und Ocholt (15:24) nach Oldenburg (an 16:06) zurück.


Gegenüber der Konkurrenz der Bahnbusse, die in einigen Fällen sogar die Fahrpreise der Bundespost unterbot, hatten es private Busunternehmen schwer wirtschaftlich im Linienverkehr zu überleben. Während die Privaten und die Post ihre Strecken genehmigen lassen mussten und diese Buslizenzen nur bis höchstens 8 Jahre galten, war die  Deutsche Bundesbahn laut Beförderungsrecht berechtigt im Schienen-Parallel- und Ersatzverkehr ohne Genehmigung Buslinien einzurichten.


Schon 1952 fuhr die Firma Kraftverkehr Brake Peter Juchim nur zweimal täglich die Strecke Oldenburg – Holle – Huntebrück – Elsfleth und 1955 stellte Günther Juchim einen neuen Linienbus vor, der anschließend sofort in Betrieb genommen wurde, für eine Fahrt von Elsfleth nach Oldenburg benötigte dieser statt 75 nur 60 Min., was daran lag das „Der Elsflether" beim Kriegerdenkmal in Oberhausen bereits abbog und nicht durch den Ort Wüsting mit seinem schlechten Pflaster fuhr. Bereits 1956 übernahm die DB die Linie, die zunächst weiterhin 2 x täglich fuhr, laut Fahrplan 1960 verkehrte nur noch am Dienstag und Donnerstag 2 x ein Bus, einer davon fuhr ab Oldenburg nur bis Huntebrück, wo aber Anschluss an den Bus Berne – Elsfleth bestand. Ab 1961 fuhr der bisher nach Elsfleth fahrende Bus über Berne weiter nach Brake.


Nachdem der noch in den 60er Jahren dienstags und donnerstags verkehrende Landbus der Fa Friedt von Goldenstedt über Visbek nach Oldenburg, der um 15:00 Uhr in Oldenburg am Pferdemarkt eintraf und von dort auch die Rückfahrt antrat im Laufe des Jahres 1968 seine Fahrten einstellte, blieb von den nach 1945 zunächst von Privatunternehmern betriebenen Buslinien nach Oldenburg nur noch die Strecke Varel – Wiefelstede – Oldenburg der Fa. Imken übrig. Die übrigen Überlandstrecken waren von Post und Bahn übernommen oder ganz eingestellt worden. Während sich das Busunternehmen Arthur Lückemeyer auf den Kraftbusverkehr im Landkreis Wesermarsch konzentrierte, fuhren andere private Busunternehmer nun im Auftrage von Post und Bahn. Das große Geschäft machten die Privatunternehmen inzwischen mit Tages- und Sonderfahrten, sowie Städte- und Urlaubsreisen.


Um 1957 hingen noch die Oberleitungen vor dem Hauptbahnhof rechts vom Eingang wartet ein DB-Bus mit Anhänger


Kraftpostbus mit Anhänger vor dem HBF Oldenburg um 1958 Fotos Archiv Stolle


Auch als während der Sturmflut im Februar 1962 das Oldenburger Bahnhofsviertel überflutet war, hielten die Busse von Bahn und Post den Linienverkehr aufrecht. In Artikeln der NWZ, die im Februar 2012 erschienen, waren Bilder eines durch das Wasser fahrenden Bahnbusses am Bahnhofsplatz und eines Kraftpostbusses, der durch die überschwemmte Gottorpstraße fuhr zu sehen. Der Postbus der Marke Büssing kam wohl aus Richtung Barghorn und fuhr über die Gottorpstraße in Richtung Innenstadt. Noch um 1960 bogen die
Postbusse, die aus der Gottorpstraße kamen, am Stautorplatz rechts auf die Poststraße ein, um kurz vor der Einmündung der Ritterstraße aufs Postgelände ab zu biegen, um den im Posthof liegenden Kraftpostbahnhof zu erreichen. Allerdings ist die Straßenführung im Rahmen von Umgestaltungen des Stautorplatzes in den 1960er Jahren mehrmals verändert worden, zuletzt während des Baues der Osttangente, die im Mai 1967 eröffnet wurde.


Bild: 1963 wurde ein Teil des Hafenbeckens überbaut, so dass auch von der Huntestraße aus der Straßenzug Stau erreicht werden konnte. Im Vordergrund die Verbindung Gottorpstraße/Poststraße. Foto: Alfred Stolle (14)


Blick von der Huntestraße aus auf den Stautorkreisel kurz vor Abriss des Handelshofes 1967. Hier war einst der Endpunkt der Linie Garrel - Oldenburg von H. Janssen. Foto: Alfred Stolle


Anfang der 60er wurde die Poststraße auf den Teilabschnitt vor dem Hauptportal der Post zur Einbahnstraße. Aber noch Mitte der 60er Jahre wurde der Kraftpostbahnhof im Posthof als Haltepunkt für Postbusse genutzt. Während der Bauarbeiten am Stautor (Post-)platz war der Posthof für Postbusse zeitweise gesperrt, so dass bereits im Jahre 1961 die Linien der Kraftpost die Haltestelle vor dem damals neuen Hallenbad nutzten. Nach der endgültigen Aufgabe der Haltestelle im Posthof wurde die zentrale Haltestelle für die Postbusse ganz zum Hallenbad Berliner Platz verlegt, allerdings begannen und endeten die meisten Linien bereits am Hauptbahnhof.



Um 1958 hielten die DB-Busse direkt am Bahnhofsgebäude, westlich des Haupteinganges, gegenüber an der Grünanlage hält der Pekolbus (Daimler-Benz) der Linie 9.

Während die Linie 9 auch um 1964 noch am selben Punkt hielt, befand sich der Busbahnhof nun auf der östlichen Hälfte des Bahnhofsplatzes. An dem Bussteig 1 sieht man einen Bus der DB am Steig 2 einen Büssing Senator Bus der Fa. Imken. Bilder: Privatarchiv


Entwicklung des Omnibusverkehrs in den 1960er Jahren


Auch in den 1950er Jahren war der Hauptbahnhof bzw. das daneben liegende Postamt 3 von Kraftpostbussen angefahren worden. Die Haltestelle in Nähe des Postamtes 3 war um 1960/61 auf dem Bahnhofsvorplatz verlegt worden. Das Postamt am Bahnhof wurde am 28.05.1971 geräumt und anschließend abgerissen, auf dem Grundstück entstand das neue Oldenburger Hauptpostamt, das im Jahre 1978 eröffnet wurde.


Bereits Anfang der 1960er Jahren war der Bahnhofsvorplatz umgestaltet worden, die Grünanlage wurde dem Autoverkehr geopfert. Auf der östlichen Hälfte des Bahnhofsvorplatzes entstand für den Regionalverkehr ein Omnibusbahnhof. Vom Bussteig 1 fuhren die Busse in Richtung Westerstede, Augustfehn, Ahlhorn, Damme, Berne und vom Bussteig 2 in Richtung Brake, Varel und Jaderberg ab. Die Strecken der Deutschen Bundesbahn wurden teilweise auch durch Auftragsunternehmen befahren, auf der Strecke nach Westerstede kamen häufig Busse der Firma Hilgen zum Einsatz, die Firma Dirks Reisen (später Wissgott) verkehrte nach Berne und Brake. Die Firma Walter Imken verkehrte im Auftrag der DB auf der Linie Oldenburg - Rastede - Varel, auf dem obigen Bild erkennt man am Steig 2 den Büssing-Senator Bus der Fa. Imken. Dagegen fuhren die Busse der Linie  Oldenburg - Wiefelstede -Varel, die Imken in eigener Regie betrieb, damals vom Bussteig 4 ab. Bis 1968 verkehrte 2 x in der Woche auch noch der Landbus Goldenstedt - Visbek - Oldenburg (Hauptbahnhof).


Der im April 1980 auf dem Oldenburger Bahnhofsvorplatz stehende Bus der Fa. Imken war von 1970 bis 1980 täglich im Auftrag der DB auf der damaligen Linie 2199 Varel – Rastede – Oldenburg im Einsatz. Foto: Thorsten Hinzpeter


Vom Bussteig 3 verkehrten nun die Busse der Deutschen Bundespost. Der Zeitzeuge T. Hinzpeter kann sich noch sehr gut daran erinnern, dass es zu Spitzenzeiten dort recht eng wurde, wenn fast zeitgleich die Wagen nach Wardenburg, Westerscheps, Wildeshausen, Kampe usw. bereitgestellt wurden.


Die Postbusse in Richtung Barghorn fuhren noch um 1980 nicht den Hauptbahnhof an, denn die Haltestelle an der Hauptpost bzw. später am Hallenbad Berliner Platz war seinerzeit noch die Hauptstation für Busse der Deutschen Bundespost in Oldenburg. Auf der Strecke nach Westerscheps fuhren übrigens zeitweise auch Busse der Fa. Hilgen im Auftrag der DBP.
Im Jahre 1965 wurde die Kraftpost der Deutschen Bundespost in Postreisedienst umbenannt.


Noch 1967 wurde unter der Kursbuchnummer 2221/17 eine Omnibuslinie Bremen – Oldenburg – Leer – (Groningen) geführt, aus der bereits erwähnten Werbeanzeige der DB geht hervor, dass es 1957 neben der Bahnbusstrecke Oldenburg - Bremen auch eine von Oldenburg über Westerstede nach Leer bzw. Aurich führende Omnibusstrecke gab. Diese wurde am 27.05.1967 eingestellt, dafür wurden ab 28.05.1967 neben der Bahnbuslinie mit werktäglich fünf Fahrtenpaare zwischen Oldenburg und Wiesmoor mit Anschlüssen von und nach Aurich auch  die Buslinie von Berne – Huntebrück – Neuenhuntorf – Wüsting – Neuenwege – Oldenburg mit drei Fahrtenpaare eingerichtet. Auf dieser verhinderte später 8 Km vor Oldenburg ein 9-Tonnen-Sperrschild die Weiterfahrt auf der Holler Landstraße nach Oldenburg. Seitdem ging es über die Landesstraße 69 durch Wüsting und ab Altmoorhausen auf der Bundesstraße 75 über Hemmelsberg und Tweelbäke nach Oldenburg und zurück. Die Fahrzeit verlängerte sich dadurch um 15 Minuten. Bereits um 1975 fuhr der um 6:35 Uhr ab Neuenhuntorf kommende Bus während der Schulferien einen Umweg um die Haltestellen „Tweelbäke, Grenzweg" und „Tweelbäke, Gebken" mit zu bedienen, da der sonst hier eingesetzte Postbus von Kirchhatten nach Oldenburg in dieser Zeit nicht fuhr.


Wegen einer Umleitung kam es 1970 zu einem höheren Fahrpreis auf der Strecke Damme – Osnabrück. Der Grund war ein Brückenneubau über den Mittelandkanal, so dass die Busse über Bramsche fahren mussten. Gegen diese unpopuläre Maßnahme und der Tatsache des wohl einmalig gelagerten Fall das dem Fahrgast wegen einer Umleitung Mehrkosten ent-stehen, gab es Proteste der südoldenburgischen Gemeinde Damme. Positiver war dagegen die Tatsache, dass mit Beginn des Sommerfahrplanes 1970 auf der Postomnibuslinie Osnabrück – Damme an Sonntagen in den Mittagsstunden eine neue Fahrverbindung eingerichtet wurde. Vom Hauptbahnhof Osnabrück fuhr der Bus um 13:15 Uhr ab erreichte um 13:40 Uhr Wallenhorst, um 13:53 Uhr Engter, Vörden um 14:15 Uhr und sollte um 14:30 Uhr in Damme sein.


Um 1970 gab es in der Stadt Oldenburg folgende Postomnibusverbindungen:


Oldenburg - Barghorn
Der Postbus von Oldenburg über Bornhorst – Moorhausen – Gellen – Moordorf – Butteldorf – Huntdorf – Burwinkel – Dalsper – Eckfleth – Bardenfleth – Nordmoor – Neuenbrok nach Barghorn fuhr laut Fahrplan von 1970 in Oldenburg noch von der Haltestelle Staulinie ab. Für die übrigen Postomnibuslinien wird noch die Hauptpost als Ankunfts- bzw. Abfahrtsort in Oldenburg ausgewiesen.


Oldenburg - Edewecht -  [ Westerscheps  oder  Friesoythe ]
Die Postlinie von Oldenburg nach Westerscheps führte von Oldenburg über – Wildenloh – Friedrichsfehn – Jeddeloh I – Nordedewecht – nach Edewecht, von dort aus ging es von Südedewecht weiter über Osterscheps – Holtanger nach Westerscheps. Im Winter 1970/71 fuhren werktäglich 4 Busse (sonntags 3) nach Westerscheps, während 2 (Sa 1) bereits in Südedewecht endeten. Ein Postbus aus Oldenburg fuhr 1970/71 von Edewecht aus über Südedewecht - Süddorf – Edewechterdamm – Altenoythe weiter nach Friesoythe. Von Friesoythe aus fuhren dagegen 2 Busse über Edewecht nach Oldenburg.


Oldenburg - Edewechterdamm - Friesoythe - Kampe - Harkebrügge - Barßel
Drei Postbusse in Richtung Friesoythe – Kampe fuhren die Route über die Küstenkanalstraße, die von Oldenburg aus über Moslesfehn – Klein-Scharrel – Jeddeloh II – Husbäke - nach Edewechterdamm verlief. Von dort aus ging es über Altenoythe weiter in Richtung Friesoythe - Kampe. Zwei Busse fuhren von Kampe weiter über Harkebrügge – Lohe nach Barßel, in den Schulferien fuhr nur ein Postbus ab Kampe weiter nach Barßel.


Oldenburg – Kampe – Elisabethfehn West
Auch die Postbusse nach Elisabethfehn fuhren über die Küstenkanalstraße, von Edewechterdamm aus fuhren die Busse dann weiter über Ahrendsdorf – bis nach Kampe von dort ging es über – Kamperfehn – Reekenfeld – Südelisabethfehn weiter nach Elisabethfehn-West. Von Kampe aus fuhr nachmittags einer der aus Oldenburg kommenden Postbusse nach Barßel weiter.


Oldenburg - Achtermeer - Bösel - Friesoythe
In dem von der OLB herausgegebenen Fahrplan von 1970/71 ist die Teilstrecke der ehemaligen Buslinie Oldenburg – Lorup noch extra aufgeführt. An Werktagen fuhr in jeder Richtung ein Postbus von Oldenburg über Hundsmühlen – Achternmeer – Habern – Hülsberg – Osterloh – Bösel – nach Friesoythe. Eine direkte Weiterfahrt über Ellerbrok – Neuvrees – Gehlenberg – (Neuscharrel) - Neulorup – Hilkenbrook – Esterwegen – Breddenberg nach Lorup, war aber nicht mehr möglich. Daher wurde in dem Fahrplan auch Fahrten, der über andere Strecken von Oldenburg nach Friesoythe verkehrenden Postbusse mitaufgeführt, die direkte Anschlüsse  nach Esterwegen bzw. Lorup ermöglichten. Die Linie 2183 in Richtung Lorup fuhr vom Gymnasium Friesoythe ab. Im Jahre 1970 bestand an Werktagen von Oldenburg aus um 12:15 eine Verbindung, die über die Küstenkanalstraße nach Friesoythe führte, um 13:15 Uhr gab es hier einen Anschluss nach Esterwegen. Direkten Anschluss über Esterwegen nach Lorup, hatte der Postbus um 17:25 ab Oldenburg über Edewecht nach Friesoythe um 18:32. Die entsprechenden Busse in die Gegenrichtung fuhren über Edewecht nach Oldenburg.


Oldenburg – Wardenburg - Bösel - Friesoythe
Eine weitere Postbuslinie führte von Oldenburg über Hundsmühlen – Wardenburg – Oberlethe – Achternholt – Benthullen – Petersdorf – Aumühle – Osterloh – Bösel – Westerloh – Schlinghöhe nach Friesoythe.


Oldenburg – Wardenburg – Littel - Garrel
Diese Postbusse nach Wardenburg fuhren von Oldenburg aus über Osternburg – Kreyenbrück - Tungeln oder über Eversten - Hundsmühlen – Tungeln nach Wardenburg Post, teilweise verkehrten die Busse ab Tungeln auch über Achtermeer und Oberlethe nach Wardenburg. Soweit dort nicht Endstelle war, ging es entweder über Astrup und Höven weiter nach Westerburg, oder über Oberlethe und Achternholt weiter nach Benthullen, oder von Wardenburg aus nach Littel – Beverbrok – und teilweise über Nikolausdorf sogar bis nach Garrel weiter.


Oldenburg - Kirchhatten - Wildeshausen
Die Postbusstrecke Oldenburg - Osternburg – Tweelbäke-Borchersweg - Tweelbäke-Gebken – Hatterwüsting - Kirchhatten – Sandhatten führte nun weiter über Neerstedt – Dötlingen bis nach Wildeshausen. Im Fahrplan 1970/71 verkehrte diese Linie jedoch nur noch einmal an Werktagen. Zweimal täglich verkehrte der Postbus dagegen auf der Strecke Oldenburg über Osternburg – Tweelbäke-Borchersweg - Tweelbäke-Hemmelsberg – Altmoorhausen – Tiefengrund – Munderloh - Kirchhatten – Sandhatten – Neerstedt – Dötlingen – Wildeshausen. An Werktagen gab es zwischen Oldenburg und Sandhatten noch zwei zusätzliche Fahrten, am Donnerstag fuhr ein Postbus statt ab Sandhatten ab Kirchhatten nach Oldenburg.


Oldenburg - Westerstede
Die Strecke 2171 wurde 1970/71 bereits als Gemeinschaftsverkehr Bahn/Post gefahren, nur noch "einmal" werktags verkehrte ein Postbus von Oldenburg über Ofen – Wehnen - Westerholtsfelde – Aschhauserfeld – Aue – Gristede – Helle – Bad Dreibergen – Elmendorf – Langebrügge – Klein Garnholt -  Gießelhorst – Hüllstede nach – Westerstede. Er fuhr montags bis freitags um 18:05 von Oldenburg aus und erreichte Westerstede um 18:54 Uhr, der aus Richtung Westerstede werktags um 6:35 nach Oldenburg fahrende Bus erreichte sein Ziel um 7:20 Uhr. Im Fahrplan wird aber noch ein weiterer von Oldenburg kommender Bus aufgeführt, der aber über Bad Zwischenahn und Rostrup fuhr, die Zeiten der Weiterfahrt nach Westerstede, waren jedoch nur unter dem Bahnbus-Fahrplan 2170 zu finden. Mittags fuhr noch ein Bus von Elmendorf (14:30) nach Gristede (14:38). Der frühere Streckenabschnitt Westerstede - Burgforde – Linswege – Jührdenerfeld – Eggeloge – Halsbek wurde 1970/71 nicht mehr von den aus Oldenburg kommenden Bussen bedient. Der reduzierte Busbetrieb auf dieser Strecke, erklärt sich damit, dass es im Zusammenhang mit der Aufgabe der Eisenbahnverbindung nach Westerstede auch eine Bundesbahn-Omnibusstrecke, die von Oldenburg aus über Wehnen – Westerholtsfelde – Kayhauen – Bad Zwischenahn – Rostrup – Torsholt – Fickensolterfeld nach Westerstede führte gab, die teilweise von Westerstede aus über Moorburg – Großsander - Remels – Wiesmoor nach Aurich oder über Westerloy - Espern - Apen nach Augustfehn oder über Mansie - Lindern nach Ocholt weiterführte. Zwei der Fahrten in Richtung Westerstede führten täglich statt über Wehnen über Petersfehn/Kayhauserfeld und eine über Dreibergen. Die Busse von Oldenburg nach Aurich und einer nach Augustfehn hielten übrigens nicht an allen Stationen.


Durch die Umstellung des Personenverkehrs auf vielen Bahnstrecken von Schiene auf Straße und durch Übernahme von Lizenzen privater Unternehmer (z.B. 1972 von Pekol im Jeverland) dehnte sich das Autobusnetz der Deutschen Bundesbahn erheblich aus, so dass es nun auch zu Überschneidungen mit den Buslinien der ebenfalls bundeseigenen Deutschen Bundespost kam.


Bereits 1971 wurden die Busse von Bahn- und Post zu einer Omnibusverkehrs-gemeinschaft Bahn/Post mit der Zentralstelle in Frankfurt/Main zusammengeführt, diese war aber eine reine Planungsgesellschaft, der Betrieb verblieb bei der Deutschen Bundesbahn und der Deutschen Bundespost. In den siebziger Jahren verkehrten vom Oldenburger Hauptbahnhof folgende Bundesbahn-Autobuslinien:


2741 Oldenburg – Wardenburg - Sage – Ahlhorn – (Cloppenburg) – Schneiderkrug – Langförden – Calveslage – Vechta – Marienheim – Lohne – Damme;


2161 Oldenburg  - Wüsting – Neuenwege – Oberhausen – Holle – Bäke – Buttel – Neuenhuntdorf – Huntebrück – Berne // Hude - Hurrel - Wüsting - Oldenburg
// Oldenburg - Tweelbäke Ost - Hemmelsberg - Wüsting - Hurrel - Hude
Laut Winterfahrplan 1975/76 verkehrte in Nächten von S auf Werktagen  um 23:40 Uhr ab Oldenburg HBF ein Bahnbus, der um 1:50 Uhr Bremen HBF erreichte. Zwischen Oldenburg und Hude wurde zunächst die Strecke der Bahnbuslinie 2161 befahren. Von Hude aus ging es um 0:30 Uhr weiter über Bookholzberg, Schierbrok, Hoykenkamp, Delmenhorst, Heidkrug, Huchting und Bremen-Neustadt nach Bremen HBF.


Seit dem 22. Mai 1977 gab es weitere Busverbindungen zwischen Wüsting und Oldenburg bzw. Hude, da am Bahnhof Wüsting kein Zug mehr hielt, während man mit den Zug vorher spätestens in zehn Minuten in Oldenburg war, dauerte es nun ca. 25 Minuten.


Im Jahre 1979 setzte die Bundesbahn an verkaufsoffenen Sonnabenden einen zusätzlichen Bus ein. Die Wüstinger konnten jetzt wieder am Nachmittag nach Oldenburg fahren und hatten unmittelbar nach Geschäftsschluss eine günstige Verbindung für die Rückfahrt. In Richtung Oldenburg fuhr der Bus von Bäke kommend um 14:25 Uhr in Wüsting ab. Für die Rückfahrt mussten die Fahrgäste den Bus der Firma Wissgott benutzen, der im Auftrage der Bundespost zwischen Oldenburg und Wildeshausen verkehrte, auf seiner Fahrt machte das Fahrzeug einen Abstecher nach Wüsting.


2162 Oldenburg – Etzhorn – Wahnbek – Neusüdende – Loyerberg – Loyermoor – Großenmeer – Barghorn – Oldenbrok – Petershörne – Logemannsdeich – Brake – Alse – Rodenkirchen – Hartwarden – Esenshamm – Ellwürden – Nordenham (- Blexen 1970//71);


2170 Oldenburg  - (Wehnen – Westerholtsfelde) oder (Petersfehn - Kayhauserfeld) – Kayhausen – Bad Zwischenahn – Rostrup – Torsholt – Fickensolterfeld - Westerstede – (a: Moorburg – Großsander - Remels – (-Wiesmoor) - Aurich, b: Westerloy - Espern - Apen - Augustfehn, c: Mansie - Lindern - Ocholt);


2177  Oldenburg  – Ahlhorn – Lethe - Cloppenburg [- Werlte/Löningen];


2199 Oldenburg - Wahnbek – Neusüdende – Rastede – Liethe – Lehmden – Hahn - Beckhausen – Heubült – [ Jaderberg ] – Neuenwege – Varel – Sande (- Bensersiel).


Ab Ende 1968 fuhr bereits ein Bus der Linie 2199 an Werktagen von Oldenburg bis nach Jaderberg. Laut Winterfahrplan 1975/1976 fuhr an Werktagen um 14:10 (Sa 17:32) der Bus von Jaderberg-Bahnhof nach Oldenburg, außerdem fuhr ein Bus aus Varel über Jaderberg-Tierpark nach Oldenburg. Aus Richtung Oldenburg fuhr werktags um 13:00 (Sa 16:50) ein Bus bis nach Jaderberg-Bahnhof. Die übrigen Busse der Strecke 2199 fuhren nicht über Jaderberg. Zu der Zeit hielten aber noch diverse Züge am Bahnhof Jaderberg. Erst nach Aufgabe dieses Bahnhofs um 1978 fuhren die Busse der Linie 2199 generell  über Jaderberg.


Büssing-Postbus an der Poststraße beim Hallenbad in den 60ern Foto: A.Stolle














Die Kraftpost-Omnibusse fuhren 1975 ab Oldenburg HBF oder Hallenbad folgende Strecken:

2171 Oldenburg HBF – Ofen – Wehnen - Westerholtsfelde – Aschhauserfeld – Aue – Gristede – Helle – Bad Dreibergen – Elmendorf – Langebrügge – Klein Garnholt -  Gieselhorst – Hüllstede – Westerstede;


2176 Oldenburg HBF – Osternburg – Tweelbäke,Borchersweg - [Tweelbäke Hemmelsberg – Altmoorhausen – Tiefengrund – Munderloh /oder/ Tweelbäke Gebken – Hatterwüsting] - Kirchhatten – Sandhatten – Neerstedt – Dötlingen – Wildeshausen;


2181 Oldenburg HBF – Eversten/Hundsmühlen oder Osternburg/Kreyenbrück – Tungeln – Wardenburg-Post -
a: Wardenburg, Siedlung;
b: Astrup – Höven – Westerburg - Sannum;
c: Wardenburg, Siedlung - Littel – Beverbrok – Nikolausdorf – Garrel;

Oldenburg HB
2182 Oldenburg HBF – Eversten– Südmoslesfehn – Achtermeer –Westerholt - Wardenburg  - Oberlethe – Achternholt – Benthullen – Petersdorf – Aumühlen – Osterloh – Bösel – Westerloh – Schlingshöhe – Friesoythe // oder Oldenburg HBF - Eversten – Achtermeer – Bösel – Westerloh – Schlingshöhe – Friesoythe;


2184 Oldenburg HBF – Wildenloh – Friedrichsfehn – Jeddeloh I – Nordedewecht – Edewecht – Südedewecht2184 Oldenburg HBF – Wildenloh – Friedrichsfehn – Jeddeloh I – Nordedewecht – Edewecht – Südedewecht
a.) - Südedewecht, Siefken;
b.) – Osterscheps – Holtange - Westerscheps;
c.) -Süddorf - Edewechterdamm – Altenoythe - Friesoythe [– Kampe – Harkebrügge – Lohe – Barßel];


2185 Oldenburg HBF - Eversten - Moslesfehn – Südmoslesfehn – Klein Scharrel –  Jeddeloh II – Husbäke – Edewechterdamm – Ahrendsdorf – Kampe – Kamperfehn – Reekenfeld – Süd-Elisabethfehn – Elisabethfehn-West;


2173 Oldenburg Hallenbad – Ohmstede – Bornhorst - Moorhausen – Gellen - Moordorf – Butteldorf – Huntorf – Burwinkel – Dalsper – Eckfleth – Bardenfleth – Nordermoor – Neuenbrok – Barghorn.


Im Oldenburger Land verkehrten außerdem noch die Post-Linien 2183 Friesoythe – Ellerbrock – Neuvrees – Gehlenberg – Neulorup – Hilkenbrook – Esterwegen – Breddenberg - Lorup (Werlte) und 2172 Rastede - Leuchtenburg – Nuttel - Wiefelstede – Gristede – Helle – Elmendorf - Rostrup – Bad Zwischenahn - Specken – Ekern – Portslage - Edewecht – Süd Edewecht.


Außerdem fuhr vom Bahnhofsplatz der "Landomnibus" der Firma Imken auf der Strecke:


2198 Oldenburg HBF – Metjendorf – Heidkamp – Neuenkruge – Borbek – Bokel – Nuttel – Wiefelstede – Mollberg – Dringenburg – Spohle – Conneforde – Almsee – Altjührden – Bramloge – Obenstrohe – Varel.


Die Kraftfahrdienste des Postamtes Oldenburg waren am 29.09.1970 von dem Standort Am Festungsgraben 49 zur Ammerländer Heerstraße 140 umgezogen, unter den dortigen 172 Kraftfahrzeugen befanden sich Ende 1974 noch 9 Omnibusse.


Aber auch der Postreisedienst hatte in den 70er Jahren mit der stetigen Abwanderung zum eigenen Auto zu kämpfen, wie Otto Wagener 1975 in seinem Beitrag „Das Postamt Oldenburg heute“ schrieb. Das führte zu einer gleichlaufenden Verringerung des Verkehrsangebotes. Um die im Nahverkehr wachsenden Defizite zu decken, mussten scharfe Rationalisierungsmaß-nahmen durchgeführt werden. Der Bestand der Omnibusse des Postamtes Oldenburg wurde infolge auf 8 eigene Busse reduziert, die jährlich 625.000 km zurücklegten. Dazu kam der Einsatz von 27 angemieteten Omnibussen, die weitere 505.000 km jährlich zurücklegten. Das eigene Fahrpersonal war auf 15 Regeldienst leistende Kräfte reduziert worden. Immerhin wurden 1974 auf den Strecken noch 1.728.639 Fahrgäste befördert. Die Absicht den Postreise-dienst völlig in den Busdienst der Bundesbahn zu integrieren, war nach mehreren Anläufen zunächst wieder aufgegeben worden. Laut Wagener wurden nun aber Überlegungen über mögliche Formen der Zusammenfassung aller Busverkehrssysteme im öffentlichen Personennahverkehr angestellt.


Bis in die1980er Jahre waren die Überlandbusse nicht berechtigt innerhalb des Stadtnetzes der Oldenburger Vorortbahnen Pekol Personen, die nur den innerstädtischen Nahverkehr nutzen wollten, mitzunehmen. Daher dienten viele Kraftpost/Bahnbusstationen nur zum Aus- oder Einstieg. Die Haltestellen der Bussysteme lagen teilweise nicht an der gleichen Stelle. In der Stadt Oldenburg gab es 1975 folgende Postbushaltestellen: Oldenburg -Hauptbahnhof, -Post, -Hallenbad, -Schlosswall, -Pferdemarkt, -Weser-Ems-Halle, -Staatstheater, -Ammerländer Hof, -Universität, -Damm, -Hundsmühlerhöhe, -Bornhorst; Eversten -Hauptstraße, -Zum grünen Jäger, -Zum grünen Kranze, -Wolfsbrücker Weg; Kreyenbrück -Alte Wache, -Klingenbergstr., -Hepp; Nordmoslesfehn -Theilmann, -Brelage; Ohmstede-Brauerei; Osternburg -Wunderburg, -Bahnhof, -Schütte, -Neuer Friedhof; Wildenloh -Osterkampsweg, -Kracke, Tweelbäke -Borchersweg. Sowie folgende Bahnbushaltestellen: Oldenburg -Hauptbahnhof, -Hallenbad, -Hauptzollamt, -Bremer Str., -Etzhorn/Patentkrug, -Nadorst/Willers, -Stubbenweg, -Weißemoorstraße, -Ackerstraße, -Am Stadtmuseum; Bloherfeld -Brüggemann, -Bloherfelder Hof, -Kreuzung; Kreyenbrück-Krankenhaus. Die Busse von Imken hielten in Oldenburg an den Stationen Oldenburg –HBF, -Theater, -Hertie, -Melkbrink. Kurios daran war, das einige Stationen Bezeichnungen trugen, die schon zu der Zeit lange überholt waren.


Um 1982/83 hatte die Linie 2185 folgenden Verlauf: Oldenburg HBF - Eversten - Moslesfehn – Südmoslesfehn – Klein Scharrel – Jeddeloh II – Husbäke – Edewechterdamm – Ahrendsdorf – Kampe – Kamperfehn – Reekenfeld – Süd-Elisabethfehn – Elisabethfehn-West – Harkebrügge – Lohe – Barßel; //   oder Oldenburg HBF – Eversten – Nordmoslesfehn - Jeddeloh II – Husbäke– Edewechterdamm – Altenoythe – Friesoythe – Kampe – Elisabethfehn - Barßel;
Dafür fuhr die Linie 2184 folgende Strecke: Oldenburg HBF – Wildenloh – Friedrichsfehn – Jeddeloh I – Nordedewecht – Edewecht – Südedewecht – Osterscheps – Holtange - Westerscheps;


Es gab aber nun auch Busse mit zwei Linien Nummern, wie die 2182/2184 Oldenburg HBF – Wildenloh – Friedrichsfehn – Jeddeloh I – Nordedewecht – Edewecht – Südedewecht -Süddorf - Edewechterdamm – Altenoythe - Friesoythe.


Im Jahr 1982 legten die Busse des Poststützpunkts Oldenburg noch  650.000 km zurück und beförderten über 300.000 Personen. Während der Postreisedienst im gesamten Bundesgebiet nur eine Kostendeckung von 85 bis 86% zu verzeichnen hatte, waren es beim Stützpunkt Oldenburg über 100 %. Für die sieben Linien standen acht eigene Busse und insgesamt 17 Busfahrer zur Verfügung.


Am 30. Juni 1983 fuhren die Oldenburger Postbusse mit dem Posthorn-Emblem auf gelben Grund zum letzten Mal für den Postreisedienst der Deutschen Bundespost. Denn zwischen dem 01.04.1983 und dem 01.02.1984 wurde im Weser-Ems-Gebiet der Postreisedienst nach und nach vom Geschäftsbereich "Bahnbus Weser-Ems" der DB übernommen. Am 01.07.1983 erfolgte die Überleitung der Busse des PA Oldenburg an die Deutsche Bundesbahn. Die gelben Postbusse erhielten zunächst das DB-Emblem und verschwanden nach und nach aus dem Stadtbild von Oldenburg. Alle Busse erhielten nach und nach die rote Lackierung der Bahnbusse.


Aus dem NWZ Sommerfahrplan 1984 entnimmt man, dass die bisherigen Fahrten der Linie 2171 Oldenburg – Westerstede nun unter der Linie 2170 Oldenburg – Westerstede – Aurich zu finden waren. Unter der Linie 2171 wurden nun die Verbindungen von Westerstede nach Augustfehn über Ocholt/Apen aufgeführt. Die bisher unter der Linie 2181 mit aufgeführte Verbindung Oldenburg – Sanum fand man nun unter der Linie 2741 Oldenburg – Ahlhorn – Vechta – Lohne – Damme.


Die Linie 2161 fuhr eine Fahrt ab Buttel und eine ab Bäke über Wüsting nach Oldenburg und zurück. Die übrigen Fahrten über Wüsting waren in die Linie 2176 Oldenburg – Kirchhatten/Wildeshausen integriert worden. Ab 03.06.1984 war Wüsting nicht mehr bei allen Fahrten direkt zu erreichen, denn bei einigen Verbindungen musste nun in Altmoorhausen umgestiegen werden. So erreichten Fahrgäste Wüsting bei Fahrten um 16:10 Uhr und um 18:40 Uhr ab Oldenburg, indem sie bis Altmoorhausen den Bus in Richtung Kirchhatten - Wildeshausen benutzen. In Altmoorhausen wartet dann der aus Wildeshausen kommende Anschlussbus, der auf seiner Fahrt nach Oldenburg einen Abstecher nach Wüsting machte. Einige Fahrten von oder nach Kirchhatten/ Wildeshausen führten direkt über Wüsting, so dass ein Umsteigen nicht erforderlich war.
Vom 2. Juli 1984 an kam der um 6:57 Uhr ab Wüsting verkehrende Bus nicht mehr aus Buttel, sondern von Kirchhatten-Wildeshausen. Dadurch erfolgte die Abfahrt nach Oldenburg etwa zehn Minuten später, Fahrgäste aus Richtung Holle mussten nun den Schulbus benutzen und in Wüsting umsteigen. Auch beim Umsteigen in Altmoorhausen konnte nur noch beim Gasthof Wicht umgestiegen werden. Die Busse trafen sich dort und hielten nun hintereinander, so dass ein Überqueren der Straße entfiel.


1984 - 2014 Weser-Ems-Bus und VBN


Im August 1988 erfolgte die Ausgliederung des GBB Weser-Ems aus dem Geschäftsbereich der Bahn und als eines von vier Pilotprojekten der Privatisierung wurde die Weser-Ems-Bus GmbH gegründet, die am 01.10.1988 ihren Betrieb aufnahm. Die Zentralhaltestelle aller WEB-Linien in Oldenburg war der Omnibusbahnhof am HBF.


Zum 01.06.1988 war bereits die Verkehrsgemeinschaft Oldenburg wirksam geworden, VWG (bis 1985 OVB Pekol), WEB und Imken boten nun das Angebot an, das eine Reihe von Gemeinschaftshaltestellen beliebig zum Ein-,Aus- und Umsteigen genutzt werden konnten. Der Fahrschein wurde beim Umsteigen in einem Partnerbus mit einem Rabatt von 1 DM in Zahlung genommen. Hatterwüsting wurde seitdem von Oldenburg aus, nur noch durch die VWG Linie 15 bedient, dafür erschlossen die WEB Busse in Richtung Kirchhatten nun auch den Ort Wüsting.


Die Linien von Imken und der WEB waren nun auch im Tarifzonenplan der VWG einge-zeichnet. Im Jahre 1990 waren dies ab Oldenburg HBF folgende Linien: 100 Varel über Wiefelstede; 2162/I Brake [1998: Linie 285]; 2170 Bad Zwischenahn – Westerstede (über Petersfehn oder Wehnen); 2173 Barghorn [1998:Linie 288]; 2176/I  Wüsting, Kirchhatten, Wildeshausen [1998: Linie 273]; 2177 Cloppenburg, ab 1992: Werlte/Löningen; 2181/I, 2740 Wardenburg/Garrel/Friesoythe [1998: Linie 279]; 2184 Edewecht / Westerscheps; 2185 Friesoythe/Elisabethfehn/Barßel; 2199/I Varel [später Linie 340]; 2741 Ahlhorn/Vechta/Damme [1998: Linie 274 Ahlhorn, 2741 Ahlhorn, Vechta, Lohne, Damme].


Im Mai 1994 richtete die WEB die Schnellbuslinie S35 Westerstede ZOB – Oldenburg HBF ein, die montags bis freitags die Strecke in 35 Min. über die Autobahn fast ohne Zwischenstopp absolvierte, lediglich in der Stadt Oldenburg wurden die WEB-Haltestellen bedient.
Ab Juni 1997 fuhren die Busse von Oldenburg nach Wüsting wieder über die Holler Landstraße und konnten damit die schnellste Verbindung benutzen, für einige Haltestellen in Wüsting bedeutete dies, dass man nun  die entsprechende Haltestelle auf der anderen Straßenseite benutzen musste. Die Busse Mo-Sa um 6:53 Uhr und 14:33 Uhr, sowie So. um 12:57 Uhr fuhren weiterhin über die Bremer Straße in Richtung Wüsting. Bei Fahrten über die Holler Landstraße wurden in Oldenburg neue Haltestellen an der Abzweigung nach Blankenburg, am Blankenburger Weg, an der Werrastraße, dem Werftweg, beim Victoria-Sportplatz und in Höhe der Schulstraße (zwischen Schulstraße und Bahnübergang) angesteuert.
Am 01.07.1996 wurde der ZVBN Zweckverband Verkehrsverbund Niedersachsen Bremen gegründet. Im Bereich der Verkehrsgemeinschaft Bremen/Niedersachsen (VBN) gelten die gleichen Fahrscheine und alle Busse und Nahverkehrszüge des VBN können genutzt werden. Das gesamte VBN-Gebiet ist in Zonen aufgeteilt, die Anzahl der durchgefahrenen Zonen ergibt die Preisstufe. In der Folge bekamen die VBN-Buslinien auch neue Nummerierungen.
1998 richteten die WEB, die VWG und die Verkehrsbetriebe Wesermarsch GmbH (hervorgegangen aus dem Busbetrieb von Arthur Lückemann.) die Schnellbuslinie 440 Weser Sprinter ein, die Oldenburg mit Bremerhaven verbindet.


Weser-Ems-Bus auf dem Heiligengeistwall kurz vor der Station Lappan im Mai 2010 ©KD Stolle


Am 10. Juli 2000 wurde der ZOB Oldenburg eröffnet, der von den Regionalbussen und von den meisten innerstädtischen Buslinien angefahren wird. Bereits zu Beginn der 90er Jahre wurde über die Anlage eines Zentralen Omnibusbahnhof am Hauptbahnhof diskutiert. Im Januar 1994 legte die Stadt erste konkrete Pläne vor, die vorsahen den ZOB hinter dem Hauptbahnhof anzulegen. Der Fußgängertunnel sollte nach Norden verlängert werden, so dass der Bahnhof nun auch einen Nordausgang erhielt. An der Ostseite war neben dem ZOB eine Untertunnelung des Bahnkörpers geplant, um eine neue Straßenverbindung zwischen Güter- und Straßburger Straße zu schaffen.


Vor den Hintergrund, dass zum 01.01.1996 der Schienennahverkehr vom Bund an das Land abgegeben wurde, war es ein Ziel der Planung des „sogenannten“ Oldenburger Sterns" den Schienenverkehr mit dem regionalen und innerstädtischen Busverkehr zu verbinden. Außerdem sollten am ZOB eine Fahrradstation und ein Parkhaus entstehen, dieses wurde zunächst noch in Höhe der Fußgängerbrücke (Elisabethbrücke) westlich des neuen Nordausganges geplant. Obwohl der Straßentunnel und das Parkhaus zunächst sehr umstritten waren, beschloss der Rat im Juli 1994 schließlich die Planung des Oldenburger Stern mit Autotunnel und Parkhaus. Bis zur endgültigen Fertigstellung dauerte es dann aber noch 6 Jahre und das Parkhaus wurde direkt am ZOB gebaut. Die zentrale Umsteigestelle der VWG blieb jedoch weiterhin am Lappan in der Innenstadt.


Am 10.06.2001 richtete Weser-Ems-Bus die neue Linie 270 „Huntesprinter“ Oldenburg – Kirchhatten – Wildeshausen ein, alle zwei Stunden gab es in Kirchhatten einen Anschluss an das HattenShuttle (Linie 277) nach Sandhatten/Sandkrug. Die Versorgung des Ortes Wüsting wurde 2001 durch die Verlängerung der VWG Linie 316 Lappan – Blankenburg bis Wüsting sichergestellt, die Linie wurde zusammen mit der WEB betrieben. Nach der Wiedereröffnung des Bahnhofs Wüsting im Dezember 2006 wurde die Busverbindung nach Wüsting stark eingeschränkt. Bis 2010 fuhr früh morgens noch ein Bus der Fa. Wissgott, die im Auftrag der VWG tagsüber sowieso im städtischen Linienverkehr verkehrte, vom Firmensitz Wüsting als Linie 316 zum ZOB Oldenburg.


Der heute noch von Wüsting stadteinwärts verkehrende Bus der damaligen WEB-Linie 254 (Inzwischen wird die Linie zum GAG Oldenburg von Hutfilter Busreisen Delmenhorst gefahren) dient vorwiegend dem Schülerverkehr. Auch die noch bis 2006  im Liniennetzplan der VWG eingezeichnete WEB Linie 249 Oldenburg - Kirchhatten – Wildeshausen diente dem Schülerverkehr. Das gleiche gilt für die Linie 373 Oldenburg – Petersfehn – Bad Zwischenahn, die bereits 2008 nicht mehr bis Oldenburg fuhr, sondern nun in Petersfehn endet. In den VBN-Netzplänen waren diese „Schulbuslinien“ übrigens nicht verzeichnet.


Im Jahre 2011 verkehrten folgende Überlandbuslinien von Weser-Ems-Bus bzw. Imken ab Oldenburg ZOB:
270 "Hunte-Sprinter" Oldenburg - Kirchhatten – Dötlingen – Wildeshausen
An Sonn- und Feiertagen fahren die Busse der Linie 270 auch über
Sandhatten, allerdings werden nur drei Fahrten in jeder Richtung
gefahren. An Werktagen fahren dagegen 15 Busse die Strecke
Oldenburg - Wildeshausen und zurück, 2 Busse befahren nur den
Abschnitt Oldenburg - Kirchhatten und zurück (Stand 2011).
280 Oldenburg – Wardenburg – Oberlethe - Benthullen - Bösel – Friesoythe
An Sonn- und Feiertagen wird nur der Streckenabschnitt Oldenburg
bis Wardenburg befahren, unzwar von der Linie 314 Hundsmühlen
der VWG Oldenburg. Die Linie fährt von ihrem Endpunkt Am Vogelbusch
weiter bis Wardenburg, Marktplatz. Lediglich um 23.40 fährt ab
Wardenburg ein WEB-Bus über Kreyenbrück nach Oldenburg.
In Wardenburg Anschluss nach Littel (287) oder weiter nach Garrel (288)
289 Oldenburg  – Achternmeer – Wardenburg (werktags)
330 Oldenburg – Metjendorf - Wiefelstede – Conneforde [Imken]
(nur werktags)
340 Oldenburg – Wahnbek - Neusüdende - Rastede – Hahn - Jaderberg
(nur werktags)
350 Oldenburg – Ofen - Bad Zwischenahn – Westerstede (werktags)
380 Oldenburg – Friedrichsfehn - Edewecht – Westerscheps -
Harkebrügge - Barßel  "Vehne-Sprinter"  (werktags)


Einige der Busse zeigten die Fahrzielrichtung Friesoythe bzw Cloppenburg an, da sie ab Barßel direkt weiterfuhren (S90, 900).


380 Oldenburg – Friedrichsfehn - Edewecht – Westerscheps
"Vehne-Sprinter" (Samstagabend und seit 01.05.2014 auch am Sonntag)
389 Westerstede – Bad Zwischenahn – Edewecht – Oldenburg und zurück.


Diese Linie fuhr nur Sonn- und Feiertags und ersetzte bis zum 30.04.2014 die Linien 350 und 380, die Linie 389 fuhr 3 mal an Sonn- und Feiertagen. Die 3 Fahrten auf dem Strecken-abschnitt Edewecht (Markt) bis Bad Zwischenahn (ZOB) werden seit 01.05.2014 von der Linie 375 befahren, (die von Mo – Fr. die Strecke Süddorf – Edewecht - Bad Zwischenahn bedient),  der Abschnitt Oldenburg – Edewecht wird nun von der Linie 380 Oldenburg – Edewecht – Westerscheps befahren, die an sonn- und feiertags 7 x verkehrt. Der Streckenabschnitt von Bad Zwischenahn bis Westerstede der bisherigen Linie 389 wird nicht mehr bedient. Dafür fährt aber jetzt der  über die Autobahn fahrende Schnellbus S 35 Oldenburg – Westerstede, der bis zum 30.04.2014 nur werktags verkehrte, nun auch an Sonn- und Feiertagen.


S 35 "RhodoSprinter" Schnellbus Oldenburg  - Westerstede
460 Oldenburg – Eckfleth - Bardenfleth – Barghorn - Großenmeer (werktags)


440 „WeserSprinter“
Oldenburg – Brake – Rodenkirchen - a) Nordenham – Blexen /
b) Wesertunnel - Bremerhaven (an allen Tagen)


910 „HanseSprinter“
Oldenburg – Edewechterdamm – Altenoythe - Friesoythe (werktags)
(in Süddorf direkt Anschluss Linie 905 Süddorf - Elisabethfehn - Barßel)


Außerdem verkehren ab ZOB Oldenburg noch die Nachteulen N21 über Sandkrug - Kirchhatten nach Wildeshausen; N25 über Wardenburg - Großenkneten nach Wildeshausen; N31 über Rastede - Wiefelstede nach Tange; N32 über Bad Zwischenahn - Westerstede nach Tange; N34 über Edewecht - Tange nach Augustfehn; N35 über Bad Zwischenahn - Edewecht nach Friesoythe.


Nur an Schultagen fuhren folgende Weser Ems Busse nach Oldenburg und zurück:


266 Huntlosen - Westerburg - Oldenburg (ZOB)
252 Hude - (Wüsting / Vielstedt - Kirchkimmen) – Oldenburg (Graf-Anton-Günther Schule)
254 Hude - Reiherholz - Wüsting - Oldenburg (Graf-Anton-Günther Schule)
256 Delmenhorst - Bookholzberg - Hude - Hurrel – Oldenburg (Waldorfschule)


ZVBN-Strecken:  


Im Oldenburger Land gibt es heute übrigens auch Bürgerbusse, dies sind Kleinbusse, die von ehrenamtlichen Mitbürgern gefahren werden, um bestehende Lücken desöffentlichen Personennahverkehrs auszugleichen. Folgende Bürgerbusse findet man im Bereich des VBN.

Ab 2014 Wettbewerb mit privaten Unternehmen im VBN-Netz


Im Jahre 2014 wurde erstmals im VBN unter Wettbewerbsgesichtspunkten der Busverkehr für das Linienbündel Ammerland Ost, zu dem auch die Linien 330 Wiefelstede – Oldenburg und 340 Oldenburg - Jaderberg gehören, neu vergeben. Der Gewinner die Weser-Ems-Bus Tochter "Hanekamp Busreisen" aus Cloppenburg übernahm am 01.08.2014 den Busverkehr im östlichen Ammerland bis Juli 2024. Die Linien wurden aber gemeinsam mit regionalen Partnern wie Imken Touristik, Gerdes Reisen und Primo Regio Stefan Pfeiffer bedient. So sind auch Busse der Firma Imken, die vorher zusammen mit Weser-Ems-Bus den dortigen Linienverkehr betrieb, weiterhin im Einsatz.


Am 01.08.2015 hat das Westersteder Busunternehmen Gerdes Reisen für zehn Jahre 20 Buslinien im Landkreis Ammerland übernommen, das  Familienunternehmen hatte die Ausschreibung im sogenannten Linienbündel Ammerland West gegen fünf weitere Bieter gewonnen.
Es handelt sich überwiegend um Linien in der Stadt Westerstede und der Gemeinde Apen. Betroffen sind aber auch Strecken nach Oldenburg, die bisher von Weser-Ems-Bus gefahren wurden, es handelt sich um die Linien:


S35 Oldenburg – Westerstede,


350 Oldenburg – Bad Zwischenahn – Westerstede,


N32 Oldenburg - Westerstede – Tange


Seitdem sind daher die blauen Busse auch im Stadtbild von Oldenburg zu sehen.
Am 01.08.2016 übernahm, die zu der im Osnabrücker Land beheimateten Unternehmensgruppe Hülsmann gehörende „Bruns Omnibusverkehr GmbH“ Bad Zwischenahn, die im südlichen Ammerland liegenden VBN-Strecken, darunter sind auch die bisher von der WEB gefahrenen Linien:


380 Barßel - Edewecht - Oldenburg und zurück,


379 Bad Zwischenahn - Petersfehn - Oldenburg und zurück (Schülerverkehr),


N 34 Tange - Edewecht - Oldenburg und zurück,


N 35 Friesoythe - Edewecht - Bad Zwischenahn - Oldenburg.


Ab 04.08.2016 gab es auf der von Weser-Ems-Bus gefahrenen Linie 460 eine neue Streckenführung, Die Linie fährt dann direkt von Oberhammelwarden / Strand über Lienen – Elsfleth – Bardenfleth – Eckfleth – Moorhausen nach Oldenburg. Die bisherigen Haltestellen im Ort Neuenbrok entfallen.


Seit dem 05.05.2017 verbindet die erste Landeslinie in Niedersachsen stündlich die Städte Westerstede und Oldenburg. Die vom Unternehmen Gerdes gefahrene Linie S35 verkehrt montags bis sonnabends von 5 bis 23 Uhr. Sonntags beginnen die Fahrten erst um 6 Uhr.


Seit 01.08.2017 betreibt anstelle von Weser-Ems-Bus nun das zur Firma Wilmering aus Vechta gehörende Busunternehmen "Verkehrsbetriebe Oldenburg Land GmbH & Co KG," das Linienbündel Oldenburg-West. Dazu gehören auch die Linien 270 bzw. 291 Oldenburg – Kirchhatten - Wildeshausen und 280 Oldenburg – Wardenburg - Benthullen. Der Streckenabschnitt Friesoythe – Bösel – Benthullen der Linie 280 wurde eingestellt und auch der Streckenabschnitt Littel bis Garrel wird nicht mehr befahren, da die Linie 288 aufgegeben wurde. Damit war es nach 71 Jahren und 4 Monaten nicht mehr möglich von Oldenburg über Petersdorf und Bösel nach Friesoythe zu fahren, dass damit ganze Ortschaften beziehungsweise Gemeindeteile vom ÖPNV  und somit von Mittel- und Oberzentren abgehängt wurden spielte bei der Entscheidung über die Vergabe wohl keine Rolle. Von Seiten der Bevölkerung wurde seitdem auf den Bedarf einer Linie zwischen Bösel und Oldenburg aufmerksam gemacht. Am 03.08.2018 gab der LK Cloppenburg bekannt, das es wieder eine Verbindung zwischen Bösel und Wardenburg mit Anschlussmöglichkeit zur Linie 280 (Wardenburg – Oldenburg) geben wird. Die neue Linie 918 wird demnach MO – FR  mit 4 Fahrtenpaare verkehren.


Da es nach der Fahrplanumstellung im August 2017 im Schülerverkehr mit dem neuen Busunternehmen in den Gemeinden Wardenburg, Hatten, Großenkneten, Dötlingen und Wildeshausen noch allerlei Probleme gab, hatte der Landkreis Oldenburg seinerzeit eine Hotline eingerichtet. In Wardenburg stiegen viele Berufstätige aufs E-Bike um, jugendliche Auszubildende setzen auf „Taxi Mama“, wie die NWZ damals berichtete.


Seit 04.08.2016 fuhr Weser-Ems-Bus die Linie 460 Oldenburg – Großenmeer von Oldenburg kommend an der Kreuzung Bardenfleth / Nordermoor nicht weiter geradeaus, sondern knickte nach Elsfleth ab, so dass auch Fünfhausen, Elsfleth und Oberhammelwarden bedient wurden. Erste Gespräche waren bereits 2015 geführt worden, aber erst nach der Einstellung der Verbindung Brake – Oberhammelwarden setzte sich die Stadt Elsfleth für die neue Streckenführung Oldenburg – Elsfleth – Oberhammelwarden verstärkt ein. Die Haltestellen Großenmeer und Barghorn werden weiter von der Linie 440 erschlossen.


Ab 2018 werden die Linien 460 Oldenburg – Elsfleth - Oberhammelwarden und 440 Oldenburg – Brake – Nordenham-Blexen/Bremerhaven von dem Busunternehmen Gebken & Gerdes aus Elsfleth betrieben. Seitdem fahren die morgens aus Oberhammelwarden nach Oldenburg kommenden Busse von der Haltestelle Weser-Ems-Halle (WEH) direkt zum ZOB Oldenburg und nach kurzem Halt über die Haltestellen Agentur für Arbeit (Stau), Staustraße, Lappan, Pferdemarkt, WEH zurück in die Wesermarsch. Ab Mittags wird dann aber zunächst die Innenstadt angesteuert bevor es vom ZOB Oldenburg dann über die Haltestelle WEH zurück nach Oberhammelwarden geht.


Die Linie 910 Oldenburg – Süddorf – Friesoythe wird seit 2019 von dem Busunternehmen SBV Janßen aus dem Saterland bedient.


Über  die Verbesserung des Nahverkehrs zwischen der Stadt Oldenburg und den Nachbarkreisen in den Jahren 2018/2019 siehe unter Seite Pekol / VWG / WOAG


Für diesen Artikel daher nur so viel, ab 15.12.2019 verkehren u.a. folgende Linien: 320/280 Oldenburg (ZOB) – Tungeln – Wardenburg; 330 Oldenburg (Drielake) – Wiefelstede – Conneforde; 340 Oldenburg (Kloster Blankenburg) – Rastede – Jaderberg/Wiefelstede; 350 Oldenburg (ZOB) – Bad Zwischenahn – Rostrup – Westerstede.


Im Jahre 2020 entschied die DB Regio Bus, den durch das Tochterunternehmen Hanekamp Busreisen GmbH durchgeführten Linienverkehr in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta einzustellen. Damit begann das Ende des Unternehmens, das im Jahre 1953 nach der Stilllegung der Kleinbahn Cloppenburg-Landesgrenze, von dem ehemaligen Mitarbeiter Nikolaus Hanekamp sen. (63), aus der Auflösungsmasse der Kleinbahn einen Omnibus mit Anhänger erwarb, gegründet wurde. Er begann im Raum Südoldenburg nach und nach Linienverkehre aufzubauen; was bei der stetig steigenden privaten Motorisierung kein leichtes Unterfangen war. Im Jahre 1998 gründete das Unternehmen Hanekamp mit anderen Busunternehmen die Verkehrsgemeinschaft Landkreis Cloppenburg (VGC).Da seine Kinder andere Berufszweige wählten verkaufte der 75jährige Nikolaus Hanekamp jun., das Busunternehmen dann im Jahre 2002 an die Weser-Ems-Bus GmbH. Die das Unternehmen unter dem zunächst verbliebenen Geschäftsführer Heinz Janßen auch weiter ausbaute und auch in den Kreisen Vechta und Ammerland weitere Buslinien betrieb. Das Ende von Hane-kamp wurde 2020 eingeleitet, zunächst wurden die Linien in Südoldenburg von anderen Busunternehmen übernommen und das Betriebsgelände in Cloppenburg aufgegeben. Im September 2021 wurden auch die verbliebenen Linien und das Personal der Firma Hanekamp im Ammerland und der Stadt Oldenburg von Weser-Ems-Bus übernommen. Bei den Linien, die davon auch die Stadt Oldenburg anfahren, handelt es sich um die Linie 389 Neusüdende – Wahnbek – Oldenburg (Waldorfschule); Linie 340 Wiefelstede/Jaderberg – Rastede – Oldenburg - Kloster Blankenburg und die N31 Tange – Wiefelstede – Rastede - Oldenburg.


Ab 11.12.2022 wird die Linie S35 Westerstede – Stadt Oldenburg statt stündlich von ca. 6:00 bis 10:00 Uhr sowie zwischen ca. 15:00 bis 18:00 Uhr im 30-Min.Takt gefahren. Die zusätzlichen Fahrten bieten in Oldenburg einen Anschluss von/zur RS 30 aus/in Richtung Bremen. Auf der Linie 330 Oldenburg – Wiefelstede – Conneforde wurde die Haltestelle "Nuttel, Abzweig Dingsfelder Weg" in "Wiefelstede, Grote Placken" umbenannt.
Nachdem im Dezember 2022 die jahrelangen Bauarbeiten auf der Bahnstrecke zwischen Oldenburg und Wilhelmshaven beendet wurden, ist der von der Nordwestbahn eingesetzte Inselbus, der an Wochenenden vom Oldenburger Hauptbahnhof zu den Fähranlegern nach Langeoog (Bensersiel) und Spiekeroog (Neuharlingersiel) pendelte, eingestellt worden. (Quelle: NWZ)
Ursprünglich wurde die Verbindung im Jahre 2011 wegen der zeitweiligen Sperrungen der Bahnstrecke Oldenburg – Wilhelmshaven eingerichtet, seit 2012 fuhr der Bus auch über Esens. Während des Bahnausbaues hatte die Landesnahverkehrsgesellschaft bei der NWB diesen Inselbus bestellt. (siehe auch unter Eisenbahn, Ausbau der Bahnstrecke Oldenburg – Wilhelmshaven).


Künftig fahren die Inselbusse erst ab Esens, wo auch der Umstieg vom Zug leichter ist.


Um den Busverkehr stärker zu bündeln, haben sich 2023 vier Unternehmen aus den Landkreisen Cloppenburg und Vechta die neue Firma „OM-Bus“ gegründet. Ein erstes erfolgreiches Projekt wurde im Landkreis Vechta schon gestartet. Es handelt sich um die Firmen Kohorst Reisen GmbH, , Schomaker Reisen GmbH Nienaber Omnibusbetrieb KG und die Gerhard Wilmering Gruppe.


Zum 01.12.2023 startete die neue Buslinie zwischen Cloppenburg und Vechta, die Busse des Busunternehmen SBV Janßen aus Ramsloh fahren montags bis sonntags im Stundentakt, von Cloppenburg nach Vechta immer um 10 nach. Der erste Bus fährt um 6.10 Uhr am Bahnhof ab, der letzte um 23.10 Uhr; sonntags um 7.10 Uhr. In umgekehrte Richtung von Vechta nach Cloppenburg pendelt der Bus immer zur vollen Stunde: Der erste Bus fährt ab Vechta ZOB um 5 Uhr los, der letzte um 23 Uhr. Samstags fährt der erste Bus um 6 Uhr; sonntags um 7 Uhr los. Die Fahrtzeit zwischen den Endhaltepunkten beträgt 46 Minuten. Angefahren werden folgende Haltestellen: Cloppenburg Bahnhof, Cloppenburg ZOB, Emstek Ecopark, Schneiderkrug, Langförden, Vechta Ziegelei Menke, Vechta Stoppelmarkt, Vechta ZOB. Anschlüsse an die Nord-West-Bahnen in Richtung Oldenburg, Osnabrück und Bremen sind gegeben. Nach Auslieferung werden dort Busse eingesetzt die mit dem Kraftstoff HVO100. HVO steht für „Hydrotreated Vegetable Oil“ fahren. Dabei handelt es sich um Treibstoff der neben Pflanzenölen Abfälle sowie Öle und Fette aus Reststoffen wie gebrauchtes Speiseöl in der Produktion besteht.


Im Zweistundentakt verbindet die Buslinie 656 den östlichen Teil des Landkreises Leer mit der Stadt Leer, dabei wird auch das ehemals oldenburgische Idafehn angefahren. Der Verlauf der Linie 656: Leer – Nettelburg – Backermoor – Collinghorst – Holte – Potshausen – Holterfehn – Idafehn – Ostrhauderfehn – Langholt – Burlage.


Das "Linienbündel Ammerland Ost" bestehend aus den Linien 330 (Oldenburg - Wiefelstede - Conneforde), 331, 332, 333, 334, 335, 336, 337, 338, 340 (Jaderberg/Wiefelstede – Rastede - Oldenburg), 341, 342, 343, 344, 345, 346, 348, 349, 370, 389, N31 und 347 wird seit dem 01.08.2024 von einer Bietergemeinschaft (AM Bus) bestehend aus der Firma Imken und der Firma Wilmering betrieben.


Ab 01.08.2026 wird das Linienbündel Ammerland Süd, das im Wesentlichen die Gemeinden Bad Zwischenahn und Edewecht umfasst, von der Bietergemeinschaft Hilgen / Wilmering betrieben. Damit endet nach 10 Jahren dort zum 30.07.2026 der Betrieb der Firma Bruns in diesem Gebiet.


Die Firma Emil Hilgen GmbH & Co KG aus Friedrichsfehn ist seit über 100 Jahren ein im Ammerland verwurzeltes Unternehmen und war bisher schon als Subunternehmen im Personennahverkehr unterwegs.


Zu dem Linienbündel gehören u.a. die Linien:
380 Barßel - Edewecht - Oldenburg und zurück,
379 Bad Zwischenahn - Petersfehn - Oldenburg und zurück (Schülerverkehr),
N 34 Tange - Edewecht - Oldenburg und zurück,
N 35 Friesoythe - Edewecht - Bad Zwischenahn - Oldenburg.


B. Fernbuslinien


Bereits in den 50er Jahren gab es eine Fernbuslinie, die auch in Oldenburg Station machte, seit 1953 fuhr zweimal wöchentlich der „Europa-Bus " von Kopenhagen kommend, über Hamburg-Bremen-Oldenburg und weiter nach Groningen-Amsterdam. In den Sommermonaten verkehrte diese Europabusstrecke Hamburg – Bremen – Oldenburg – Bad Zwischenahn - Leer – Bunderneuland – Groningen – Harlingen – Den Oever – Amsterdam – Noordwijk – Katwijk – Schneveningen. Laut Kursbuch vom Sommer 1967 verkehrten damals in der Zeit vom 27.05. und 03.09. jeden Samstag und zwischen 02.07. und 03.09. auch jeden Sonntag Busse. An den jeweiligen Endpunkten startete der Bus um 7.30 Uhr und sollte planmäßig um 20.10 Uhr sein Ziel erreichen. Auf der 598 km langen Strecke war für die Zeit 13.15/13.20 bis 14.20 eine Rastpause in Groningen vorgesehen. Der Bus aus Hamburg erreichte Oldenburg um 10.05, der Bus nach Hamburg um 17.30 Uhr. Im Winterhalbjahr verkehrte auf dieser Strecke kein Europabus mehr.
Nachdem zum 01.04.2014 die internationale Linie Rotterdam - Kopenhagen von Eurolines Business Class für den nationalen Verkehr freigegeben wurde kehrte auch die Firma Deutschen Touring/Eurolines Linie mit einer Linie nach Oldenburg zurück. Der Streckenverlauf dieser 038 Linien führte von Rotterdam über Den Haag - Amsterdam - Groningen - Oldenburg - Bremen - Hamburg - Lübeck – Rodby nach Kopenhagen und zurück.


Bis zum 31.12.2012 schloss ein aus den 30er-Jahren des vorigen Jahrhunderts stammendes Gesetz Fernbuslinien aus, wenn sie parallel zu bestehenden Eisenbahnstrecken verliefen. Eine Ausnahme gab es nur im Berlin-Verkehr, die vom Wilhelmshavener Busunternehmen Fass genutzt wurde. Von 1998 bis 2016 betrieb die Wilhelmshavener Firma Fass unter dem Namen  "Jadeexpress" die innerdeutsche Fernlinie Wilhelmshaven – Oldenburg – Berlin.  Bereits 1993 war eine Fernlinie in den Harz eröffnet worden.
Der nicht zum ZVBN gehörende Public-Express fuhr seit 2004 von Bremen über Oldenburg nach Groningen. Der Kopf dieser Busse war übrigens gelb lackiert, genauso wie die der Busse der VWG. Außerdem wurde von dem Unternehmen die Linie Oldenburg Universität - Oldenburg, Pferdemarkt - Oldenburg Hbf/ZOB - Bremen Airport angeboten.


Das Unternehmen war 2004 von Christoph Marquardt gegründet worden, da der Bus eine internationale Landesgrenze überfuhr, umging dieser das damalige Verbot private Fernbusse einzusetzen, wenn deren Start und Zielort auch von der Bahn bedient wurde. Er ließ zunächst 2 x täglich seinen Linienbus von Oldenburg nach Groningen und zurück fahren. 2008 übernahm die britische Unternehmensgruppe Marwyn European Transport (MET) die Mehrheit von Publicexpress. Marquardt behielt nur eine Minderheitsbeteiligung, die er im Sommer 2014 auch an die MET verkaufte. Das Unternehmen beschäftigte zuletzt 13 Fahrer und 6 Personen in der Verwaltung in Oldenburg. Acht Busse fuhren tagsüber alle 2 Stunden zwischen Bremen über Oldenburg nach Groningen und retour. Außerdem fuhr ein Bus jede Nacht zum Airport Bremen.
Seit Herbst 2012 gab es in Kooperation mit dem Wilhelmshavener Unternehmen Fass auch eine Verbindung zwischen Groningen/ Oldenburg nach Berlin oder Hamburg. Am 14.06.2013 nahm der Publicexpress die Buslinie Mannheim - Straßburg in Betrieb. Die starke Konkurrenz, die nach der Liberalisierung des Fernbusmarktes entstanden war, führte im September 2014 zur Insolvenz des Betriebes. Am 30.09.2014 wurde bekannt, das die Firma Gerdes Reisen aus Westerstede, die bereits als Subunternehmer von Publicexpress tätig war, die Linien übernimmt.
Die Konkurrenz von Bahn und der inzwischen auch nach Groningen verkehrenden Busunternehmen "Mein Fernbus/Flixbus" war aber zu stark. Am 03. August 2015 wird die Publicexpresslinie Bremen HBF über HB-Flughafen – Oldenburg – Jübberde (Rasthof Apen-Remels) nach Groningen eingestellt.


Zum 1. Januar 2013 wurde in Deutschland der Fernbus-Linienverkehr freigegeben, damit sollte die Konkurrenz im Fernreiseverkehr verstärkt werden und die Preise für die Verbraucher sinken. In einem Artikel vom 07.08.2010 hatte die NWZ bereits davon berichtet, dass die Bahn-Tochter BEX bereits eine durchgehende Fernbusverbindung von Stuttgart nach Oldenburg beantragt habe. Im Juni 2011 hat die Deutsche Bahn aber überraschend auf einen weiteren Ausbau des Fernbusverkehrs verzichtet.


Der Linienverkehr Wilhelmshaven - Sande - Varel - Oldenburg – Berlin des Busunternehmens Fass steht nun am Oldenburger ZOB auch für Reisende aus Groningen, die die Linie von Public-Expreß von Groningen CS (Hbf.) - Apen/Remels (Autohof) - Oldenburg Hbf/ZOB nutzen, offen. Auch die neueingerichtete Fass-Linie Wilhelmshaven - Sande - Varel - Oldenburg - Bremen Airport – Hamburg war mit dem Groningen-Express abgestimmt. .Die NWZ berichtete am 24.05.2013 davon, dass diese Linie ebenfalls bereits gut angenommen worden sei. Aufgrund mangelnder Auslastung und Nachfrage, sowie dem immer stärker werdenden Preiskampf auf der Strecke Bremen - Hamburg sah sich Fass-Reisen aber gezwungen, den Jade-Elbe-Express zum 30.09.2014 einzustellen.  Der Jade-Berlin-Express verkehrt dagegen weiterhin von Wilhelmshaven über Oldenburg nach Berlin.


Ab 24. Mai 2013 bekamen die beiden lokalen Unternehmen Konkurrenz von  dem bundesweit operierenden „Meinfernbus.de“, die die Linie 044 Berlin - Bremen - Oldenburg neu einrichtet. In Oldenburg kreuzt sie sich ab 30.05.2013 mit der Linie 019 Norden - Norddeich - Neßmersiel - Neßmersiel Hafen - Dornumersiel - Bensersiel - Esens - Neuharingersiel - Carolinensiel - Haresiel Hafen - Schillig - Horumersiel - Hooksiel - Wilhelmshaven - Oldenburg - Dortmund - Wuppertal-Oberbarmen - Köln-Deutz.  „Oldenburg ist für uns ein wichtiges Drehkreuz“ sagte ein Unternehmenssprecher gegenüber der NWZ.


Der im Juni 2011 gegründete Anbieter „Mein Fernbus“ fuhr Oldenburg mit folgenden Linien an:
Linie 019: Norden - "Nordsee-Orte" - Oldenburg - Münster - Dortmund - Wuppertal - Köln,
Linie 022: Oldenburg - Bremen - Hannover - Frankfurt - FRA - Mannheim - Karlsruhe - Freiburg - Lörrach,
Linie 044: Esens – Wittmund - Jever - Schortens - Wilhelmshaven - Oldenburg - Delmenhorst - Bremen - Berlin,
Linie 144: Norddeich – Norden – Emden – Uplengen (Apen/Remels) – Oldenburg – Bremen – Berlin,
Linie 244: Groningen – Leer - Uplengen (Apen/Remels) – Oldenburg – Bremen – Berlin,
Linie 267 Prag – Dresden – Leipzig – Halle – Magdeburg – Hannover – Bremen - Oldenburg
Linie 075: Amsterdam - Groningen - Leer - Uplengen (Apen/Remels)  - Oldenburg - Bremen - Hamburg - Kiel,
Linie Nightliner 44: Amsterdam - Groningen – Leer - Uplengen (Apen/Remels)  - Oldenburg - Bremen - Hamburg – Berlin ZOB – Berlin Alexanderplatz.


Auch das Fernbus-Unternehmen Flixbus fährt Oldenburg an, Flixbus war bis 07.11.2014 Kooperationspartner von Public Express und bietet neben der Strecke von Bremen nach Groningen auch Fernbusse nach Amsterdam sowie in viele weitere Städte an.


Im März 2015 gab es folgende Linien:
Linie 029 Oldenburg - Bremen - Hannover - Magdeburg - Halle - Leipzig – Dresden,
Linie 420 Wilhelmshaven - Oldenburg - Bremen - Braunschweig - Berlin,
Linie 591 Amsterdam - Groningen - Oldenburg - Bremen - Hamburg - Kiel.
Von den alten Flixbus Linien existieren im August 2015 noch:
F591: Amsterdam – Groningen – Oldenburg – Bremen – Hamburg – Kiel,
F29 Oldenburg – Bremen – Hannover – Magdeburg – Halle Leipzig,
F62: Wilhelmshaven – Oldenburg – Bremen – Braunschweig – Berlin.


Nähere  Information über die Angebote von Flixbus findet man unter diesem Link.
Im Jahre 2015 kam es auf den schwer umkämpften Fernbusmarkt zum Zusammenschluss von Flixbus und MeinFernbus.


Neben der Haltestelle für die Fernbusse an der Karlstraße westlich des Willy-Brandt-Platzes gibt es in Oldenburg mit den Haltestellen Pferdemarkt (Donnerschweer Str.) und Universität (Ammerländer Heerstr.) weitere Haltestellen des Unternehmens.


Auch der ADAC gründete zusammen mit der Deutsche Post eine Fernbusgesellschaft und wollte, damit sowohl der Deutschen Bahn als auch den Fluggesellschaften im Inland scharfe Konkurrenz machen. Der erste ADAC Postbus fuhr ab 1.10.2013 zweimal täglich von München nach Köln und wieder zurück fährt. Unterwegs konnte in Stuttgart, Mannheim, Frankfurt, Nürnberg und Bonn ein- und ausgestiegen werden. Ab November 2013 wurde das Angebot schrittweise zu einem deutschlandweiten Liniennetz ausgebaut. Im November 2014 gab der ADAC seine Anteile allerdings an die Deutsche Post ab, die künftig die Fernbusse allein betreiben wollte. Künftig kooperierten übrigens Postbus, Eurolines und Deutsche Touring im Fernbusmarkt, davon durfte wohl auch Oldenburg profitieren. Siehe dazu auch diesen Link.
Die Stadt Oldenburg, die zunächst kein Ziel der Postbus- Fernbuslinien gewesen war, wurde am 11.06.2015 mit der Linie 41 direkt ins Streckennetz von Postbus aufgenommen werden. Die neue Verbindung Oldenburg - Hamburg - Berlin - Dresden startet von der Karlstraße werktags um 7 Uhr, sonntags um 8 Uhr. Der Bus aus der Gegenrichtung erreicht Oldenburg werktags um 20.25 und sonntags um 21.25 Uhr. Mit Wirkung vom 01.11.2016 verkaufte die Deutsche Post ihre Fernbussparte an den Marktführer Flixbus, damit endet nach 3 Jahren schon die Wiederbelebung des „Postbus“.
Daneben gib es weitere Anbieter von Fernbusverbindungen von Oldenburg nach Osteuropa.
Bereits seit langen gab es am Standort der Fernbushaltestelle an der Karlstraße erhebliche Verkehrsprobleme, vor allen beim Entladen des Gepäcks der Fahrgäste. So das eine Lösung für den mittlerweile meistfrequentierten Fernbushalt im Oldenburger Land, gefordert wurde.



Bild oben: Am 20.06.2015 wartete kurz vor 7 Uhr morgens der Postbus Linie 41 nach Dresden an der Karlstraße in Oldenburg auf Fahrgäste. Bild unten: Blick auf den  Fernbusbahnhof am 10.05.2017 an der gerade ein Bus der Fa. Hilgen wartet. Fotos: ©KD Stolle


Im Jahre 2016 wurde mit dem Bau einer neuen Haltestelle für Fernbusse mit zunächst drei Buspositionen am Willy-Brandt-Platz, an der Nordseite des Hauptbahnhofs, begonnen. Die Fahrradabstellungen mussten für den Bau der neuen Haltestelle teilweise im Bereich des Willy-Brandt-Platzes verlegt werden. Die neue Fernbushaltestelle, ist am 22.12.2016 in Betrieb genommen worden.


Ab Sommer 2015 baute auch die Deutsche Bahn ihr Fernbusgeschäft deutlich aus, bis Ende 2016 sollte die Zahl der Fernbus-Verbindungen vervierfacht werden, kündigte der bundeseigene Konzern an. Damals gab es 20 nationale Linien und 25 Verbindungen ins Ausland. Ein Teil der Busse fuhr unter der Marke IC Bus. Die anderen waren als Berlinlinienbus unterwegs. An diesem Unternehmen war die Bahntochter BEX zunächst mit 65 Prozent beteiligt, seit August 2015 gehörte die Berlinlinienbus ganz der DB. Im September 2016 teilte die Bahn überraschend mit, das der Betrieb zum Jahresende 2016 eingestellt wird, da er nicht rentabel betrieben werden konnte. Die Einstellung von Berlin-Linien-Bus erfolgte zum 31.10.2016. Nur einige Linien gingen ins Netz der Marke IC Bus über.


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